Alter Hafen

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Alter Hafen
Blick auf den Alten Hafen von der Brücke der Deutschen Einheit (in Richtung Heizkraftwerk).
Das 1904 erbaute städtische Hafenlagerhaus

Der Alte Hafen bezeichnet das Areal am Main in Würzburg, das von 1875 bis in die 1940er Jahre Würzburgs Handelshafen bildete und Anlegestellen für den Schiffsverkehr beherbergte. Inzwischen wurde der Warenhandel in den Neuen Hafen verlegt und es gibt lediglich noch drei Anlegestellen für Flusskreuzfahrtschiffe [1]. Heute wird der Alte Hafen vor allem kulturell genutzt und ist wesentlich durch die großräumige Einrichtung Kulturspeicher geprägt. Gegenwärtig wird oftmals auch der Begriff Kulturmeile für den Alten Hafen verwendet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste Hafenanlage in Würzburg gab es am Alten Kranen im 18. Jahrhundert. Im Bereich des heutigen Alten Hafens befand sich ein Winterhafen, der infolge der Mainkorrektion und dem damit verbundenen gesunkenen Wasserstand versumpfte. Für den Holzfloßverkehr und die Überwinterung der Schiffe wurde deshalb zwischen 1875 und 1877 ein Hafenbecken (damals als Bayerischer Staatshafen bezeichnet) mit Kaianlage angelegt. 1882 wurde der Hafen außerdem mit einem Gleisanschluss zum Würzburger Hauptbahnhof versehen.

Da die Lände an der Längsseite des Hafens von den Kettenschiffen benötigt wurde und auch die Flösserei zunahm, erreichte der Hafen schnell seine Kapazitätsgrenze. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde deshalb mit dem Ausbau bekonnen: 1902 wurde ein Winterlagerplatz für Langholz geschaffen. Auch ein großer Getreidespeicher (Lagerhaus des Staatshafens - der heutige Kulturspeicher) wurde 1903 und 1904 errichtet. In unmittelbarer Nachbarschaft lagen der Städtische Viehhof und das Hauptzollamt mit Lagerhallen [2]. Die zu Beginn als reiner Flößerhafen konzipierte Anlage entwickelten sich in der Folge zu einem Handelshafen.

Einen Wendepunkt in der Geschichte des Alten Hafens gab es 1940 mit der Mainkanalisierung und der Schaffung des Neuen Hafens. Dieser sollte eigentlich nur zur Entlastung dienen, übernahm dann aber die Hafenfunktion vollständig. In den 1950er Jahren wurde das Becken des Alten Hafens für die Errichtung des Heizkraftwerks verkleinert. In den 1990er Jahren wurde das ganze Hafenareal saniert und das bis dahin leerstehende Speichergebäude zum Kulturspeicher umfunktioniert. Gegenwärtig bietet der Alte Hafen drei Anlegestellen für Flußkreuzfahrtschiffe [1].

[Bearbeiten] Zeugnisse des Hafenbetriebs

  • Mächtigstes Zeugnis ist der gegenwärtig 160 Meter lange Kulturspeicher, der früher ein Getreidespeicher war und bis zu seiner Umnutzung lange Zeit leer stand.
  • Ein weiterer Beweis der Hafenfunktion ist ein Kran aus dem Jahre 1939, der als Denkmal zwischen Kulturspeicher und Hafenbecken erhalten wurde. Der MAN-Kran wurde mit drei Tonnen Tragkraft zum Be- und Entladen von Schiffen verwendet.
  • Ein weiterer alter Kran steht in der Nähe des Disko-Schiffs Boot.
MAN-Kran von 1939
Drehkran nahe der Diskothek Boot

[Bearbeiten] Veranstaltungen am Alten Hafen

[Bearbeiten] Skulpturenufer

Im Sommer 2009 wurde mit der Großplastik "Bella Donna" an der Spitze der Hafenmohle der Startschuss für das Kunstprojekt Skulpturenufer gegeben. Ziel des Konzeptes ist es, mit zwölf Skulpturen entlang des Mainufers eine bessere Verbindung zwischen Alten Kranen/Altstadt und dem Alten Hafen zu schaffen. Siehe Skulpturenufer.

[Bearbeiten] Gebäude und Einrichtungen am Alten Hafen

[Bearbeiten] Weblinks

  • Informationen und Bilder über den Alten Hafen bei wuerzburg-fotos.de [3]
  • Bild vom Alten Hafen aus dem Jahr 1960 im Archiv der Main-Post [4]
  • Schienen-Schwerkran der Deutschen Bahn im Alten Hafen (1960) im Archiv der Main-Post [5]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Info auf WVV.de [1]
  2. Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten, S. 378 [2]

[Bearbeiten] Kartenausschnitt

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