Gewerbehalle

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Gewerbehalle - Ansicht von der Eichhornstraße. Aquarell von Peter Geist (1851)

Die Gewerbehalle war eine Verkaufshalle an der Eichhornstraße, in der Erzeugnisse der Würzburger Gewerbetreibenden angeboten werden sollten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gewerbehalle wurde 1851 auf Betreiben des Polytechnischen Zentralvereins an der Eichhornstraße [1] errichtet und am 5. September 1851 eingeweiht. Bereits 1838 hatte man angefangen mit einer Verbreiterung des sehr engen Straßenzugs [2] zu beginnen und für dieses Unterfangen den ehemaligen Herzogenhof erworben und abbrechen lassen. Der Ausbau wurde jedoch aufgrund von Streitigkeiten mit den Anliegern verzögert. Um das erworbene Areal nicht ungenützt zu lassen, beschloss man, auf dem Platz des hinter den Häusern gelegenen Gartens einen „Bazar“ zu bauen.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die Fassade des eingeschossigen Gebäudes war in drei Abschnitte gegliedert, die durch schmale Lisenen [3] getrennt wurden. Jeder dieser Abschnitte bestand aus drei großen Rundbogenfenstern.

Aufgrund der stilistischen Verwandtschaft mit der Schrannenhalle sowie der Maxschule darf angenommen werden, dass Stadtbaurat Joseph Scherpf auch diesen Bau entworfen hat.

Nutzung[Bearbeiten]

Die Halle diente als Ausstellungs- und Verkaufshalle für Würzburger Gewerbetreibende.

Ende der Gewerbehalle[Bearbeiten]

Da das Interesse an der Nutzung aber nach Kurzem bereits stark abnahm, wurde sie wieder außer Betrieb gesetzt. Bei einer Versteigerung des Gebäudes erwarb es der Kaufmann J. M. Röser für 20.610 Gulden, ließ es 1862 abbrechen und durch ein größeres Haus ersetzen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Standort in der Uraufnahme: II. Distrikt Nr.59 und 60
  2. Die heutige Eichhornstraße, also die Verbindung vom Oberen Markt zur Theaterstraße, bestand ursprünglich aus vier Abschnitten:
    • Der 1. Abschnitt vom Oberen Markt bis zur Katzengasse (heute Herzogenstraße) war die Eichhorngasse.
    • Der 2. Abschnitt bestand aus der sehr engen und gewundenen Schartengasse, die in den
    • 3. Abschnitt, den Spiegelplatz mündete.
    • Der Spiegelplatz war mit dem 4. Abschnitt, der Spiegelgasse, mit der Theater- und Semmelstraße verbunden.
    • Uraufnahme im geoportal.bayern.de/bayernatlas
  3. Die Lisene (von frz. lisière „Saum“, „Rand“‚ „Kante“), auch Mauerblende genannt, ist im Bauwesen eine schmale und leicht hervortretende vertikale Verstärkung der Wand.

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Ehemaliger Standort
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