Aquilin Bender

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P. Aquilin Bender OPraem (* 6. Mai 1761 in Würzburg; † 13. Juni 1829 in Gaukönigshofen) war zunächst Prämonstratensermönch im Kloster Oberzell und dann weltlicher Ortspfarrer in Gaukönigshofen.

Geistliche Laufbahn

Nach dem Studium wurde er 1785 zum Priester geweiht und trat in das Prämonstratenserkloster Oberzell ein. Nach der Auflösung des Kloster Oberzell im Zuge der Säkularisation wurde Bender als weltlicher Priester im Bistum Würzburg inkardiniert.

Ortspfarrer in Gaukönigshofen und Kuratus in Eichelsee

Pater Aquilin war als Nachfolger von Pater Erwin Immer vom 25. September 1803 bis zu seinem Tod insgesamt 25 Jahre Ortspfarrer der katholischen Kirchengemeinde Heilige Schutzengel und St. Jakobus der Ältere und Kuratus in St. Laurentius in Eichelsee. Bereits drei Tage nach seinem Amtsantritt traten der Schultheiß und der Schullehrer von Eichelsee an den Geistlichen mit der Bitte um einen Kaplan heran. Ein Kaplan für die Eichelseer, bedeutete damals, dass der beim Pfarrer in Gaukönigshofen wohnende Geistliche zum Gottesdienst nach Eichelsee zu Fuß gehen, reiten oder mit dem Fuhrwerk abgeholt werden musste. Nachdem die Stelle 1823/1824 wieder unbesetzt war, begründete Aquilin Bender seine flehentliche Bitte an das bischöfliche Ordinariat, um einen Kaplan nicht nur mit den Schwierigkeiten, mit denen er und die Gläubigen zu kämpfen haben. Bei der ein Jahr später wiederholten Bitte, klagte er über die üble Beschaffenheit seines rechten Fußes, wegen dem er nicht mehr gehen könne. Der letzte Pfarrer aus dem Orden der Prämonstratenser wurde 1826 trotz seiner Leiden zum Kapiteldefinitor des Dekanats Ochsenfurt ernannt. Mit 68 Jahren ist er den Folgen des Schleimschlages, einer Bronchialerkrankung, erlegen.

Letzte Ruhestätte

Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof Gaukönigshofen, sein klassizistischer Grabstein ist noch vorhanden.

Siehe auch

Quellen und Literatur