Unterpleichfeld

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Unterpleichfeld
Ortstyp Gemeinde
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Bundesland Bayern
Land Deutschland
KFZ-Kennzeichen
Höhe 265 m über NN
Fläche 23,95 km²
Einwohner 3.008 (31. Dezember 2016) [1]
Bevölkerungsdichte 126 Ew./km²
Postleitzahl 97294
Gemeindekennzahl 09 6 79 201
Anschrift Gemeinde Unterpleichfeld
Kirchstr. 14
97294 Unterpleichfeld


Telefon 09367 - 9080-0
Telefax 09367 - 9080-99
E-Mail gemeinde@unterpleichfeld.bayern.de
Webseite www.unterpleichfeld.de
Bürgermeister Alois Fischer (FW)
Wappen
Wappen Unterpleichfeld.jpg

Unterpleichfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Würzburg und liegt 12 km nördlich von Würzburg.

Geografie[Bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Laurentius in Unterpleichfeld
Rathaus in Unterpleichfeld
Gasthof Bötsch
Unterpleichfeld Logo.jpg
Hauptstraße 37
Sauerkrautfabrik Unterpleichfeld

Die Gemeinde Unterpleichfeld hat neben dem eigentlichen Ort folgende Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten]

741, ein Jahr vor der Gründung des Bistums Würzburg durch Bonifatius und vor der Einsetzung des Hl. Burkard als ersten Bischof, findet man die erste Erwähnung Unterpleichfelds, nach welcher zur Gründung des Würzburger Bistums der Fiskalische Zehnt vom Königshof zu Blaichfeld gegeben wurde. 780 berichtet eine Urkunde, dass Alwalah, ein fuldischer Mönch seinen Familienbesitz in Pleichfeld dem Kloster Fulda vermacht. Auch schenkten Graf Manto, 788 und Reginolt 819 Güter in Pleichfeld dem Stift Fulda. 844 tauscht Graf Hasi vom Saalgau seine zu Lehen erhaltenen Königsgüter in Kürnach und Estenfeld mit Genehmigung Ludwigs des Deutschen gegen Fuldaer Güter in bleiufeld und gruonbach, also Unterpleichfeld und Burggrumbach. 1412 kaufte Eberhard von Grumbach seiner Frau Pleichfeld, von nun an teilte es das Schicksal mit den Grumbachschen Besitzungen. 1526 gaben die Grumbacher dem Dorf eine eigene
 Dorf- und Gerichtsordnung. 1564 rief Fürstbischof Friedrich von Wirsberg, in der Zeit der Gegenreformation, die Jesuiten nach Würzburg und übergab ihnen das Agnetenkloster. Mit der Übergabe des Klosters kam auch das Dorf Hilpertshausen in den Besitz des Ordens.

Nachdem das Schloss und Dorf Unterpleichfeld an das Hochstift Würzburg kam, verlieh Fürstbischof Julius Echter dem Ort eine neue Gerichtsordnung.

Abziehende französische Truppen brannten den Ort nach der Schlacht von Würzburg im Jahr 1796 nieder. Als Teil des Hochstiftes Würzburg (Bürgerspital) wurde Unterpleichfeld 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Von 1978 bis 1980 war Unterpleichfeld Teil der Verwaltungsgemeinschaft Bergtheim.

Gemeindewappen[Bearbeiten]

Das Wappen ist zweigeteilt. Auf der linken Seite das Wappen der Familie Grumbach mit dem Mohr und den drei Rosen, die bis 1604 die Herrschaft über Unterpleichfeld ausübten, auf der rechten Seite das Echter-Wappen.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Unterpleichfeld unterhält Partnerschaften mit drei französischen Gemeinden: Saint Manvieu-Norrey, Grainville sur Odon und Cheux.

Religion[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist unter anderem das traditionelle Krautfest, und das Symphonische Blasorchester des Musikvereins.

Vereine[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Lange war Unterpleichfeld auch durch seine drei Sauerkrautfabriken bekannt, von denen heute nur noch eine existiert.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 10, im produzierenden Gewerbe 62 und im Bereich Handel und Verkehr 44 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 48 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 924. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 3 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 59 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.345 ha, davon waren 2.309 ha Ackerfläche und 28 ha Dauergrünfläche.

Unternehmen[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort hat durch den Neubau der B 19 an Bedeutung gewonnen, da dadurch eine schnelle Anbindung ohne weitere Ortsdurchfahrten nach Würzburg bzw. auf die A 7 möglich ist.

Energieverorgung[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestellen: Unterpleichfeld/Schloßweth, Unterpleichfeld/Pleichachbrücke, Unterpleichfeld/Weinbergstraße
Eisenbahn.png Nächste Bahnstationen: Seligenstadt, Bergtheim


Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 102 Kindern
  • Pleichachschule mit 27 Lehrern und 399 Schülern

Gastronomie[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahlen & Fakten des Landkreises Würzburg auf www.landkreis-wuerzburg.de

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