Joseph Scherpf

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Joseph Scherpf (* 1823 in Würzburg; † 17. November 1894 ebenda) war Stadtbaurat und Architekt in Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Joseph Scherpf erhielt eine klassische Ausbildung in München. 1875 wurde er in das von Bürgermeister Georg von Zürn neu geschaffene Amt des Stadtbaurats berufen. Der Zürn persönlich sehr nahestehende Scherpf ließ sich 1885 vorzeitig pensionieren, wozu offenbar die Angriffe des Fränkischen Volksblattes auf ihn wegen angeblicher „Parteiwirtschaft im Rathaus“ unter Bürgermeister Johann Georg Ritter von Steidle beitrugen.

Joseph Scherpf hatte sich um die Stadtentwicklung hochverdient gemacht, da er in weitblickender Weise auch die Weichen für das künftige Wachstum der Stadt nach Beseitigung des barocken Befestigungsgürtels stellte.

Bauwerke in Würzburg[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Philipp Schrepfer: Das Würzburger Handwerk im Wandel der Zeiten, in: 15 Jahrhunderte Würzburg, hrsg. von Heinz Otremba, Echter Verlag, Würzburg 1979, S. 374-381, S. 378 (Abb.)
  2. Zum Pfingstfest 1855 eröffnete die Würzburgerin Antonia Werr eine „Anstalt zur Besserung verwahrloster Personen, insbesondere entlassener Sträflinge des weiblichen Geschlechts“ im sogenannten „Schlösschen“. Im selben Jahr erwarb sie das Gasthaus „Zu den zwei Greifen“ oberhalb des Klosters Oberzell, welches heute das „Antoniushaus“ ist.
  3. Mit der Bildung von zusammenhängenden Siedlungen entstanden Probleme durch Abfälle, Abwässer und Überflutungen. Die zunächst einfache Entsorgung war ein Hauptgrund für die Entstehung von Siedlungen an Bächen und Flüssen; dadurch konnte die natürliche Vorflut zur Ableitung genutzt werden. Um Flut- und Regenwasser schnell und aus hygienischen Gründen Abwasser geordnet ableiten zu können, entwickelten sich – vor allem in dichten Siedlungen – schon vor langer Zeit erste Kanalisationen. Bei der Schwemmkanalisation wurden Abfälle und Abwässer durch Wasser weggespült. Meistens dienten dazu Regenwasser oder aber auch natürliche Gewässer. (Quelle: Wikipedia [1])

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]