Seligenstadt

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Seligenstadt
Ortstyp Weiler
Gemeinde Prosselsheim
Verwaltungsgemeinschaft Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Bahnhof Seligenstadt (2013)

Seligenstadt ist ein Ortsteil der Gemeinde Prosselsheim im Landkreis Würzburg im Regierungsbezirk Unterfranken im Freistaat Bayern.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Gut Seligenstadt liegt auf der fruchtbaren Gäuhochfläche (270 m ü. NN) des Maindreiecks vor der Mainschleife bei Volkach direkt an der Bahnlinie Würzburg-Bamberg.

Gemeindeteile[Bearbeiten]

Seligenstadt besteht aus den Gemeindeteilen Gut Seligenstadt, Bahnhof Seligenstadt und Siedlung.

Gemeindeteil Siedlung

Die kleine Wohnsiedlung erwuchs aus einem Barackenllager des 1935 entstandenen Fliegerhorstes der Deutschen Luftwaffe mit Treibstoff- und Munitionslager, der um 1942 in ein Feldmunitionslager umgewandelt wurde. Nach dem Krieg wurde das unzerstörte Barackenlager des Flugplatzes als Lager für Litauer genutzt. Vom 28. Juni 1945 bis zum 20. Juni 1949 waren in dem DP Camp UF 302 Seligenstadt etwa 1.400 verschleppte Litauer untergebracht, sogenannte „Displaced Persons“. Mit dem Abzug der Litauer 1949 und der Auflösung des DP-Lagers blieben die Baracken nicht lange leer stehen: Im selben Jahr fanden dort Heimatvertriebene aus den deutschen Ostgebieten und Flüchtlinge aus der sowjetischen Besatzungszone eine neue Heimat. Das Lager wurde als Regierungs-Wohnlager Seligenstadt bezeichnet. In den 1950er Jahren wurden die Baracken abgerissen - die heutige Siedlung entstand.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Katholische Gutskapelle im Gut Seligenstadt

Aufgrund der Zugehörigkeit zum Juliusspital Würzburg existiert eine katholische Hofkirche innerhalb des Gutshofes.

Geschichte[Bearbeiten]

Seligenstadt wird 918 erstmals urkundlich erwähnt und gehört seit mehreren Jahrhunderten zu Prosselsheim. Das heute größte landwirtschaftliche Gut Bayerns mit ca. 600 ha wird vom Juliusspital in Würzburg in Eigenregie betrieben. 1499 standen in Seligenstadt 21 zerstörte Höfe. Viel Feldbesitz lag unbebaut, die Seligenstädter wohnten in den umliegenden Orten. 1582-1583 ließ Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn den Feldbesitz aufkaufen und große Pachthöfe daraus bilden.

Sehenswertes[Bearbeiten]

► Siehe Baudenkmäler in Seligenstadt

Vereine[Bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Abzweigend von der Staatsstraße 2260 (Kürnach-Volkach) die Kreisstraße WÜ 5 in Richtung Euerfeld/Landkreis Kitzingen.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Seligenstadt/Bahnhof
Eisenbahn.png Nächste Bahnstation: Seligenstadt


Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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