Neuer Hafen
Der Neue Hafen ist ein Binnenhafen (Stichbecken) mit Gewerbegebiet im Westen von Würzburg. Dieser wurde im Herbst 1940 nach sechs Jahren Bauzeit in Betrieb genommen und ersetzte vollständig die Hafenfunktion des Alten Hafens. Das Gebiet umfasst insgesamt 87 Hektar (mit Alten Hafen), ca. 14 Gleiskilometer (Hafenbahn) und 2710 Meter Umschlagufer.[1] Es handelt sich um den drittgrößten Binnenhafen in Bayern.[2]
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[Bearbeiten] Entstehung
1931 wurden Planungen des städtischen Tiefbauamts zur Errichtung eines neuen Hafens dem Stadtrat vorgelegt. Der erste Spatenstich erfolgte am 4. Februar 1934, das Richtfest wurde am 11. Dezember 1937 begangen. Die gesamte Wasserlänge von fast drei Kilometern wurde in mehrere Bauabschnitte geteilt. Es entstanden zwei Hafenbecken von 50 bis 65 Metern Breite und 3 bis 7 Metern Tiefe, dazu Verlade- und Lagereinrichtungen. Gleise sorgten für eine Anbindung zum Hauptbahnhof. Die erste Schiffsladung wurde am 27. September 1940 im neuen Hafen gelöscht. Offiziell in Betrieb gingen die Anlagen am 1. Oktober 1940.[3]
[Bearbeiten] Hafenbetrieb
[Bearbeiten] Betreiber
Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Würzburger Hafen GmbH sind Dipl.-Kaufm. Thomas Schäfer und Dipl.-Ing. Friedhelm Sodenkamp, Aufsichtsratsvorsitzender ist der Stadtrat Karl Adam (CSU). Seit 1969 ist die Betreibergesellschaft für Bau, Betrieb und die Verwaltung des Hafens sowie die Vermietung und Vergabe von Grundstücken im Erbbaurecht verantwortlich.[1]
[Bearbeiten] Aufsichtsbehörden
- Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg - Flussmeisterei
- Wasserschutzpolizei
[Bearbeiten] Umschlag
[Bearbeiten] Güterumschlag in Tonnen
Der Güterumschlag vom Schiff betrug 2009 347.994 Tonnen (2002: 564 Tausend Tonnen). Der Güterumschlag von der Bahn betrug im gleichen Jahr 982.076 Tonnen (2002: 1.199 Tausend Tonnen[2]).
[Bearbeiten] Wichtigste Umschlaggüter
Wichtigste Umschlaggüter sind:
- Mineralölprodukte 75 %
- Landwirtschaftliche Produkte 9 %
- Nahrungs- und Futtermittel 6 %
- Baumaterial, Steine und Erden 3 %
- Düngemittel 3%
- Feste mineralische Brennstoffe 3 %
- Sonstige 1%
(Quelle: Würzburger Hafen GmbH)
[Bearbeiten] Umschlaganlagen
- 7 elektrische Kräne bis 10 Tonnen
- 2 mobile Kräne bis 15 Tonnen
- 4 Getreideverladeeinrichtungen
- 4 Mineralölentladeeinrichtungen
- 1 Kohleverladeeinrichtung
(Quelle: Würzburger Hafen GmbH[1])
[Bearbeiten] Lagerfläche
Über die Größe der Lagerflächen gibt es unterschiedliche Zahlen. Nachfolgende Angaben stammen von der Homepage der Würzburger Hafen GmbH:
- 250.000 qm Freilagerflächen
- 50.000 qm Lagerflächen unter Dach
- Siloraum 160.000 m²
- Tankraum 80.000 m³
(Quelle: Würzburger Hafen GmbH[1])
[Bearbeiten] Gewerbegebiet Neuer Hafen
Im Gewerbegebiet sind
- 26 Handelsbetriebe
- 14 Produktionsbetriebe
- 10 Speditions- und Lagereibetriebe
- 16 sonstige Betriebe
angesiedelt. (Quelle: Würzburger Hafen GmbH [1])
[Bearbeiten] Straßen im Hafengebiet
- Friedrich-Koenig-Straße in Mainrichtung
- Nördliche Hafenstraße am Hafenbecken
- Südliche Hafenstraße
- Paradiesstraße
[Bearbeiten] Angrenzende Straßen
- Würzburger Straße in Veitshöchheim
- Rothofstraße bzw. Brücke nach Zell: Laurentiusbrücke
- Veitshöchheimer Straße (zugleich B 27, Ausfallstraße von Wü bis zum Ortseingang von Veitshöchheim)
[Bearbeiten] Fotoausstellung
"Der Neue Hafen - der etwas andere Stadtteil" ist der Titel der neuen Fotoausstellung von Wolf von Bodisco die es ab dem 3. April im Rathaus zu besichtigen gibt. Die Fotos zeigen die Entwicklung des Neuen Hafens von damals bis heute auf und geben unbekannte Ein- und Ausblicke wieder. Die Ausstellung läuft bis zum 26. April 2013.[4]
[Bearbeiten] Weblinks
- Infoseite der WVV
- Dissertation Daniel Gerken: Die Selbstverwaltung der Stadt Würzburg in der Weimarer Republik und im Dritten Reich, S. 446 (Geschichte)
- www.Binnenhafen.info
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Information auf WVV.de
- ↑ 2,0 2,1 Information auf www.binnenhafen.info
- ↑ Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. Band III. S. 244
- ↑ Pressemitteilung der Stadt Würzburg