Oswald Loschert

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Abt Dr. Oswald Loschert OPraem

P. Dr. Oswald Loschert OPraem (* 21. Dezember 1704 in Rothenfels; † 27. August 1785 in Oberzell) war 43. und vorletzter Abt des Kloster Oberzell bis zu seinem Tod.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Loschert studierte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und wurde am 3. September 1732 promoviert. 1738 wurde er zum Prior in Gerlachsheim ernannt und übte dieses Amt bis zu seiner Wahl zum Abt aus.

Abt in Oberzell[Bearbeiten]

Am 3. Oktober 1747 wurde Loschert zum Abt des Prämonstratenserklosters Oberzell gewählt. Unter seiner Leitung blühte das Klosterleben spürbar auf und hatte 57 Patres. Theologisch hoch gebildet verwaltete er das Kloster hervorragend und begann nach den Plänen von Balthasar Neumann mit dem Neubau des Konventgebäudes. Rühmend wurde ihm nachgesagt, er vereine alle Vorzüge der vorausgegangenen 42 Äbte in seiner Person. Im Jahr 1760 begann der Siebenjährige Krieg das Gebiet der Abtei zu erreichen und verzögerte die Fortführung der Bauarbeiten. 1761 wurde das Klosterdorf Waldbrunn von französischer Reiterei geplündert, sodass Abt Oswald im März 1761 das Archiv und die Kloster-Repositur nach Würzburg schaffen ließ. 1765 ließ er auf Wunsch des dortigen Paters Erwin Immer die Kuratie St. Laurentius (Eichelsee) teilweise neu erbauen.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Der Abt wurde in der Klosterkirche St. Michael (Oberzell) beigesetzt. Die zugehörige Grabplatte stiftete der Fabrikant Friedrich Koenig.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Martin Theodor Contzen: Die Sammlungen des historischen Vereins für Unterfranken und Aschaffenburg zu Würzburg. 1860, S. 258
  • Ludwig K. Walter: Der Lehrkörper der Theologischen Fakultät Würzburg. III. Teil 1, Die Graduierten der Theologischen Fakultät in Würzburg, S. 30
  • Gerhard Schwarz: 1765 - 2015. 250jähriges Jubiläum der Neuerrichtung des Langhauses der Kuratiekirche St. Laurentius Eichelsee. (Jubiläumsschrift)
  • Helmut Flachenecker, Stefan Petersen: Personallisten zu Ober- und Unterzell. In: Helmut Flachenecker, Wolfgang Weiß (Hg.): Oberzell – Vom Prämonstratenserstift (bis 1803) zum Mutterhaus der Kongregation der Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu in: Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg Band LXII). Würzburg 2006. S. 521–570.

Weblinks[Bearbeiten]