Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern - Kirchenkreis Ansbach-Würzburg

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Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ist Teil der EKD und ist unterteilt in sechs Kirchenkreise.

Geschichte des Kirchenkreises[Bearbeiten]

1528 wird unter Markgraf Georg von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach die Reformation im Fürstentum Ansbach eingeführt. In Folge dessen ist das kirchliche Leben der Evangelischen zu ordnen. Zu diesem Zwecke wird zwischen der Ebene des Landesherrn in Ansbach und der Gemeindeebene eine mittlere Aufsichtsebene eingezogen, indem ein Pfarrer mit der Funktion eines Superintendenten bzw. Dekans betraut wird. In einem ersten Anlauf werden die Pfarrkapitel Crailsheim, Cadolzburg, Feuchtwangen, Gunzenhausen und Wassertrüdingen gegründet. In der Synodalordnung vom 26. Oktober 1556 wird festgelegt, dass noch 5 weitere Pfarrkapitel dazukommen sollen: Kitzingen, Leutershausen, Schwabach, Uffenheim und Weissenburg). Alle Kapitel sind dem Generalkonsistorium bzw. dem Generalsuperintendenten (vergleichbar mit dem heutigen Regionalbischof) in Ansbach unterstellt. Das Edikt über die Religionsfreiheit in Franken und Schwaben von 1803 garantiert die freie Religionsausübung für die drei seit dem Westfälischen Frieden (1648) in Deutschland zugelassenen christlichen Bekenntnisse, nämlich Katholiken, Lutheraner und Reformierte, auch in den neubayerischen Gebieten. Aufgrund des Organischen Edikts entsteht für die „Protestantische Gesamtgemeinde" im Königreich Bayern die aus vielen ehemals eigenständigen Landeskirchen zusammengesetzt ist, mit dem Generalkonsistorium zum ersten Mal ein zentrales Leitungsorgan. König Max Joseph gestattet den Protestanten für ihre Organisation die Bezeichnung „Kirche". Bisher war diese offiziell mit „Protestantische Gesamtgemeinde" umschrieben worden mit Rücksicht auf die katholische Kirche. Nach dem Ende der Monarchie fällt die landesherrliche Kirchengewalt fort. Die Kirche wird damit unabhängig vom Staat. Der Kirchenkreis Ansbach wird im Zusammenhang mit der Kirchenverfassung, die am 1. Januar 1921 in Kraft tritt, eingerichtet. Die Dekanatsbezirke Rothausen, Castell und Schweinfurt kommen 1935 aus dem Kirchenkreis Bayreuth zum Kirchenkreis Ansbach.

Zugehörigkeit[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherischen Gemeinden in Unterfranken gehören seit 1921 zum Kirchenkreis Ansbach. Der Name des Kirchenkreises wurde 1987 auf „Ansbach-Würzburg“ erweitert. Dieser Kirchenkreis hatte bis vor einigen Jahren zwei Bischofssitze, nämlich Ansbach und Würzburg. Letzterer wurde aus Kostengründen aufgelöst. Eine Ausgliederung der unterfränkischen Dekanate als eigener Kirchenkreis wird angestrebt. Diese Separierung stößt derzeit noch auf Widerspruch.

Regionalbischöfe[Bearbeiten]

Derzeitige Regionalbischöfin ist Gisela Bornowski, die im März 2014 in Würzburg durch Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in ihr Amt eingeführt wurde.

► Siehe auch: Liste der Regionalbischöfe des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg

Bischofssitz in Würzburg[Bearbeiten]

Evangelische Bischofskirche in Würzburg ist die St. Johanniskirche in der Hofstallstraße.

Kirchenkreis Ansbach-Würzburg, Dekanate[Bearbeiten]

Der Kirchenkreis Ansbach-Würzburg ist in 19 Dekanatsbezirke eingeteilt. In diesen Dekanaten wohnen mehr als eine halbe Million evangelische Christen.

  • Ansbach
  • Aschaffenburg
  • Bad Neustadt an der Saale
  • Bad Windsheim
  • Castell
  • Dinkelsbühl
  • Feuchtwangen
  • Gunzenhausen
  • Heidenheim
  • Kitzingen
  • Leutershausen
  • Lohr
  • Markt Einersheim
  • Rothenburg ob der Tauber
  • Schweinfurt
  • Uffenheim
  • Wassertrüdingen
  • Windsbach
  • Würzburg

Dekanat Würzburg[Bearbeiten]

Das Dekanat Würzburg umfaßt 41 Kirchengemeinden mit 30 Pfarrstellen, zu denen etwa 65.000 evangelische Mitglieder gerechnet werden.

Ökumenisches Zentrum[Bearbeiten]

Das Ökumenische Zentrum Lengfeld (ÖZ) umfasst die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Würzburg-Lengfeld und die kath. Kirchengemeinde St. Laurentius (Teil der römisch-katholische Pfarrei Würzburg-Lengfeld).
Adresse: Ökumenisches Zentrum, Am Schlossgarten 2-6, 97076 Würzburg

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]