Prosselsheim

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Prosselsheim
Ortstyp Gemeinde
Verwaltungsgemeinschaft Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Höhe 270 m ü. NN
Fläche 20,03 km²
Einwohner 1.201 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte 60 Einwohner je km²
Gemeindekennzahl 09679174
Anschrift Gemeinde Prosselsheim

Amtskellerei 6

97279 Prosselsheim

Telefon 09886-220
E-Mail gemeinde@prosselsheim.de
Webseite http://www.prosselsheim.de
1. Bürgermeister Birgit Börger (CSU)
Wappen
Wappen Prosselsheim.png
Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus in Prosselsheim
Dorfbrunnen in Prosselsheim
Amtskellerei Prosselsheim

Prosselsheim ist eine Gemeinde im Landkreis Würzburg im Regierungsbezirk Unterfranken. Seit der Kreisgebietsreform gehört die ursprünglich zum Landkreis Kitzingen gehörende Gemeinde seit 1. Juli 1972 zum Landkreis Würzburg.

Geographie[Bearbeiten]

Prosselsheim liegt mit Seligenstadt und Püssensheim auf der fruchtbaren Gäuhochfläche (270 m ü. NN) des Maindreiecks vor der Mainschleife bei Volkach. Von der circa 2000 ha großen Gemarkung sind 200 ha Wald. Seit 1972 gehört die Gemeinde zum Landkreis Würzburg. Vor der Gebietsreform war sie dem Landkreis Kitzingen angegliedert.

Ortsteile[Bearbeiten]

Prosselsheim als Hauptort, daneben Püssensheim (seit 1. Juli 1971 und Seligenstadt (mit Bahnhof).

Religionen[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.130, 1987 dann 989 und im Jahr 2000 1.189 Einwohner gezählt. 2006 zählte Prosselsheim zu den geburtenstärksten Gemeinden Bayerns. 2009 hatte Prosselsheim 1.201 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

Prosselsheim, ein alter Siedlungsplatz der Linearbandkeramiker, die in der Jungsteinzeit (4500 v. Chr.) hier wohnten, wurde 742 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Karlmann dem 1. Würzburger Bischof Burkard den zehnten Teil der Erträge des Prosselsheimer Königshofes schenkte. 1992 konnte der Ort deshalb seine 1250 Jahrfeier mit der Diozöse Würzburg begehen.

Im Jahr 903 kam Prosselsheim nach der sogenannten Babenbergerfehde durch König Ludwig IV. das Kind ganz an Würzburg.

Bis etwa um 1500 stand an einem See am Mühlbach ein mehrtürmiges Wasserschloss, in dem Ministerialen von Brozzoldesheim, die Ritter von Grumbach, von Seinsheim, vom Verstenberg, von Seckendorf, von Elma, von Rosenberg und andere wohnten. In Merians Topographia Franconiae aus dem Jahr 1648 wird es als „Würtzburgisch Städtlein und Ampt“ unt dem Namen Prosoltzheim bezeichnet. Balthasar Neumann plante 1753 die Amtskellerei, die anstelle des aus Fachwerk errichteten Vorgängerbaus über dem alten Weinkeller zwischen 1754-56 von den Baumeistern Günther und Zongerlein errichtet wurde. Der letzte Schlossturm (Malefitzturm) wurde zu dieser Zeit gesprengt.

Die ehemalige Amtskellerei wird heute als Rathaus genutzt. Unter dem Rathaus befindet sich ein großer Gewölbekeller, der gegenwärtig im Dezember für die Nikolaus-Fete genutzt wird.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

In Silber ein schräg liegendes rotes Messer, darunter rechts ein blaues Schildchen mit silbernem Schrägbalken, der mit drei blauen Ringen belegt ist.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Der Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573 bis 1617) verlieh dem Ort 1586 ein Gerichtssiegel mit der Heiligen Margareta und dem Wappenschild der Echter von Mespelbrunn, darin ein Schrägbalken belegt mit drei Ringen. Die Kirche von Prosselsheim kommt durch das Messer, das Attribut des Heiligen Bartholomäus zum Ausdruck. Die Farben Silber und Rot weisen auf die Zugehörigkeit zum Hochstift Würzburg hin, das um 1303 in Prosselsheim belegt ist. Sie sind zugleich die Farben Frankens. Seit 1970 führt die Gemeinde Prosselsheim dieses Wappen, gestaltet von Karl Haas aus Kronach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswertes[Bearbeiten]

  • Kirche St. Bartholomäus (Prosselsheim) mit Bibelgarten
  • Amtskellerei, 1753 geplant durch Balthasar Neumann, heute Rathaus
  • Mainschleifenbahn: Im Jahr 2003 wurde Prosselsheim durch die Wiedereröffnung einer bereits stillgelegten alten Bahnstreckenlinie, der Mainschleifenbahn, um eine reizvolle Attraktion bereichert. Die „Mainschleifenbahn“ zwischen Seligenstadt und Volkach/Main ist eine der letzten erhaltenen Nebenbahnen aus der Zeit der königlich-bayerischen Staatsbahn die es in Unterfranken noch gibt. Als technik-, wirtschafts- und kulturgeschichtliche Einheit verbindet sie die Volkacher Mainschleife mit Würzburg, dem kulturellen Zentrum Unterfrankens.

Vereine[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Prosselsheim befindet sich genau am Schnittpunkt der Staatsstraße 2260 (Kürnach - Volkach), Kreisstraße WÜ 3 (Richtung Oberpleichfeld) und Staatsstraße 2270 (Richtung Dettelbach und Püssensheim). Der Bahnhof Seligenstadt liegt an der Bahnlinie Würzburg-Bamberg, der Bahnhof Prosselsheim an der Mainschleifenbahn), die wiederum in Seligenstadt endet.

Energieverorgung[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestellen: Prosselsheim/Amtskeller, Prosselsheim/Püssensheimer Straße
Eisenbahn.png Nächste Bahnstation: Seligenstadt


Ehemalige Gastronomie[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Batteriengroßhandel, Inh. Werner Maierhöfer
  • BayWa-Lagerhaus
  • RE-Handelsvertretung, Inh. Emil Röding, Vertrieb von wärmetechnischen Produkten, Wärmepumpen, Solartechnik, Biomasseheizanlagen, Flächenheizungen, Kontrollierte Wohnungslüftung
  • Stiftung Juliusspital (Landwirtschaft) in Seligenstadt
  • KWS (Saatzucht) in Seligenstadt

Bildung[Bearbeiten]

  • Zweigruppiger Kindergarten für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Es stehen 50 Plätze zur Verfügung. Näheres siehe hier.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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