Evangelisch-Lutherische Kirche (Geroldshausen)

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Evangelisch-Lutherische Kirche Geroldshausen
Orgel und Altar der evangelisch-lutherischen Kirche
Langhaus der evangelisch-lutherischen Kirche

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Geroldshausen ist eine Evangelisch-Lutherische Pfarrei im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk Würzburg im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg.

Lage[Bearbeiten]

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Geroldshausen liegt in der Ortsmitte von Geroldshausen in der Kirchgasse neben dem Rathaus.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert setzen die Herren von Wolffskeel einen evangelischen Pfarrer in Uengershausen ein und somit wurde Geroldshausen, das zu dieser Pfarrei gehörte ebenfalls evangelisch.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische Kirche ist ein Satteldachbau mit einem Spitzhelmturm und wurde im Jahr 1590 erbaut. Diese Jahreszahl findet sich in einer Inschrift am Westgiebel des Kirchenschiffes. 1732 wurde die Kirche erhöht und vergrößert. 1908 wurde eine Sakristei angebaut und seit 1916 verfügt die Kirche über elektrisches Licht.

Innenraum[Bearbeiten]

1961 wurde ein im Pfarrgarten des Pfarrhauses Uengershausen aufgefundener romanischer Taufstein in der Kirche aufgestellt. Noch aus dem Jahr 1732 stammt die im Stil des Rokoko gehaltene Ausmalung der Fensterlaibungen sowie eine Freske des von den Aposteln und Engeln umgebenen auferstandenen Christus an der Südwand des Kirchenschiffes. Beides wurde im Verlauf der Renovierungsarbeiten in den Jahren 1989-1990 wieder freigelegt.

Simulatankirche[Bearbeiten]

Bis zur Einweihung der St. Thomas Morus (Geroldshausen) durften die katholischen Bürger von Geroldshausen vertraglich zugesichert im evangelischen Kirchengebäude alle zwei Wochen eine heilige Messe feiern.

Seelsorgsgebiet[Bearbeiten]

Zur Kirchengemeinde gehören neben Geroldshausen die Orte Moos, Kleinrinderfeld, Kirchheim, Gaubüttelbrunn, Röttingen, Tauberrettersheim und Bieberehren. Sie hat insgesamt ca. 1.400 Kirchengemeindemitglieder.

Jahrhundertelang bildete die Kirchengemeinde Geroldshausen eine gemeinsame Pfarrei mit der Kirchengemeinde Uengershausen. 2009 trat letztere aus der gemeinsamen Pfarrei aus und schloss sich der Kirchengemeinde Reichenberg an, welche bereits Jahrhunderte zuvor einmal miteinander verbunden waren. Diese Pfarrei heißt heute Kirchengemeinde Reichenberg-Uengershausen. Während Uengershausen in all dieser Zeit stets Mutterpfarrei war, ist sie heute nunmehr eine Tochterfiliale von Reichenberg.

Seelsorger[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Agenda21-Gruppe Uengershausen: Kirchengeschichte Uengershausen. Würzburg 2008.
  • Carmen Heunisch und Erwin Hoppe und Doris Vollert: 1590 - 1990. 400 Jahre evangelische Kirche Geroldshausen. Geroldshausen 1990.
  • Hanskarl Mühlhäuser und Paul M. Ritzau: Geroldshäuser Leben. Eine Dorfchronik von Geroldshausen in Wort und Bild. 2000.
  • Friedrich Oertel: Etwas über Pfarrer Simonis von Uengershausen. In: Würzburger evangelisches Gemeindeblatt. Würzburg 1925. Heft 2+3, S. 13-14 & 18-19.
  • ohne Autor: Vor 300 Jahren. Besinnliches aus alten Kirchenbüchern: Uengershausen. In: Würzburger evangelisches Gemeindeblatt. Würzburg 1931. Heft 6, S. 49-51.
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Geroldshausen, Nr. D-6-79-137-1

Weblink s[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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