Petruskapelle (Unterleinach)

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Evangelisch-lutherische Petruskirche in Unterleinach

Die Petruskirche ist der Gottesdienstraum der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Billingshausen (Landkreis Main-Spessart) im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk Würzburg im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg.

Lage[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische Petruskirche in Leinach liegt östlich der Ortsmitte von Unterleinach an der Sankt-Peter-Straße und ist der Mittelpunkt des „Kleinen Dörfleins, von einem alten Friedhof umgeben.

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich zum ersten Mal genannt wurde die Kapelle 1367 in einem Zinsbuch des Benediktinerklosters St. Burkard bei den Lehen des Abtes Johann II. von Holach , zum zweiten Mal während der Verpfändung an die Grafschaft Wertheim im Jahre 1406, als Apel von Altertheim verschiedene Einkünfte von Häusern und Feldern in Nydern Leynach verkaufte. 1484 löste Fürstbischof Rudolf II. von Scherenberg Unterleinach aus der Verpfändung an die Grafschaft Wertheim. Wenige Jahre später, 1496, stiftete Johann von Allendorf, Propst des Ritterstiftes St. Burkard und Kanzler von Rudolf II. von Scherenberg das Spital zu den 14 Nothelfern, dem er all seine Besitzungen im Leinachtal verschrieb. Dazu gehörte auch alles, was einst den Ministerialien von Leinach gehörte. Die Inhaber des Benefiziums von St. Petri wurden nun von den Fürstbischöfen ernannt.

Im Laufe der Jahre war der Zustand der Kapelle immer schlechter geworden. 1607 war die Kapelle verlassen und verwüstet, 1609 wurden keine Gottesdienst mehr darin gehalten. Um diese Zeit ließ Julius Echter von Mespelbrunn die Pfarrkirche in Unterleinach vergrößern, um der Reformation entgegenzuwirken. 1620 heißt es „Capella Underleinach Petri und Pauli verfällt alle Dag mehr“. 1647 wird sie als total zusammengefallen geschildert.

Ein Wiederaufbau geschah nicht 1661, wie die Jahreszahl auf dem Portal verkündet, sondern erst 1666/67. Erst 1687 unter Pfarrer Georg Klug wurde sie als „schöne S. Peterscapellen“ bezeichnet.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die Kapelle weist romanische und spätgotische Bauelemente auf und ist von einem kleinen Turm als Dachreiter bekrönt, in dem zwei Glocken hängen. Eine alte Turmuhr weist die Tageszeiten. Im Wappen über dem Eingangsportal findet sich neben dem Petrusschlüssel und den Buchstaben SP auch ein Stern, der auf die Familie der Ministerialen von Leinach hinweist, die ebenfalls einen derartigen Stern im Wappen und Siegel führte.

Innenraum[Bearbeiten]

Als seltene Votivgabe befindet sich in der Kapelle eine Johannis-Schüssel, auf deren hölzerner Schale ein aus Holz geschnitztes und naturalistisch bemaltes Haupt des Täufers (um 1600). Die Inschriftentafel ziert ein Julius-Echter-Wappen.

Pfarrbüro[Bearbeiten]

Evangelisch-Lutherisches Pfarramt Billingshausen
Untertorstraße 6
97834 Billingshausen
Telefon: 09398 - 281
Telefax: 09398 - 998971
E-Mail: pfarramt.billingshausen@elkb.de

Seelsorgsgebiet[Bearbeiten]

Die Petruskapelle ist zuständig für die evangelisch-lutherischen Christen in der gesamten Gemeinde Leinach und ist Teil der Kirchengemeinde Billingshausen/Landkreis Main-Spessart.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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