Grafschaft Wertheim

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Grafschaft Wertheim (1500)
Grafschaft Wertheim (ca. 1680)

Die Grafschaft Wertheim war im Mittelalter ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches im heutigen Unterfranken, das sich im Besitz der Grafen von Wertheim befand. Teile der Grafschaft lagen im heutigen westlichen Landkreis Würzburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ab 1132 als Grafen von Wertheim auftretende Adelsfamilie hatte ihren Sitz auf namensgebender Burg in Wertheim am Main. Die Stammlande lagen im Südosten des Mainvierecks und am Unterlauf der Tauber. Namensgebend war die Marktsiedlung Wertheim. Die Wertheimer standen seit der Herrschaft von Konrad III. in einem intensiven Verhältnis zum Königtum, was für den Ausbau der Grafschaft zu einer geschlossenen Landesherrschaft förderlich war. Ansprüchen des Hochstifts Würzburg konnten die Grafen entgegenwirken.

Die Grafschaft Wertheim kam seit der Heirat von Graf Ludwig von Löwenstein (* 1530; † 1611) mit Anna Gräfin von Stolberg-Wertheim und Rochefort im Jahr 1590, der Erbin der Grafschaften Wertheim und Rochefort nannte sich die Familie Löwenstein-Wertheim. Die katholische Linie wurde 1712, dank ihrer praktizierten Kaisernähe in den Fürstenstand erhoben. Die evangelische Linie wurde erst 1812 im Königreich Bayern zu Fürsten. Zwischenzeitlich waren jedoch mit Rochefort (Belgien) und Virneburg die Besitzungen verloren gegangen, die bislang namensgebend für die beiden Linien gewesen waren.

Ehemalige Herrschaftsgebiete[Bearbeiten]

Ende der Grafschaft Wertheim[Bearbeiten]

1806 wurde mit dem Ende des „Römischen Reiches Deutscher Nation” die Grafschaft aufgelöst. Ein Teil der Grafschaft kam zu Baden, ein Teil zum Königreich Bayern (u.a. Uettingen).

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Hermann Ehmer: Geschichte der Grafschaft Wertheim. Verlag E. Buchheim, Nachf., Wertheim 1989

Weblinks[Bearbeiten]