Hofgarten des Schlosses Veitshöchheim

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Luftbild des Veitshöchheimer Hofgartens
Großer See mit Musenberg Parnass und Pegasus

Der Hofgarten des Schlosses Veitshöchheim gilt als einer der schönsten Rokoko-Gärten in Europa. Das in der 12,5 Hektar großen Grünanlage in unmittelbarer Nähe zur katholischen Pfarrkirche St. Vitus liegende kleine Schloss war für zwei Jahrhunderte Sommersitz der Fürstbischöfe von Würzburg.

Lage[Bearbeiten]

Plan des Hofgartens mit Legende
Mauer des Hofgartens in der Würzburger Straße mit Blick auf den Wasserturm

Ausgehend vom Schloss und der katholischen Pfarrkirche St. Vitus zieht sich der heute ca. 125.000 m² (= 12,5 Hektar) große Hofgarten mit einer Länge von durchschnittlich 475 Metern und einer Breite von durchschnittlich 270 Metern oberhalb des Mainufers etwa von Nord nach Süd in dem Geviert zwischen folgenden Straßen hin:

Der Park ist fast auf allen Seiten von einer 2,5 bis 3,5 Meter hohen Mauer umgeben. Haupteingang ist das Fasanentor.

Bereiche des Veitshöchheimer Hofgartens[Bearbeiten]

Um das Schloss[Bearbeiten]

Auffahrtsallee und Fasanentor

Die Auffahrtsallee (Plan Nr. 8) beginnt am Fasanentor mit dem Eingangsrondell. Das Fasanentor weist mit seinem Namen noch auf die Fasanerie hin. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts besaßen die Würzburger Fürstbischöfe einen kleinen Jagdstützpunkt in Veitshöchheim mit einem Baumgarten, um darin Fasane und Wild für die Jagd zu halten. Erst unter Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau begann die Umgestaltung des Fasanengartens in einen Zier- und Lustgarten. Das Fasanentor wird außen bekrönt vom Wappen des Erbauers, des Fürstbischofs Johann Philipp von Greiffenclau und trägt die Jahreszahl 1702.

Gleich am Anfang des Eingangsrondells (Plan Nr. 9) stehen zwei Figuren wachehaltender „Schweizer“ in der Tracht des 17. Jahrhunderts, die noch vor 1756 von Johann Wolfgang van der Auwera gefertigt wurden (Kopien). Etwas weiter steht auf der nördlichen Seite die überlebensgroße Gestalt der an den Felsen geschmiedeten äthiopischen Königstochter Andromeda, ein typisches Vestibül-Motiv aus der Barockzeit und Arbeit aus der Werkstatt von Ferdinand Tietz (1767-1768) (Kopie). [1]

Die Auffahrtsallee ist gesäumt von Bäumen und Hecken und führt zur erhöhten quadratischen Terrasse mit dem Schloss im Mittelpunkt. Hinter der Allee versteckt liegt auf der rechten Seite der Küchengarten (Plan Nr. 10).

Westliches Gittertor

Biegt man vom Eingangsrondell in die sich nach Süden ziehende Randallee, so steht auf dem Weg zum westlichen Gittertor auf der rechten Seite eine monumentale Ziervase von Johann Wolfgang van der Auwera (um 1755). Auf dem Platz vor dem westlichen Gittertor (Plan Nr. 11) befinden sich die ältesten Skulpturen des Hofgartens. Es handelt sich um zwei Jagdszenen, die von Jakob van der Auwera um 1710 geschaffen wurden; auf der Nordseite schlägt der Löwe den Jagdhund, auf der Südseite kämpft ein Wildschwein mit Jagdhunden.

Westliche Treppenanlage und Schlossparterre

Über die westliche Treppenanlage (Plan Nr. 7) gelangt man auf die Schlossterrasse bzw. das Schlossparterre (Plan Nr. 1). Auf den Wangen der Treppe befinden sich geflügelte Drachen und Körbe mit Melonen, Kürbissen und Blumen. Oben stehen Löwen, die Wappen halten: links die Wappen der Hochstifte Würzburg und Bamberg sowie als Herzschild das Wappen des Fürstbischofs von Seinsheim, auf der Kartusche rechts befindet sich das Namenszeichen A F des Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim. Die Arbeiten stammen von Ferdinand Tietz aus den Jahren 1767 bis 1768 und sind heute Kopien der Originale.

Westliche Futtermauer

Die westlichen Futtermauer (Plan Nr. 4) ist geschmückt mit Musen und olympischen Göttern, die 1752 beim Würzburger Hofbildhauer Johann Wolfgang van der Auwera in Auftrag gegeben wurden. Es wird jedoch vermutet, dass die Götter erst nach dem Tod von Johann Wolfgang van der Auwera, also nach 1756 von seinem Bruder Lukas van der Auwera und Johann Peter Wagner angefertigt wurden.

Auf der westlichen Futtermauer befinden sich von links (Norden) nach rechts:

  • Merkur, der „Götterbote“, Gott der Händler und Diebe.
  • Venus, die Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit, mit Blumenkorb und Amorknaben.
  • Urania, die Muse der Sternkunde (Astronomie), mit der Kugel des Weltalls.
  • Minerva, die Göttin der Weisheit, der taktischen Kriegsführung, der Kunst und des Schiffbaus sowie Hüterin des Wissens, mit dem Helm.
  • Apollo, der Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der sittlichen Reinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und der Künste, insbesondere der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs.
  • Clio, die Muse der Geschichtsschreibung.
  • Erato, die Muse der Liebesdichtung der Lyrik, des Gesanges und des Tanzes, mit gambenförmiger Leier.
  • Calliope, die Muse der epischen Dichtung, der Wissenschaft, der Philosophie und des Saitenspiels sowie die Muse des Epos und der Elegie.
Südliche Futtermauer

Die südliche Futtermauer (Plan Nr. 5) ist, ebenso wie die westliche Futtermauer, mit Musen und olympischen Göttern geschmückt, die 1752 beim Würzburger Hofbildhauer Johann Wolfgang van der Auwera in Auftrag gegeben wurden. Wie schon bei der westlichen Futtermauer wird vermutet, dass die Götter erst nach dem Tod von Johann Wolfgang van der Auwera, also nach 1756 von seinem Bruder Lukas van der Auwera und Johann Peter Wagner angefertigt wurden.

Auf der südlichen Futtermauer befinden sich von links (Westen) nach rechts:

  • Polyhymnia, die Muse der Hymnendichtung, des Tanzes, der Pantomime, und der Geometrie, mit dem Taktstock.
  • Ziervasen, die auf beiden Seiten der Polyhymnia stehen und um 1768 vermutlich von Johann Peter Wagner gefertigt wurden.
  • Melpomene, die Muse der tragischen Dichtung und des Trauergesangs, mit dem Helm.
  • Arethusa, die Muse der Natur- und Hirtenpoesie, mit Schäferhut.
  • Euterpe, die Muse der Tonkunst und lyrischen Poesie, mit der Flöte.
  • Proserpina, die Göttin der Unterwelt und Herrscherin über die Toten, mit einer Weltkugel.
Südtreppe zur Schlossparterre

Die Treppenwangen der Südtreppe (Plan Nr. 6) werden durch Wildschweinköpfe mit Hifthörnern [2] und Sphingen geziert, die 1768 von Ferdinand Tietz geschaffen wurden. Mit den Wildschweinköpfen wird Bezug genommen auf das Wappen der Seinsheims und zugleich auch auf Veitshöchheim als Jagdsitz der Fürstbischöfe.

