Konrad Wilhelm von Wernau

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Konrad Wilhelm von Wernau, Bischof von Würzburg
Wappen von Konrad Wilhelm von Wernau im Portalgebälk von St. Johannes in Stift Haug

Konrad Wilhelm von Wernau (* 7. August 1638 in Dettingen bei Horb/Neckar, † 5. September 1684) wurde 1683 zum 69. Bischof von Würzburg gewählt.

Familiäre Zusammenhänge

Konrad Wilhelm entstammte einer oberschwäbischen Adelsfamilie. Sein Vater war Maximilian Gottfried von Wernau, der 1680 verstarb, seine Schwester Norbertina Barbara von Wernau war Priorin der Prämonstratenserinnen im Kloster Unterzell. Mit Konrads Tod starb die Linie Unterboihingen im Mannesstamm aus.

Leben und Wirken

Seine schulische Ausbildung erhielt er bei den Jesuiten in Würzburg. Ab März 1654 studierte er an der Universität Würzburg und zwischen 1656 und 1658 Jura in Frankreich. Bildungsreisen unternahm er durch Italien, Frankreich und Spanien zwischen 1661 und 1662. 1672 wurde er Mitglied im Würzburger Domkapitel und erhielt die Diakonatsweihe. Als Domherr war er bereits unter seinen beiden Amtsvorgängern mit außergewöhnlichen Aufgaben betraut gewesen, so verhandelte er unter Johann Hartmann von Rosenbach mit dem französischen Marschall Henri de Turenne wegen der Blockade Ochsenfurts und wurde unter Peter Philipp von Dernbach Sondergesandter am Hof in Wien. Konrad Wilhelm wurde am 20. Dezember 1682 in Würzburg zum Priester geweiht und noch im gleichen Jahr Domdechant in Bamberg und Domkantor in Würzburg.

Bischof von Würzburg

Seine Wahl zum Fürstbischof wurde durch Papst Innozenz IX. am 31. Mai 1683 bestätigt. Auf sein Betreiben hin wurde auf dem Nikolausberg ein erster Kapellenbau für das Gnadenbild begonnen. Er starb bereits nach 16-monatiger Amtszeit an einer Lungenentzündung.

Letzte Ruhestätte

Bischof Konrad Wilhelm wurde im Kiliansdom nahe des von seinem Onkel Veit Gottfried von Wernau gestifteten Altares beigesetzt. Ein Bischofsgrabmal existiert nicht.

Siehe auch

Literatur

Folgeleiste

Vorgänger Amt Nachfolger
Peter Philipp von Dernbach Bischof
1683 - 1684
Johann Gottfried von Guttenberg