Zeller Tor

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Zeller Tor (nordöstliche Schauseite)
Zeller Tor (südwestliche Schauseite)
Historische Abbildung des Zeller Tors

Das ehemalige Zeller Tor ist Teil der Bastionärsbefestigung und mit der Jahreszahl 1666 versehen.

Lage[Bearbeiten]

Die Zeller Straße führt südlich am Tor vorbei. Die Ostseite des Tors liegt am Nigglweg.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein Zeller-Tor gab es bereits 1386. [1] Das heutige Zeller Tor wurde 1664 von Antonio Petrini erbaut. Seit im Jahre 1870 südlich von ihm der Wall durchbrochen, der Graben überdämmt und ein freier Ausgang geschaffen wurde, wird das Tor nicht mehr benützt.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber ist die Marktgemeinde Zell am Main in deren Richtung damals durchführende Straße verlief.

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Tor mit gekrümmter Durchfahrt (gegen Durchschüsse) besteht aus Kalkstein und Sandstein und hat an der Außenseite ein kleines Wachhaus aufgesetzt. Die Außenseite zeigt ein übergiebeltes, klar strukturiertes Rustikaportal mit einem darüber angebrachten Wappen von Johann Philipp von Schönborn und seitlichen Verzierungen. Die Innenseite ist dagegen weitaus schlichter gestaltet und trägt ebenfalls Schönborns Wappen. Seitlich befinden sich Wachräume der Torwachen. Das Fallgatterhaus auf Wall besteht nicht mehr.

Die Grabenbrücke von 59 Metern Länge wurde 1754 in Stein gewölbt; die beiden Pfeiler in der Mitte trugen wie bei den anderen Toren eine Wippbrücke. Über den Abbruch der Brücke ist nichts bekannt. Neben der inneren Fassade stand das innere Torwachthaus, das 1945 abbrannte, aber wieder aufgebaut wurde und heute die Umweltstation beherbergt. Im Waffenplatz jenseits des Grabens befand sich das äußere Wacht- und Examinatorenhaus, das nach der Zerstörung in den Befreiungskriegen [2] als Zeller Torhaus von Peter Speeth in dessen eigenem Stil wieder aufgebaut wurde.

Besondere Merkmale[Bearbeiten]

  • Das Tor ist nur für Fußgänger geöffnet.
  • An das Tor schloss sich eine Rampe aus Eichenholz an, die einen der Hauptzugänge zur Landesgartenschau 1990 gebildet hat. Nachdem der Eichenholzsteg morsch geworden war, wurde er im September 2013 abgebaut. Nach neun Monaten Bauzeit konnte der neue Fußgängersteg, eine Stahlkonstruktion mit einer Länge von ca. 45 Metern und einer Breite von ca. drei Metern, im Juni 2014 freigegeben werden. Die Gehbahn ist mit einem rutschfesten Kunststoff-Belag beschichtet. Die Landesgartenschau 2018 GmbH, die auch für das alte LGS-Gelände verantwortlich ist, musste insgesamt 450.000 Euro bezahlen.
  • Das ehemalige Torhaus dient heute der Umweltstation als Domizil.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Hinweise[Bearbeiten]

  1. Würzburger Ratsurkunden: 2402 (Digitalisat)
  2. Nähere Informationen zu den Befreiungskriegen bei Wikipedia [1].

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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