Gebiet von Kaskade und Belvedere[Bearbeiten]

Schießturm oder Blauer Turm

Der Schießturm oder Blaue Turm (Plan Nr. 68) ist ein aus dem 16. Jahrhundert stammender Wachturm, der später bei der Jagd als Anstand diente. Er ist das älteste Bauwerk im Veitshöchheimer Schlossgarten.

Ceres

Ceres, die Göttin des Acker- und Weinbaus mit einem Ährenbündel in den Händen und dem Bacchusknaben sowie einer Garbe zu ihren Füßen [3] ist ein Werk von Johann Peter Wagner (um 1780). Sie ist der nördlichste Eckpunkt der Dreieckszone.

Najade mit dem Dornauszieher und Apoll

Die Najade [4] mit dem Dornauszieher und und Apoll (Plan Nr. 66) wurden später in dieser Zusammenstellung hier aufgestellt und sind Werke von Johann Peter Wagner aus den Jahren 1774 und 1775 (Kopien).

Kaskade

Am östlichen Ende der Mittelachse des Hofgartens stand bis 1945 die Kaskade (Plan Nr. 65). Geschaffen wurde sie in den Jahren 1772 und 1773 vom Bauamtmann Johann Philipp Geigel, Materno Bossi und Johann Peter Wagner und war in die begrenzende Gartenmauer eingebaut. Sie war Ausgangspunkt des Wassers im Hofgarten und setzte eine natürliche Quelle in Szene. Im Zentrum stand der Meeresgott Neptun, umgeben von 12 weiteren Quell- und Naturgottheiten. Die klassizistische Tuffstein-Architektur bildete gleichzeitig die abschließende Kulisse für Mittelachse des Gartens.

Am 31. März 1945 wurde die Kaskade durch eine Fliegerbombe, die eigentlich die dahinterliegende Bahnanlage treffen sollte, vollkommen zerstört. Heute zeugen nur noch vereinzelte Säulen, Architektur- und Skulpturfragmente von der historischen Gartenstaffage.

Chronos, Apoll und Daphne

Im Zentrum der von Johann Peter Wagner in den Jahren 1772 bis 1775 gefertigten 3er-Gruppe (Plan Nr. 64) der Zeitgott Chronos, der dem schreienden Amor [5] die Flügel beschneidet (Kopie), links die Nymphe Daphne [6] und rechts Apoll (Kopie) [7].

Grottenhaus mit Belvedere

Das Gebäude (Plan Nr. 62) ist ein im Grundriss achteckiger, zweigeschossiger Bau und ein Werk des Bauamtsmanns Johann Philipp Geigel sowie des Hofstuckateurs Materno Bossi aus den Jahren 1772 bis 1773. Im Untergeschoss, einer künstlichen Felsengrotte in Schwammstein, halten sich in den zerklüfteten Nischen Fabeltiere auf, die in den 1930er Jahren rekonstruiert wurden. Bis auf einen Vogel oberhalb der Eingangstüre waren alle anderen Originale bereits Ende des 19. Jahrhunderts verloren gegangen.

Der Außenbau des Pavillons über der Grotte besitzt an den Ecken ionische Halbsäulen und zeigt in der Wandgliederung bereits eine klassizistische Strenge. Zwischen den Halbsäulen befinden sich antikisierende Dekorationen mit Widderschädeln und Gehängen.

Bacchus und Venus

Die beiden Figuren (Plan Nr. 63) wurden wohl als Schutzgottheiten des Grottenhauses an dieser Stelle aufgestellt. Auf der rechten Seite der Gott des Weines Bacchus [8] mit Reben und Panther, links Venus [9], die römische Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit, mit dem Amorknaben (Kopien). Die beiden Skulpturen stammen von Johann Peter Wagner aus den Jahren 1772 und 1775.

Irrgartenregion[Bearbeiten]

Heckentheater und Fichtenallee

Blickpunkt des Heckentheaters (Plan Nr. 51) ist die von Johann Peter Wagner um 1780 geschaffene Figur des Apoll (Plan Nr. 67) (Kopie) (aus der Zeit des Fürstbischofs Franz Ludwig von Erthal). Links und rechts von der Figur des Apoll zwei Vasen (Kopien) von Johann Peter Wagner, ebenfalls um 1780 geschaffen. Das Heckentheater entstand in den Jahren 1767 und 1768 unter Adam Friedrich von Seinsheim und ist ein vertieftes, von Böschungen umgebenes Proszenium [10], dahinter liegt die höher gelegene Bühne mit sechs Kulissenpaaren in Hainbuchen.

Nördlicher Quellplatz

Über der Quelle steht an der Ostseite des nördlichen Quellplatzes (Plan Nr. 53) die Tiergruppe „Der Storch lädt den Fuchs ein“ von Ferdinand Tietz (1767-68) (Kopie). Das Motiv basiert auf der von Lafontaine übermittelten Äsop'schen Fabel. [11] [12]

Südlicher Quellplatz

Über der Quelle steht an der Ostseite des südlichen Quellplatzes (Plan Nr. 54) die Tiergruppe „Der Fuchs lädt den Storch ein“ von Ferdinand Tietz (1767-68) (Kopie). Auch dieses Motiv basiert auf der von Lafontaine übermittelten Äsop'schen Fabel. [11]

Nördliches und südliches chinesisches Häuschen

Das nördliche chinesische Häuschen (Plan Nr. 52) wurde - ebenso wie sein südliches Gegenstück (Plan Nr. 55) - im Jahre 1768 von Ferdinand Tietz geschaffen. Es ist ein Baldachinbau mit vier Palmen aus Sandstein und einem zeltartigen Kupferblechdach. Die Blätterbüschel auf der Spitze und die Ananasfrüchte an den vier Ecken waren einstmals teilweise vergoldet, die Palmen mit roter und grüner Farbe gestrichen, die Innendecke blau.

Oktogonaler Platz oder „Fabelring“

In den Nischen des „Fabelrings“ (Plan Nr. 57) stehen ironisch-humorvolle Tiergruppen, die von Ferdinand Tietz von 1767 bis 1768 geschaffen, Fabeln von Lafontaine erzählen.

  • Der Affe als Richter zwischen Wolf und Fuchs: Der Affe soll in einem Streit zwischen Wolf und Fuchs Recht sprechen, urteilt aber, beide hätten sich nichts vorzuwerfen. [13]
  • Der Wolf und der Kranich: Der Kranich zieht dem Wolf einen im Schlund steckengebliebenen Knochen heraus, erhält jedoch nicht den versprochenen Lohn, weil er, so der Wolf, froh sein könne, dass er ihm nicht den Kopf abgebissen habe. [14]
  • Der Affe und der Fuchs: Der Affe bittet für sein kahles Hinterteil den Fuchs vergeblich um ein paar Haare aus seinem Schweif.
  • Der Wolf und die Mohrenmaske: Der Wolf glaubt in der Maske eines Negers ein gutes Fressen erbeutet zu haben.
Ganymed

In der Gestalt eines Adlers raubt Jupiter [15] den schönen Knaben (Plan Nr. 58) mit der Absicht ihn zum Mundschenk der Götter zu machen. Ein Werk von Ferdinand Tietz aus den Jahren 1767 bis 1768, ebenso wie die daneben stehenden Steinbänke in Rocailleform [16].

Lindensaal

Der Lindensaal (Plan Nr. 59) ist eine schachbrettförmige Pflanzung, deren geschlossene Baumkronen diesen Teil des Hofgartens schattig halten.

Wie im Zeitalter des Rokoko üblich, wurde auch der Hofgarten des Schlosses Veitshöchheim mit einer Vielzahl aufwändiger Bauwerke ausgestattet. Dazu gehörte auch der inmitten des Lindensaals gelegene Lindensaalpavillon, ein von Materno Bossi 1771 entworfenes und erbautes achteckiges Gebäude, das aus einem hölzernen Gitterwerk (Treillage) bestand und mit einer geschweiften kupfernen Dachhaube bedeckt war. Die Decke im Inneren war ursprünglich reich mit Stuckarbeiten ausgeziert, die bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts verloren gegangen waren. 1945 wurde das Gebäude durch eine Bombe zerstört.

