Kapuzinerkloster St. Kilian und St. Franziskus

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Das Kapuzinerkloster St. Kilian und St. Franziskus war die erste Kapuzinergemeinschaft auf unterfränkischem Boden.

Kapuzinerorden[Bearbeiten]

Die Kapuziner, eigentlich Orden der Minderen Brüder Kapuziner, lateinisch Ordo Fratrum Minorum Capucinorum (Ordenskürzel: OFMCap), sind ein franziskanischer Bettelorden, deren Name sich von der Kapuze des Franziskanerhabits ableitet. Die Kapuziner bilden heute – neben den Franziskanern (OFM) und den Minoriten (OFMConv) – einen der drei Zweige des ersten Ordens des Hl. Franziskus.

Die Anfänge der Kapuziner in Würzburg[Bearbeiten]

Nachdem Papst Gregor XIII. dem Kapuzinerorden 1574 erlaubt hatte, sich über die Alpen auszubreiten, kamen die Mönche sehr schnell auch nach Bayern. Im heutigen Bistum Würzburg gründeten sie im 17. und 18. Jahrhundert fünf weitere Klöster. 1711 trennte sich die Fränkische von der Bayerischen Kapuzinerprovinz.

Die Kapuziner kamen 1615 nach Würzburg, nachdem sie von Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn gerufen worden waren. Er ließ ihnen 1616 im sogenannten Neudorf auf von ihm erworbenen Grund und Boden ein Kloster errichten. Unter seinem Amtsnachfolger Johann Gottfried von Aschhausen wurden Kloster und Kirche am 8. Oktober 1617 durch den damals in Würzburg weilenden päpstlichen Nuntius zu Ehren des fränkischen Missionars Kilian und des Urvaters des Ordens, des Hl. Franz von Assisi, eingeweiht.

Wirken in Würzburg[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu den Mitbrüdern im Kapuzinerkloster Würzburg auf dem Käppele, die mit der Wallfahrtsseelsorge betraut waren, beschränkten die Kapuziner in der Stadtmitte ihre Aktivitäten auf die Ursprünge als franziskanischer Bettelorden.

Ende des Klosters[Bearbeiten]

Das Kloster erhielt sich bis nach der Säkularisation 1803, bei der es aufgehoben wurde. Das Klosterareal wurde in sechs Teile zerstückelt und an Privatpersonen verkauft. Die Klosterkirche diente der Firma A. L. Geys (Kapuzinergasse 15) [1] als Mälzerei. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die noch deutlich erkennbare Klosterkirchenruine nicht erhalten und 1962 die Fassade der profanierten Kirche abgebrochen.

Heutige Zeugnisse[Bearbeiten]

Historisch befand sich ein Kapuzinerkloster an der heutigen Kapuzinerstraße, etwa gegenüber der Rotkreuzklinik.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Telephon-Anlage Würzburg: Verzeichniss der Sprechstellen, Nr. 1 - abgeschlossen am 30. September 1887, Königl. Universitätsdruckerei von H. Stürtz, Würzburg 1887, S. 14 und 30

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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