Staufer

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Wappen von Hohenstaufen

Unter Staufer versteht man ein ostfränkisches Adelsgeschlecht im römisch-deutschen Reich des 12. bis 13. Jahrhunderts. Später waren sie phasenweise Herzöge von Lothringen und Franken. Von 1137 bis 1250 kamen aus diesem Geschlecht die römisch-deutschen Kaiser.

Geschichte[Bearbeiten]

Stammvater der Staufer war Friedrich Graf von Büren, der das Wäscherschloss errichtete, das als Wiege der Staufer gilt. Wohlstand und politischen Aufstieg verdankten sie ihren Frauen. Friedrich war mit einer reichen Grafentochter Hildegard von Egisheim aus dem Elsass verheiratet, die so viel Geld mit in die Ehe braachte, dass der Bau einer Burg aus Stein möglich wurde. Ihrem gleichnamigen Sohn Friedrich gelang der eigentliche Aufstieg. Er war ein treuer Gefolgsmann des Kaisers Heinrich IV. und begleitete ihn 1077 auf seinem Gang nach Canossa. Friedrich war einer der wenigen, die ausharrten, als der Kaiser vor dem Papst Abbitte leisten musste und von seinem Kirchenbann freigesprochen wurde. Als Dank für seine Treue erhielt Friedrich die Kaisertochter Agnes zur Frau und wurde in den Rang eines Herzogs erhoben. Der neue Gefolgsmann des Kaisers benötigte schließlich einen neuen repräsentativen Rahmen und das Wäscherschloss war zu eng geworden. Auf dem nahegelegenen Berg baute er Burg Hohenstaufen, die dem Geschlecht seinen Namen gab.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Staufische Könige[Bearbeiten]

  • Konrad III., König im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen
  • Friedrich I., Kaiser im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen
  • Heinrich VI., Kaiser im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen
  • Friedrich II., Kaiser im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen
  • Konrad IV., Kaiser im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen
  • Alfons X. von Kastilien, Gegenkönig im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen
  • Heinrich (VII.), Mitkönig im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen

Sonstige Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ende der Staufer[Bearbeiten]

Der Tod von Friedrich II. war der Anfang vom Ende der Staufer. Die Macht seines Sohnes Konrad VI. war eingeschränkt. Der Papst hatte ihn exkommuniziert und im Deutschen Reich hatten die Fürsten bereits einen Gegenkönig gewählt. Nach nur vier Jahren als König starb er in einem Heerlager an Malaria. 18 Jahre nach dem Tod Friedrichs II. wurde auch sein Enkel Konradin, der letzte männliche Staufer, hingerichtet.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach dem Adelsgeschlecht ist die Stauferstraße im Stadtbezirk Lengfeld benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]