Ziervase

Die Ziervase (Plan Nr. 60) mit Mascaronen und Musikinstrumenten ist ein Werk Johann Wolfgang van der Auwera aus dem Jahre 1755.

Orpheusgruppe

Ferdinand Tietz schuf die Orpheusgruppe (Plan Nr. 61) in den Jahren 1767 und 1768. Der tänzelnde Sänger Orpheus [17] singt und spielt auf seiner Fiedel, während unter ihm Wildschwein, Auerochse, Hirsch und Adler seiner Musik lauschen. In der künstlerischen Gestaltung dieser Figurengruppe stehen Kunst und Natur in einem wunderbaren Zusammenhang.

Laubengangzone[Bearbeiten]

Minerva und Herkules

Ursprünglich war dem Platz, an dem heute Minerva [18] und Herkules [19] (Plan Nr. 47) zu finden sind, nach dem Ausgestaltungsplan von Johann Philipp von Greiffenclau von ca. 1753 eine zentrale Rolle zugedacht. An dieser Stelle sollte Balthasar Neumann 1752 eine große Fontäne erbauen. Ferdinand Tietz füllte die Ecknischen der Kreuzung mit überlebensgroßen Sitzfiguren von Minerva und Herkules, die auf die Kaskade als beherrschendes Zentrum im Hintergrund verweisen. Durch die Zerstörung der Kaskade im Jahre 1945 fehlt in der Hauptperspektive des Boskettgartens dieser östliche Gegenpol des Musenbergs Parnass. Damit verlor der Hofgarten die polare, für deutsche Barockgärten wesentliche Spannung.

Nördliches Heckenquartier

Das von Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau im Jahre 1754 errichtete Vogelhaus auf dem Platz des nördlichen Heckenquartiers (Plan Nr. 50) wurde von Adam Friedrich von Seinsheim wieder aufgegeben. Analog dem südlichen Heckensaal finden sich im nördlichen Heckenquartier an den Schmalseiten bogenförmige Steinbänke. Auf den Längsseiten stehen vier musizierende Kinderpaare vor grottenartigen Staffagen, die von Ferdinand Tietz in den Jahren 1765 und 1766 gefertigt wurden.

Auf der Nordseite von links nach rechts:
  • Putten mit Notenbuch: Das Buch, welches auf dem Rücken eines Hündchens liegt, wird von einer Putte gehalten.
  • Putten mit Cello und Laute
Auf der Südseite von links nach rechts:
  • Putto als Dirigent
  • Putten mit Laute
Nördlicher Treillagepavillon

Zwischen dem nördlichen Heckenquartier und dem nördlichen Ovalkabinett befindet sich ein hölzener Gerüstaufbau in Zylinderform mit einer Kuppel mit Schieferdach, der nördliche Treillagepavillon (Plan Nr. 49). [20] Im Mittelpunkt des Gemäldes in der Kuppelschale von Franz Anton Ermeltraut aus dem Jahre 1765 steht die Hochzeit von Flora und Zephir, ein Frühlingsthema aus Ovids Metamorphosen. [21]

Nördliches Ovalkabinett

Den Mittelpunkt des nördlichen Ovalkabinetts (Plan Nr. 48) bildet eine Fontäne bestehend aus einem wasserspeienden Seewidder mit zwei fischschwänzigen Tritonenkindern (Kopie). Der Skulpturenschmuck, von Ferdinand Tietz in den Jahren 1765 und 1766 geschaffen, spiegelt ein festlich-heiteres Spiel von Kindern zu den Themen Tanz und Musik.

Auf der Ostseite:
  • Musizierendes Kinderpaar: Ein Kavalier im Leibrock spielt Flöte und eine Dame mit Mantille und Häubchen begleitet ihn mit einem Lied (Kopien).
Auf der Westseite:
  • Tanzendes Kinderpaar: Ein Kavalier mit Dreispitz unter dem Arm fordert zum Contre-Tanz auf, den die Dame freudig annimmt (Kopien).
Großes Rondell oder „Circus“

Im Schnittpunkt der von der ehemaligen Kaskade im Osten zum Großen See im Westen verlaufenden Mittelallee des Boskettgartens und der Längsachse der Laubengangzone liegt das Große Rondell (Plan Nr. 39), welches von Laubengängen umschlossen wird. Ringsum sind Figuren, Zierstücke und Steinbänke symmetrisch verteilt.

Die von Ferdinand Tietz in den Jahren 1767 bis 1768 geschaffenen Skulpturen bestehen aus den Personifikationen der vier Erdteile, einem galanten Tänzerpaar, einem in Schäfertracht auftretenden Musikantenpaar, vier Vasen mit Tiergruppen, vier Trophäen mit Musikinstrumenten und Jagdwaffen sowie ferner aus 12 steinernen Kanapees. Diese Darstellungen wiesen das Rondell gewissermaßen als Festplatz des gesamten Hofgartens aus.

An den Eingängen zum Rondell stehen paarweise Hermen [22], schlanke Sockel mit bekrönenden Büsten. Hier begegnen dem Besucher Allegorien der Jahreszeiten, Faune und Nymphen, Exoten, Naturgottheiten und Schauspieler (Kopien).

Vasen mit Tiergruppen
  • Reichsadler als Schirm der fränkischen Herzogskrone. Die Tiergruppe sitzt auf einem später ergänzten, klassizistischen Vasenkörper.
  • Wildschwein und Hund
  • Fuchs und Hahn
  • Geier und Hase
Tanzendes Paar

Den östlichen Zugang zum Großen Rondell flankiert eine tanzendes Paar (Plan Nr. 44) bestehend aus einem Kavalier und einer Hofdame, die im modischen Festkostüm den höfischen Contre-Tanz vollführen (Kopien).

Allegorie Afrikas

Die Allegorie Afrikas (Plan Nr. 42) ist dargestellt durch einen Negerhäuptling in fantastischer Kleidung mit reichem Kopfschmuck und einen Krokodil (Kopie).

Allegorie Amerikas

Die Allegorie Amerikas (Plan Nr. 43) ist nach den Vorstellungen der Barockzeit von der Neuen Welt entsprechend als Indianerfürstin mit federgeschmückten Turban dargestellt. In der rechten Hand hält sie einen Papagei und darunter ist eine Weltkugel zu sehen (Kopie).

Allegorie Europas

Die Allegorie Europas (Plan Nr. 45) zeigt den damals regierenden Römischen Kaiser Deutscher Nation Joseph II. als Ritter mit Lorbeerkranz und voller Rüstung (Kopie).

Allegorie Asiens

Ein türkischer Sultan (Plan Nr. 40) im orientalischen Gewand mit Turban und Krummsäbel verkörpert die Allegorie Asiens (Kopie). Am Sockel sieht man den Halbmond und einen Rossschweif.

Musizierendes Paar

Ein Kavalier und eine Dame im höfischen Schäferkostüm musieren beiderseits des Westeingangs zum „Großen Rondell“. Sie spielt auf dem „Polnischen Bock“ [23] und er bläst einen krummen Zinken [24] , der in einem phantastischen Tierkopf endet (Kopien).

Südliches Ovalkabinett

Die Skulpturen im südlichen Ovalkabinett (Plan Nr. 38) fertigte Ferdinand Tietz in den Jahren 1765 und 1766. Den Mittelpunkt bildet die Fontäne eines wasserspeienden Seelöwen mit zwei fischschwänzigen Tritonenkindern (Kopie).

