Bildhäuschen Segnitzer Spitze (Frickenhausen am Main)


Das Bildhäuschen Segnitzer Spitze ist ein Denkmal religiöser Frömmigkeit in der Gemarkung des Marktes Frickenhausen am Main.
Standort
Das Bildhäuschen steht nach dem früheren Waldeingang, dem Sulzfelder Waldweg. Durch den Autobahnbau wurde die alte Wegestruktur aufgelassen, womit es heute in einer Sackgasse seitwärts im Wald gegenüber der „Bildeiche“ in der Lage Weidholz (Flurstück Nr. 3000/14) steht.
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„Bildeiche“ an der Segnitzer Spitze (2006)
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„Bildeiche“ an der Segnitzer Spitze (2025)
Beschreibung
„Bildhäuschen, Bildnische mit Madonnenfigur auf gemauertem Vierkantpfeiler, bez. 1921.“
Inschriften
- Pfeiler: O Maria hilf / Errichtet von / Georg und Kath. Hufnagel / 1921
Weitere Bildeichen im Landkreis Würzburg
Eine Bildeiche ist eine Eiche, die früher an Gemarkungsgrenzen oder bedeutenden Wegen als Grenz- oder Markierungsbaum diente. Der Begriff kommt von „Bild“ im Sinne von Sinnbild/Symbol, nicht von einem Foto. Häufig wurden an diesen Bildeichen religiöse Symbole angebracht, die an lokale Ereignisse erinnern und Ausdruck einer tiefen Religiosität sind. Sie fungieren auch heute noch als Waldandachtsstätte oder Station bei Prozessionen. Da sie historische Rechts- und Grenzverhältnisse dokumentieren, sind sie aufgrund ihrer historischen Bedeutung in vielen Fällen als Naturdenkmale geschützt.
Beispiele im Landkreis Würzburg sind:
- Bildeiche beim Bildstock Bildeiche (Veitshöchheim) im Edelmannswald bei Veitshöchheim.
- Bildeiche (Greußenheim) an der Straße nach Birkenfeld.
- Bildeiche und Kriegerdenkmal 1939-45 (Wüstenzell) an der Gemarkungsgrenze zwischen Holzkirchen und Wüstenzell.
- Ehemalige Bildeiche an der Grenze zwischen dem Würzburger Stadtwald und dem Guttenberger Wald (siehe Kötzeneiche).
Siehe auch
Quellen und Literatur
- Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Frickenhausen am Main, Nr. D-6-79-131-142
- Heinrich Grieb: Unsere Bildstöcke in Frickenhausen beschrieben aus alten Dokumenten und Erinnerungen. Eigenverlag, Frickenhausen am Main 2006
- Informationen des Archäologischen Spessartprojekts
