Paradepost

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Paradepost

Die Paradepost ist ein markantes Gebäude hinter dem Kiliansdom an namensgebendem Paradeplatz und erstreckt sich von der Hofstraße bis zur Ebracher Gasse.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Postverwaltung kaufte das Gelände des ehemaligen Domherrnhofs Kurie Rödelsee 1906 als neuen Standort der Oberpostdirektion Würzburg. (Die „Stadtpost“ befand sich zuvor schon in der Hofstraße 6 [1]). Das Gebäude der Paradepost wurde 1923 errichtet. Ein großzügiger Eingangsbereich mit drei spitzbogigen Durchgängen wies zum Paradeplatz. Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde das Gebäude zerstört und danach verändert wieder aufgebaut. Das Bauwerk beherbergte zu Zeiten der Deutschen Bundespost ab den 1950er Jahren bis zur Privatisierung 1990 das Würzburger Hauptpostamt 1 und das Fernmeldeamt Würzburg. Nach der Privatisierung der Deutschen Bundespost ging das Gebäude in den Besitz der Deutsche Telekom AG über und war jahrelang Hauptsitz der Niederlassung Würzburg/Bad Kissingen bzw. später der Niederlassung Würzburg/Bad Kissingen/Bamberg. Durch Umstrukturierungen innerhalb des Konzerns Deutsche Telekom AG verlor der Standort jedoch zusehends an Bedeutung. Geschäftsbereiche wurden verlegt bzw. zentralisiert - mittlerweile befindet sich nur noch eine Außenstelle der Geschäftskundenbetreuung Schweinfurt hier. Das Gebäude wurde dann an eine private Vermögensgesellschaft veräußert.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Im Erdgeschoss unter den Arkaden befindet sich heute eine Postfiliale mit Postbankdienstleistungen. Der Rest des Gebäudes wird nur noch teilweise von der Deutschen Telekom AG genutzt und beherbergt die Vermittlungsstelle für den Anschlussbereich 5 (Mitte). Größte Mieter des Gebäudes sind mittlerweile die Universität Würzburg und die Würzburger Dolmetscherschule. Im Erdgeschoss des ehemaligen Fernmeldeamtes befindet sich eine Filiale der Österreichischen Oberbank AG.

Der Investor „Family Value Invest GmbH“ aus Frankfurt hat den gesamten Gebäudekomplex der Paradepost gekauft und plant dort unter anderem die Verlegung der Postfiliale, Gastronomie, ein Studentenwohnheim und Büroflächen. [2]

Kunstwerke[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Telephon-Anlage Würzburg: Verzeichniss der Sprechstellen, Nr. 1 - abgeschlossen am 30. September 1887, Königl. Universitätsdruckerei von H. Stürtz, Würzburg 1887, S. 5 („königliches Oberpostamt“: Hofstrasse 6)und 10
  2. Main-Post: „Pläne für Umgestaltung der Paradepost vorgestellt“ (17. Juli 2018)

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Die Karte wird geladen …