Auf der Südseite:
  • Allegorie des Frühlings: Putto mit Blumengewinden (Kopie)
  • Allegorie des Sommers: Putto mit Ährenbündel und Äpfeln (Kopie)
Auf der Nordseite:
  • Allegorie des Herbstes: Putto mit Trauben (Kopie)
  • Allegorie des Winters: Putto mit Mütze, Pelzumhang und Muff (Kopie)
Südlicher Heckensaal

Der südliche Heckensaal (Plan Nr. 36) besteht aus einem rechteckigen Gartenraum, umgeben von Nischen und mit mythologischen Kindergruppen. In den vier Nischen der Längswände befindet sich je ein Puttenpärchen, das eine Szene aus der antiken Hirten- und Jägerpoesie spielt. In den Nischen der Schmalseiten stehen bogenförmige Steinbänke in Rocailleformen. Sämtliche Arbeiten stammen von Ferdinand Tietz um 1766.

Auf der Südseite von links nach rechts:
  • Cybele und Attis: Die Göttin der fruchtbaren Bergnatur, begleitet von einem Löwen, wirbt mit reichen Früchtegaben um ihren geliebten Attis. [25]
  • Diana und Hippolyt: Der Jäger Hippolyt bringt der von ihm allein verehrten Göttin Diana einen Eberkopf dar (Rekonstruktion).
Auf der Nordseite von links nach rechts:
  • Apollo und Marsyas: Der Gott der Musen im Streit mit dem bocksfüßigen Faun Marsyas um den Vorrang von hoher Kunst und Hirtenpoesie.
  • Aurora und Cephalus: Der durch Hifthorn und Hund gekennzeichnete Jäger Cephalus von der göttlichen Morgenröte, geschmückt mit einem Diadem, verlockt, Ehefrau und Hof zu verlassen und ihr zu folgen.
Südliches Gittertor und Lindenallee

Den südlichen Abschluss der Lindenallee (Plan Nr. 35) bildet eine bühnenartige Terrasse mit Ziergitter, das südliche Gittertor (Plan Nr. 35). Der Entwurf stammt von Johann Philipp Geigel, das Gitter ist eine Schöpfung von Johann Anton Oegg. Der giebelartige Aufsatz des Ziergitters umschließt das Namensmonogramm des Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim. Das Gittertor kann nicht geöffnet werden, es diente als Zierelement am Ende der Lindenallee und gab die Aussicht in die ehemals offene Landschaft frei. Die Urnen und Putten sind Werke von Johann Peter Wagner. Die Anlage wurde 1774 fertiggestellt.

Seenregion[Bearbeiten]

Kleiner See[Bearbeiten]

Der kleine See (Plan Nr. 33) wurde 1721 von Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn zur Entsumpfung des südwestlichen Geländeteils angelegt. In der Mitte befindet sich eine künstliche Insel mit einer Fontäne in Glockenform. Das wasserspeiende Tier kann als Phönix [26] gedeutet werden. An den Schmalseiten finden wir die Allegorien der vier Tageszeiten (Plan Nr. 34) von Ferdinand Tietz aus den Jahren 1766 und 1767. Die großen Platanen in den vier Uferecken wurden erst in der Romantik um 1825 gepflanzt.

Allegorien von Abend und Nacht

Am Ostufer des kleinen Sees befinden sich die Allegorien des Abends mit einem Stern am Sockel und die Allegorie der Nacht mit einem Mond am Sockel. Sie trägt eine Haube und Fackel (Kopien).

Allegorien von Morgen und Mittag

Am Westufer des kleinen Sees steht die Kinderfigur des Morgens mit Uhr und Schlafhaube sowie einem Hahn am Sockel. Die Allegorie des Mittags trägt eine Haube und Fackel; am Sockel befindet sich die Sonne (Kopien).

Diana

Diana, die Schwester des Lichtgottes Apoll, Göttin der Jagd und Königin der Nacht [27] (Plan Nr. 32) hält in der rechten Hand ein Hifthorn; die linke Hand ruht auf dem Geweih eines Hirschen. Hirsch und ein Hund kauern zu beiden Seiten der Göttin. Die Gruppe ist ein Werk von Ferdinand Tietz aus den Jahren 1767-68 und befindet sich am Südende der durch die Seenregion verlaufenden Längsachse. Vor der Gruppe zwei Sitzbänke in Rocailleformen.

Neptun

Neptun, der Gott des Meeres [28] (Plan Nr. 31), ist mit Delphin und Schildkröte dargestellt. Der Dreizack von einst fehlt. Die Statue stammt aus dem Jahre 1755 von Johann Wolfgang van der Auwera (heute Kopie) und gehörte ursprünglich zum Figurenzyklus des Schlossparterres, wurde aber bereits 1768 als Blickpunkt für die südliche Randallee hier aufgestellt.

Wasserturm

Der sogenannte Gelbe Turm oder Wasserturm (Plan Nr. 30) mit einer unterirdischen Kanalverbindung zwischen dem Großen See und dem Main wurde 1702 von Werkmeister Heinrich Zimmer geschaffen.

Das historische Bewässerungssystem im Hofgarten speist auch heute noch die Wasserspiele im Großen See und zeigt sich in vielfältigen Formen: als spiegelnde Seefläche, plätschernde Kaskadentreppe und feine Springstrahlen.

Schon 1764 schrieb Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim über Veitshöchheim: „Wasser habe ich alldorten in der schweren Menge“, also mehr als genug. An der Hangseite des Gartens, dort, wo später die Kaskade errichtet wurde, traten große Mengen an Wasser aus dem Untergrund. Um die drohende Versumpfung des Gartens zu verhindern, wurde diese Quelle schon vor 1720 gefasst und mit einem Brunnenhaus überbaut. Ein unterirdischer Kanal leitete das Wasser direkt in den Großen See.

Aufgrund der üppig fließenden Quellen konnte auch der Kleine See, der Hechtsee, der Karpfensee und der Küchensee ganzjährig mit Frischwasser versorgt werden. Dies ermöglichte eine ausgedehnte Fischzucht zur Belieferung der fürstbischöflichen Hofküche.

Der überwiegende Teil des Wassers wird bis heute in den Großen See eingeleitet. Die dafür gebauten unterirdischen Kanäle haben je nach Menge des abgeführten Wassers unterschiedliche Querschnitte. Im letzten Kanalabschnitt wird das Quellwasser vom Wasserturm in den Main geleitet.

Ein 300 Jahre alter gemauerter Kanal, der Teil des gigantischen, historischen Bewässerungssystems im Hofgarten ist, bereitet der Gemeinde Veitshöchheim in der Tiergartenstraße Kummer. In diese Straße kann seit Sommer 2014 nur noch über die Würzburger Straße eingefahren und über die Mainlände herausgefahren werden. Diese Verkehrsregelung wurde erforderlich weil der alte Kanal einzustürzen droht. [29]

Der 21 Meter hohe Wasserturm an der westlichen Gartenmauer war das Herzstück der Veitshöchheimer Wasserkunst. Das Schaufelrad im Erdgeschoss des Turms trieb zwei Pumpen an, die das Wasser aus einem Sammelbecken saugten und durch Rohre in drei höher gelegene Bottiche mit einem Fassungsvermögen von mehr als insgesamt 45.000 Litern drückten. Wenn die Behälter gefüllt waren, wurden Ventile betätigt, so dass das Wasser über lange Bleirohrleitungen zu den Wasserspielen des Gartens strömte. Im 20. Jahrhundert wurden die alten Pumpen des 18. Jahrhunderts durch Elektropumpen ersetzt. Von den ursprünglich drei Wasserbottichen existiert heute nur noch der Bottich im dritten Obergeschoss, dessen abfließendes Wasser auch heute noch die Wasserspiele des Großen Sees speist.

