Joseph Georg Kees

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Joseph Georg Kees (* 1775 in Gaubüttelbrunn; † 27. September 1823 in Würzburg) war Stadtmaurermeister und erster Gutsbesitzer der nach ihm benannten Keesburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Joseph Georg Kees war das letztgeborene von sechs Kindern der Eheleute Joseph und Maria Catharina Kees. Über die Kinder- und Jugendzeit Joseph Georg's sind keine Angaben überliefert und auch über die damals üblichen Lehr- und Wanderjahre ist nichts bekannt. In der Kirchengeschichte von St. Johannes Baptist (Goßmannsdorf) wird der 1795, als aus Allersheim kommend, erwähnt und begutachtete den Bau nach dem schweren Hochwasser.

Stadtmaurermeister in Würzburg[Bearbeiten]

Um 1800 siedelte Joseph Georg nach Würzburg über. Am 1. Mai 1803 bekam er vom „Churfürstlichen Oberrath“ die Konzession des Maurermeisters verliehen, womit zugleich der gesellschaftliche Aufstieg verbunden war. 1805 ersteigerte er einen Teil des säkularisierten Kapuzinerklosters, welchen er nach seinen Plänen zu einer Wohnanlage für seine Familie umbaute. In der Zeit von 1806 bis 1819 brachte seine Frau Apolonia acht Kinder zur Welt, von denen sechs, vermutlich auf Grund mangelnder Hygiene, bereits im Kindesalter starben.

Neben seiner Tätigkeit als Stadtmaurermeister beschäftigte Josef Georg Kees sich mit dem Weinbau. In den Jahren 1806 bis 1817 erwarb er elf Grundstücke verteilt auf fast sämtliche Würzburger Weinlagen und zusätzlich 24 Areale (Kleeäcker, Äcker und ödes Feld), die fast alle in den Feldlagen Frauenland, Hubland, Oberer Bogen, Roth, Rösslein und hauptsächlich im Sanderroth lagen.

Gutshofgründer[Bearbeiten]

Ehemaliger Standort des Gutshofes

Nachdem er rund zehn Jahre in Würzburg gewohnt hatte und zu Wohlstand gekommen war, erbaute er sich im Jahr 1811 bis 1812 einen Sommersitz inmitten seiner neu erworbenen Ländereien südwestlich des Galgenbergs im Bereich der Flurlage Sanderroth.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach ihm wurde die Gartenstadt Keesburg in Würzburg benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]