Großer See[Bearbeiten]

Es wird angenommen, dass der Entwurf des großen Sees (Plan Nr. 12) nach Art römischer Fontänenbassins aus den Jahren 1702 bis 1703 von Antonio Petrini stammt. Diese Bassins sind in der Form eines Rhombus angelegt, dessen Umrissformen sich aus zwei ineinander gefügten Rechtecken mit angesetzten Ovalen ergibt.

Die Ausstattung des Uferwegs wurde von 1765 bis 1767 von Ferdinand Tietz und seiner Werkstatt gefertigt. Die Gruppen der Jahreszeiten und Künste sowie ein Zyklus olympischer Götter sind in symmetrischer Aufstellung rund um den großen See verteilt.

Der Figurenschmuck des großen Sees und seines Uferwegs umkreisen die vom römischen Dichter Ovid [30] erzählte antike Sintflutsage [31], die erzählt, dass nach der Sintflut eine neue, von den olympischen Göttern beherrschte Weltordnung von dem aus den Fluten herausragenden Musenberg Parnass ihren Ausgang nimmt.

Auf der nördlichen, westlichen und südlichen Seite führen drei Treppen zum großen See hinab, an denen sich plastische Stilleben finden: Körbe mit erlegten Enten sowie Fischen, Krebsen und Schildkröten.

Venus

Die römische Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit [32] (Plan Nr. 14) sitzt mit einem Taubenpaar auf einer Wolke (Kopie).

Allegorie der Malerei

Zwei Putten (Plan Nr. 15), von denen einer eine Tafel hält und der andere darauf zeichnet im nordwestlichen Heckenkabinett.

Merkur

Der Götterbote und Gott der Händler und Diebe (Plan Nr. 16) [33] mit Flügelhelm und Stab (Kopie).

Allegorien des Frühlings und des Sommers

Auf der linken, nordwestlichen Seite der Einmündung der durch die Seenregion verlaufenden Längsachse steht die mit Blumen geschmückte Göttin Flora [34] (Plan Nr. 17) als Personifikation des Frühlings, charakterisiert als Gärtnerin des Rokoko. Ihre Begleiterin hält das Hauptattribut dieser Allegorie, einen Korb mit Blumen und Vögeln. Zu Füßen der Flora ein Bienenkorb, das zweite Attribut der Blumengöttin.

Rechts neben der Einmündung der Längsachse die Ceres, die römische Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit und der Ehe, [35] (Plan Nr. 18) mit Ähren im Haar. Zu ihren Füßen ein Bauernmädchen, eine Garbe bindend, und zwei Kürbisse als zweites Attribut.

Bei beiden Gruppenkompositionen handelt es sich um Kopien.

Juno

Juno (Plan Nr. 19), die Königin der olympischen Göttinnen [36] mit ihrem Attribut, dem Pfau zu ihren Füßen (Kopie).

Allegorie der Bildhauerei

Zwei Putten im nordöstlichen Heckenkabinett (Plan Nr. 20), deren Attribute auf die Verschiedenheit der Bildhauerei hinweisen: der Torso links auf die figurale Skulptur, der Kopf auf die Porträtplastik und die Medaille auf die Kleinkunst. Den Hintergrund bildet eine architektonische Staffage. [37]

Jupiter

Göttervater Jupiter [38] (Plan Nr. 21) mit seinen Attributen: ein Bündel von Blitzen in der Hand und der ihn begleitende Adler als Zeichen der Macht.

Mars

Der Kriegsgott Mars [39] (Plan Nr. 22) ist neben Jupiter der wichtigste römische Gott. Die Skulptur trägt eine Rüstung und hält in der rechten Hand ein Schwert. Am Sockel befinden sich Geschützrohr und Kugeln.

Allegorie der Astronomie

Zwei Putten mit Buch und Himmelsglobus repräsentieren im südöstlichen Heckenkabinett (Plan Nr. 23) die Allegorie der Astronomie. Über der Staffage im Hintergrund erscheinen Mond und Sterne.

Vulkan

Vulkan [40] (Plan Nr. 24), der Gott des Feuers, der Schmiede und aller Metallhandwerker, die auf die Kraft des Feuers angewiesen sind, mit Harnisch und Amboss.

Allegorien des Herbstes und Winters

Auf der linken Seite der Einmündung der durch die Seenregion verlaufenden Längsachse steht die Gruppenkomposition der Allegorie des Herbstes (Plan Nr. 25) mit Pomona, der Göttin der Baumfrüchte. Sie ist bekränzt mit Weinranken. Ein bocksfüßiger Faun reicht ihr einen Korb mit Trauben. Zwischen den beiden Figuren ein Trauben fressender Widder, das Tier des Bacchus.

Auf der rechten Seite der Einmündung (Plan Nr. 26) wärmt sich ein dem Gott Saturn verwandter Alter mit Pelzkapuze am Feuer. Neben ihn sitzt ein Jägerknabe auf dem Kopf eines Wildschweins und hat einen erlegten Hasen in den Händen.

Auch bei diesen beiden Gruppenkompositionen handelt es sich, ebenso wie schon bei den Allegorie des Frühlings und Sommers, um Kopien.

Neptun

Der Gott des Meeres Neptun [41] mit einem Delphin zu seinen Füßen (Plan Nr. 27) hatte ursprünglich einen Dreizack in der rechten Hand (Kopie).

Allegorie der Baukunst

Die Allegorie der Baukunst (Plan Nr. 28) im südwestlichen Heckenkabinett ist mit zwei Putten mit Kapitell, Winkel und Zirkel dargestellt. Auf dem Plan ist „Baukunst“ zu lesen.

Saturn

Saturn (Plan Nr. 29), der Urgott von Zeit und Vergänglichkeit mit Sense, verschlingt seinen Sohn (Kopie). [42]

Musenberg Parnass mit Pegasus[Bearbeiten]

Den Grundriss des Musenberg Parnass (Plan Nr. 13), dessen architektonischer Aufbau fast vollständig mit Skulpturen bedeckt ist, ist kreuzförmig: Die zungenartig ausgreifenden Eckverstärkungen sind diagonal um einen annähernd rechteckigen Mittelteil angelegt. Der Aufriss des Mittelteils gliedert sich in zwei Geschosse. Direkt über der Wasseroberfläche befindet sich ein rustikagegliedertes schmales Tor, dem eine männliche Maske als Sturz dient. Über dieser Maske steht auf der östlichen Seite der Sonnengott Apoll, auf der westlichen Seite eine der Musen. Auf der Nord- und Südseite entfallen die Masken, die Tore sind etwas niedriger und von je einem kopfüber angeordneten Delphin bekrönt, der aus seinem Maul eine Strahl in den See entsendet.

Über dem Untergeschoss bauen sich Felsformationen auf, die teilweise mit imitiertem Schilfbesatz verziert sind. Vom naturalistisch gestalteten oberen Abschluss des Musenberges hängt eine Vielzahl von Stalaktiten von einer Kuppe herab. Darüber steht Pegasus [43], in der griechischen Mythologie ein geflügeltes Pferd, dem ein weiterer kleiner imitierter Fels als Stütze dient.

Der obere Abschluss der Eckverstärkungen, die bis zur Höhe der Tore reichen, besteht ebenfalls aus Stalaktiten, auf denen Kürbisse liegen. An den Stirnseiten der volutenartig [44] gebildeten Enden der Eckverstärkungen, die weit in den See hinausragen, befinden sich Masken, an den Flanken je ein ebenfalls rustikagegliederter Blendbogen, auf dem je zwei Musen so angeordnet sind, dass die eine steht und die andere sitzt.

Apoll und der Chor der neun Musen sind in ihrer Anordnung auf dem Parnass hierarchisch gestaffelt: Der Gott, dessen Brust mit dem Sonnensymbol geziert ist, steht erhöht über dem östlichen Torsturz und ist, bis auf eine über dem rechten Arm geworfene und um Hüfte und Rücken flatternde Draperie, nackt. In den Händen hält er ein lautenähnliches Saiteninstrument. Die dem Sonnengott Apoll entsprechende Position auf der Westseite des Parnass nimmt Kalliope [45], die Muse der epischen Dichtung, ein.

Die acht übrigen Musen, deren jeweilige Benennung bis auf wenige Ausnahmen nicht exakt ermittelt werden konnte, sind auf die niedrigeren Eckverstärkungen verteilt. Auf dem nordöstlichen Sporn sind Terpsichore [46], die Muse der Tanzkunst, das Becken schlagend, und sitzend Polyhymna [47], die Muse des ernsten, instrumental begleitenden Gesangs, mit der Gambe in den Händen, dargestellt. Der nordwestliche Sporn wird eingenommen von der stehenden Urania [48], der Muse der Astronomie, und der sitzenden Klio [49], der Muse der Heldendichtung und Geschichtsschreibung, die eine Tafel in den Händen hält, auf der das Jahr der Fertigstellung des Parnass 1766 eingetragen ist. Die Musen des südwestlichen Sporns sind Erato [50], die Muse der Liebesdichtung der Lyrik, des Gesanges und des Tanzes. Sie spielt ein lautenähnliches Instrument. Neben ihr stehend mit einem Triangel Thalia [51], die Muse der komischen Dichtung und der Unterhaltung. Auf dem südöstlichen Sporn sitzt mit einem Buch als Attribut Melpomene [52], die Muse der tragischen Dichtung und des Trauergesangs. Stehend neben ihr Euterpe [53] als Vertreterin der Tonkunst und der lyrischen Poesie mit einer Flöte in der Hand.

Über die Art der Fassung des Musenbergs ist nur wenig gesichert; sicher ist nur, dass der bekrönende Pegasus vergoldet war. Wenn die Wasserspiele in Bewegung waren, erklang einst ein Glockenspiel in seinem Inneren.

Originalfiguren des Hofgartens[Bearbeiten]

Alle Originalfiguren der Kopien des Hofgartens befinden sich im Gartensaal des Mainfränkischen Museums auf der Festung Marienberg.

Denkmal für Ferdinand Tietz[Bearbeiten]

An der Außenseite der nördlichen Mauer des Hofgartens wurde von der Sudetendeutschen Landsmannschaft Veitshöchheim zum zwanzigjährigen Bestehen der Ortsgruppe 1962 - 1982 ein Denkmal für Ferdinand Tietz errichtet. Die Inschrift lautet: „Adam Ferdinand Tietz Bildhauer, geboren 1708 zu Holtschitz in Böhmen ** Gestorben 1777 zu Memmelsdorf. Dem genialen Heimatsohne, Schöpfer der Skulpturen des Hofgartens. ** Die Sudetendeutsche Landsmannschaft Veitshöchheim zum zwanzigjährigen Bestehen d. Ortsgruppe 1962 - 1982“

Geschichte[Bearbeiten]

Zwischen dem Grundstückskauf und 1780 lassen sich grob drei Bauphasen unterscheiden, die sich vor allem am Ausbau des zunächst pavillonartigen „Schlösschens“ orientieren. Die erste endet 1681 mit einer Erweiterung des Grundbesitzes nach Süden.

Die zweite Bauphase wird im Wesentlichen von der Schaffung der Wasseranlagen markiert. Und in der Dritten wird das Figurenprogramm abgeschlossen.

1. Bauphase[Bearbeiten]

  • 1619: Zwei Schlösschen - das sogenannte Echter-Schlösschen und das Reinstein'sche Wasserschlösschen - mit Grund für Jagdausflüge aus dem Besitz der Familie Echter von Mespelbrunn werden an das Hochstift Würzburg verkauft.
  • 1617-1622: Johann Gottfried von Aschhausen ist Fürstbischof (der Nachfolger von Julius Echter).
  • 1675-1683: Peter Philipp von Dernbach ist Fürstbischof.
  • 1680-1682: Bau des Sommerhauses, dem Kern des noch heutige bestehenden Schlosses. Es wird in der Folge für Kurzaufenthalte und Ausflüge genutzt – nicht als Sommerresidenz.
  • 1681: Erweiterung des Grundbesitzes nach Süden. Seitlich des Schlosses wird ein Baumgarten angelegt, um darin Fasane und Wild für die Jagd zu halten.

2. Bauphase[Bearbeiten]

3. Bauphase[Bearbeiten]

Perspektivischer Gartenplan von Johann Anton Oth um 1779
  • 1749-1754: Carl Philipp von Greiffenclau ist Fürstbischof.
  • 1749: Errichtung eines Küchen- und Nebengebäudes an der Stelle des ehemaligen Reinstein'schen Wasserschlösschens.
  • 1749-1753: Erweiterung des Sommerhauses zu einem Schloss durch zwei Seitenpavillons und den Einbau eines neuen Treppenhauses durch Balthasar Neumann. Ausstuckierung der Räume durch Antonio Bossi.
  • 1751: Das eingeschossige Wachthaus zwischen Ökonomiehof und Hofgarten sowie das Treibhaus an der nördlichen Hofgartenmauer werden errichtet.
  • 1752: Auftrag an Johann Georg Wolfgang van der Auwera zur Fertigung eines Figurenzyklus für das Schlossparterre und Entwurf Balthasar Neumanns für eine große Fontäne im Zentrum des Boskettgartens.
  • 1755-1779: Adam Friedrich von Seinsheim ist Fürstbischof.
  • 1756-1763: Während des Siebenjährigen Krieges ruhen sämtliche Arbeiten.
  • 1763: Beschluss Seinsheims zur Neugestaltung des Gartens.
  • 1765: Die beiden runden Treillagepavillons in der Laubengangzone werden errichtet.
  • 1765-1768: Plastische Ausgestaltung des Boskettgartens und seiner Randalleen durch den Hofbildhauer Ferdinand Tietz. [54]
  • 1766: Vollendung des Musenberges Parnass mit dem Pegasus im „Großen See“ durch Ferdinand Tietz.
  • 1767: Die beiden „chinesischen“ Pavillons werden in der Irrgartenzone aufgestellt.
  • 1771: Beschluss von Bischof Seinsheim zur Ausgestaltung der östlichen Randzone. Bau des Lindensaalpavillons.
  • 1771-1776: Gestaltung der „Östlichen Dreieckszone“.
  • 1771-1774: Bau von Kaskade und Grottenhaus (Belvedère).
  • 1772 - ca. 1780: Plastische Ausgestaltung der östlichen Randzone durch den würzburgischen Hofbildhauer Johann Peter Wagner.
  • 1774: Das südliche Gittertor (Kaisertor) wird von Johann Anton Oegg angefertigt.
  • 1775-1776: Aufstellung der sogenannten Kindergruppen von Johann Peter Wagner auf der Schlossterrasse.
  • 1779-1795: Franz Ludwig von Erthal ist Fürstbischof. Er schränkt die intensiven Pflege- und Unterhaltsarbeiten stark ein.

Zeit nach der Säkularisation[Bearbeiten]

  • 1803: Aufhebung des Hochstiftes (Säkularisation). Verpachtung des Gartens.
  • 1806-1814: Der Park in Veitshöchheim wird Sommerresidenz des Großherzogs Ferdinand von Toskana.
  • 1807-1808: Neumöblierung der nach ihm benannten „Toskana-Zimmer“ im Stil der Renaissance.
  • 1810: Der Küchen-, Karpfen- und der Hechtsee (Trapezsee) werden verfüllt.
  • 1814: Eingliederung des Würzburger Gebiets in das Königreich Bayern; Veitshöchheim wird Sommerresidenz des Kronprinzen Ludwig. Er verhindert die geplante Einbahntrasse für den Bau Ludwigs-West-Bahn direkt durch die Mittelachse des Hofgartens und verfügte, dass die Trasse außerhalb des Gartens zu errichten ist, wohin sie auch unter König Maximilian II. gelegt wird.
  • 1993 - 1997: Neubepflanzung der Fichtenallee. Zu Beginn der 1990er Jahre sind über 90 Prozent der alten Fichten geschädigt. Da die Sicherheit der Besucher nicht länger gewährleistet ist, werden die alten Alleebäume gerodet und die Allee innerhalb von vier Jahren komplett neu gepflanzt.
  • 1997 - 1998: Teilrekonstruktion des Küchengartens um den Besuchern zu zeigen, dass der historische Hofgarten nicht nur aus ziergärtnerischen Elementen bestand, sondern immer auch große Bedeutung für die Versorgung des herrschaftlichen Hofes mit Gemüse und Kräutern hatte.
  • 20012005: Grundlegende Restaurierung der Schlossräume und aller Ausstattungsstücke.
  • 2003 - 2005: Rekonstruktion des Schlossparterres

Führungen[Bearbeiten]

  • Reservierung von Führungen durch den Garten bei:
Touristik GmbH im Würzburger Land
Mainlände 1 (in den Mainfrankensälen)
97209 Veitshöchheim
Telefon: 0931 780900-25 oder -26
Telefax: 0931 780900-27
E-Mail: info@wuerzburgerland.de
Internet: www.wuerzburgerland.de
  • Die Ausstellung zur Geschichte des Hofgartens im Erdgeschoss des Schlosses kann kostenlos ohne Führung besichtigt werden.
    Öffnungszeiten: April bis 15. Oktober: 9.00 - 18.00 Uhr. Montags geschlossen. 16. Oktober bis März geschlossen.

Audioguide[Bearbeiten]

Es gibt seit 2008 die Möglichkeit, sich per Audioguide durch den Hofgarten führen zu lassen (Erklärungen an ca. 20 Positionen; englisch und deutsch). Der Audioguide ist eine Art elektronischer Kassettenrekorder oder Handy mit Touchscreen zur Steuerung der Audiowiedergabe.

Die Sprecher informieren die Besucher so bei ihrem Spaziergang durch den Park. Die Beiträge erklären die Geschichte und Gestaltung des Hofgartens und geben, wenn gewünscht, generelle Erläuterungen zur Gartenkunst des Rokoko. Die Reihenfolge der Beiträge ist frei wählbar oder auch zu überspringen. Die Auswahl der Erklärungen löst den Konflikt zwischen Information und freier Beobachtung recht gut. Wer mehr wissen möchte, kann auf die Literatur oder leibhaftige Führer zurückgreifen. Die Geräte werden im Schloss ausgeliehen (Personalausweis als Pfand erforderlich).

Öffnungszeiten und Eintritt[Bearbeiten]

  • täglich bis Einbruch der Dunkelheit, d.h. im Sommer bis 20.00 Uhr
  • Der Eintritt in den Park und in die Gartenausstellung ist frei.

Panorama[Bearbeiten]

Der große See mit Schloss im Hintergrund

Siehe auch[Bearbeiten]

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe[Bearbeiten]

In der Nähe liegen

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Bayerische Schlösserverwaltung (Hrsg.): Veitshöchheim - Schloss und Garten. Amtlicher Führer. Bearbeitet von Walter Trunk und Burkard von Roda. München 2001, ISBN 3-932982-39-8
  • Bayerische Schlösserverwaltung (Hrsg.): „Es kommen immer Leit aus Würzburg und Frembde hierher ...“ Zur Geschichte des Rokokogartens Veitshöchheim. Begleitheft zur Ausstellung. Bearbeitet von Jost Albert und Gabriele Ehberger. München 2006, ISBN 3-932982-72-X
  • Bernd Wolfgang Lindemann: Ferdinand Tietz 1708 - 1777 - Studien zu Werk, Stil und Ikonographie. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 1989, ISBN 3 87 437 228 6
(vgl. insbesondere Kapitel 7 „Die Ausstattung des Veitshöchheimer Parks“, S. 245 ff.)
  • Peter Stephan: Im Glanz der Majestät des Reiches. Die Reichsidee der Schönborn und die politische Ikonologie des Barock. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 2003, ISBN 978-3-87437-404-0
(vgl. insbesondere Bd. I, Kapitel C 6.2 „Der Würzburgische Hofgarten zu Veitshöchheim“, S. 236-253)

Weblinks[Bearbeiten]

Hinweise und Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zur äthiopischen Königstochter Andromeda bei Wikipedia [1]
  2. Das Hifthorn ist ein kleines seit dem Mittelalter bekanntes Signalhorn. Der Name leitet sich von ahd. hiofan, „wehklagen“ ab.
  3. Nähere Informationen zur Göttin des Acker- und Weinbaus Ceres bei Wikipedia [2]
  4. Die Najaden (von gr. Νᾱϊάδες, Einzahl Naïás, die; von νάειν „fließen“ bzw. νᾶμα „Flüssigkeit“) sind der griechischen Mythologie nach Nymphen, die über Quellen, Bäche, Flüsse, Sümpfe, Teiche und Seen wachen. Sie waren entweder Töchter des Zeus oder des Okeanos. Trocknete das Gewässer einer Najade aus, so musste sie sterben.
  5. Nähere Informationen über den Zeitgott Amor bei Wikipedia [3]
  6. Nähere Informationen über die Nymphe Daphne bei Wikipedia [4]
  7. Nähere Informationen über Apoll bei Wikipedia [5]
  8. Nähere Informationen über Bacchus bei Wikipedia [6]
  9. Nähere Informationen über Venus bei Wikipedia [7]
  10. Nähere Informationen zum Prozenium bei Wikipedia [8]
  11. 11,0 11,1 Der Fuchs und der Storch:
    Ein Fuchs hatte einen Storch zu Gaste gebeten, und setzte die leckersten Speisen vor, aber nur auf ganz flachen Schüsseln, aus denen der Storch mit seinem langen Schnabel nichts fressen konnte. Gierig fraß der Fuchs alles allein, obgleich er den Storch unaufhörlich bat, es sieh doch schmecken zu lassen.
    Der Storch fand sich betrogen, blieb aber heiter, lobte außerordentlich die Bewirtung und bat seinen Freund auf den andern Tag zu Gaste. Der Fuchs mochte wohl ahnen, dass der Storch sich rächen wollte, und wies die Einladung ab. Der Storch ließ aber nicht nach, ihn zu bitten, und der Fuchs willigte endlich ein.
    Als er nun anderen Tages zum Storche kam, fand er alle möglichen Leckerbissen aufgetischt, aber nur in langhalsigen Geschirren. „Folge meinem Beispiele“, rief ihm der Storch zu, „tue, als wenn du zu Hause wärest.“ Und er schlürfte mit seinem Schnabel ebenfalls alles allein, während der Fuchs zu seinem größten Ärger nur das Äußere der Geschirre belecken konnte und nur das Riechen hatte.
    Hungrig stand er vom Tische auf und gestand zu, dass ihn der Storch für seinen Mutwillen hinlänglich gestraft habe.
    Was du nicht willst, dass man dir tu', Das füg' auch keinem anderen zu.
  12. Nähere Informationen zu den Äsop'schen Fabeln bei Wikipedia [9]
  13. Der Affe als Richter zwischen Wolf und Fuchs:
    Einst klagt' ein Wolf, man habe ihn beraubt,
    und Nachbars Fuchs, bekannt für schlechten Lebenswandel,
    klagt er des Diebstahls an, an den er selbst nicht glaubt.
    Es führten vor des Affen Richterhaupt
    in eigener Person die zwei Parteien den Handel.
    Seit Paviansgedenken saß man nicht
    in so verzwicktem Falle zu Gericht.

    Der arme Richter schwitzt auf seinem Stuhle;
    doch durch ihr Schreien hin und her
    mit Schwur und Gegenschwur sah er,
    dass alle beide war'n aus übler Schule.
    Er sprach: „Ich kenn' euch zwei viel besser, als ihr glaubt,
    und straf' euch beide unverhohlen;
    du jammerst, Wolf, obgleich dir niemand was geraubt,
    du aber, Fuchs, du hast trotz alledem gestohlen.“

    Der Richter meint', dass der kein falsches Urteil spricht,
    der aufs Geratewohl verdammt den Bösewicht.
  14. Der Wolf und der Kranich:
    Ein Wolf hatte ein Schaf erbeutet. Er verschlang es so gierig, dass ihm ein kleiner Knochen hinten im Rachen stecken blieb. Aus lauter Not setzte der Wolf eine Belohnung aus, wenn jemand ihm helfen könnte. Das hörte der Kranich und kam herbei. Mit seinem spitzen Schnabel gelang es ihm, den Knochen herauszuziehen, und er verlangte den versprochenen Lohn „Was?“, knurrte der Wolf zornig. „Du Unverschämter! Ist es dir nicht Belohnung genug, dass du deinen Kopf heil aus meinem Wolfsrachen bekommen hast? Geh heim und sei dankbar, dass ich dich leben lasse.“
  15. Nähere Informationen über Jupiter bei Wikipedia [10]
  16. Rocaille ist das kunstwissenschaftliche Fachwort für muschelförmige Ornamente. Häufig sind Verbindungen mit Blatt- und Rankendekorationen. Nähere Informationen zu Rocaille bei Wikipedia [11]
  17. Nähere Informationen über Orpheus bei Wikipedia [12]
  18. Minerva (etruskisch: menvra) ist eine römische Göttin, die insbesondere von den Sabinern, Etruskern und Latinern verehrt wurde. Im Römischen Reich wurde Minerva als Beschützerin der Handwerker und des Gewerbes betrachtet. Nähere Informationen über Minerva bei Wikipedia [13]
  19. Nähere Informationen über Herkules bei Wikipedia [14]
  20. Treillage (franz.) ist ein bewachsener Laubengang, der oft von Pavillons unterbrochen wird und bei dem Holzgitterwerk, Latten, Draht usw. eine Stützfunktion besitzen.
  21. Nähere Informationen zu Ovids Metamorphosen bei Wikipedia [15]
  22. Herme (griechisch ἑρμῆς hermes) bezeichnet in der antiken Kunst einen Pfeilerschaft mit aufgesetztem Kopf und Schultern. Nähere Informationen über Hermen bei Wikipedia [16]
  23. Nähere Informationen zum Musikinstrument „Polnischer Bock“ bei Wikipedia [17]
  24. Krummer Zink: Cornetto curvo, eine gekrümmte (Griff-)Trompete. Nähere Informationen zum Musikinstrument „Zink“ bei Wikipedia [18]
  25. Nähere Information zum Cybele- und Attiskult bei Wikipedia [19]
  26. Der Phönix (altgriechisch Φοίνιξ, Phoínix, von altägyptisch Benu: „Der Wiedergeborene/Der neugeborene Sohn“; lateinisch Phoenix) ist ein mythischer Vogel, der am Ende seines Lebenszyklus verbrennt oder stirbt, um aus dem verwesenden Leib oder aus seiner Asche wieder neu zu erstehen. Nähere Informationen zum Phönix bei Wikipedia [20]
  27. Nähere Informatonen über Diana bei Wikipedia [21]
  28. Nähere Informationen über Neptun bei Wikipedia [22]
  29. Main-Post: „Gravierende Schäden an historischem Kanal“ (10. September 2014)
  30. Nähere Informationen über den römischen Dichter Ovid bei Wikipedia [23]
  31. Nähere Informationen über die Sintflutsage bei Wikipedia [24]
  32. Nähere Informationen über die Venus bei Wikipedia [25]
  33. Nähere Informationen über Merkus bei Wikipedia [26]
  34. Nähere Informationen über die Göttin der Blüte Flora bei Wikipedia [27]
  35. Nähere Informationen über Ceres bei Wikipedia [28]
  36. Nähere Informationen über Juno bei Wikipedia [29]
  37. Als Staffage (mit französierender Endung zu staffieren, „ausrüsten“, (mit Kleidung) „ausstatten“, „schmücken“ gebildet) wird allgemein Beiwerk oder Nebensächliches bezeichnet.
  38. Nähere Informationen zum Göttervater Jupiter bei Wikipedia [30]
  39. Nähere Informationen zum Kriegsgott Mars bei Wikipedia [31]
  40. Nähere Informationen zum Gott Vulkan bei Wikipedia [32]
  41. Nähere Informationen über den Meeresgott Neptun bei Wikipedia [33]
  42. Saturn kommt zu großer Macht, nachdem er seinen Vater überwältigt und kastriert hat. Eine Prophezeiung jedoch sagt voraus, dass er durch die Hand seines eigenen Sohnes entmachtet werden wird. Deshalb fraß Saturn alle seine Kinder, bis auf sein sechstes Kind Jupiter, den Saturns Gattin Ops auf der Insel Kreta versteckt hielt und die ihrem Gatten an seiner Stelle einen in Kleider gehüllten Stein anbot.
  43. Nähere Informationen über Pegasus bei Wikipedia [34]
  44. Volute (lat. volutum „das Gerollte“) ist ein aus dem Französischen abgeleiteter Ausdruck für eine Schneckenform (Spirale) in der künstlerischen Ornamentik, besonders in der Architektur. Siehe auch Wikipedia [35]
  45. Nähere Informationen über Kalliope bei Wikipedia [36]
  46. Nähere Informationen über Terpsichore bei Wikipedia [37]
  47. Nähere Informationen über Polyhymna bei Wikipedia [38]
  48. Nähere Informationen über Urania bei Wikipedia [39]
  49. Nähere Informationen über Klio bei Wikipedia [40]
  50. Nähere Informationen über Erato bei Wikipedia [41]
  51. Nähere Informationen über Thalia bei Wikipedia [42]
  52. Nähere Informationen über Melpomene bei Wikipedia [43]
  53. Nähere Informationen über Euterpe bei Wikipedia [44]
  54. 1765 holte Adam Friedrich von Seinsheim, der Fürstbischof von Würzburg und Bamberg war, den Bamberger Meister Ferdinand Tietz zur Ausarbeitung des Figurenschmucks für den Hofgarten des Schlosses Veitshöchheim nach Würzburg. Die Antwort auf die Frage, warum Ferdinand Tietz vor der gesamten Würzburger Konkurrenz für diese Arbeiten bevorzugt wurde, findet sich in den Briefen des Fürstbischofs. Es war das schnelle Arbeiten der Tietz'schen Bildhauerwerkstatt, die für den Auftraggeber das Ende der umfangreichen Arbeiten überschaubar machten. Der Veitshöchheimer Figuren-Zyklus wurde von Tietz bis 1768 fertiggestellt. Zusätzlich zu seinem Bamberger Titel wurde der Bildhauer am 27. Februar 1767 zum Würzburger Hofbildhauer ernannt.

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