Ignatiuskapelle (Würzburg)

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Ehemalige Ignatiuskapelle (Aquarell von Ch. Donfinger, 1841)

Die Ignatiuskapelle befand sich bis 1844 westlich des Roten Baus, an der heutigen Einmündung der Oeggstraße in die Theaterstraße. [1]

Patrozinium

Geweiht war die Kapelle dem Hl. Ignatius von Loyola, (bürgerlich: Iñigo López Oñaz de Recalde y Loyola) (* 24. Dezember 1491 in Loyola; † 31. Juli 1556 in Rom) im Jahr 1622 heilig gesprochener Mystiker und Ordensgründer der Jesuiten. Gedenktag ist der 31. Juli.

Geschichte

Das Anwesen befand sich ab 1550 im Besitz des Wilhelm von Grumbach und ging an die Jesuiten über, nachdem Fürstbischof Friedrich von Wirsberg den Orden nach Würzburg geholt hatte. 1705 anstelle einer früheren Kapelle ein neuer Kapellenbau mit aufwändiger Fassade, die teils den Plänen von Josef Greising bzw. von Andreas Müller zugeschrieben werden.

Ende der Kapelle

Nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 ging das Anwesen 1788 an die Familie von Greiffenclau, welche benachbart bereits den Roten Bau hatte errichten lassen. 1843 übernahm das Königreich Bayern den „Roten Bau“ sowie den Garten mit der Kapelle für das Königlich-bayerische Oberpostamt. Deshalb wurde die Kapelle profaniert und 1843/44 abgebrochen.

Zeugnisse

Ein Aquarell von Ch. Donfinger zeigt die Kapelle im Jahr 1841. Darauf ist die Kapelle in einer völlig verzeichneten Perspektive wiedergegeben. Die Giebelfassade ist frontal zu sehen; tatsächlich lag sie in der Flucht des anschließenden „Roten Baues“.

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Hans Steidle, Ablehnende Stellungsnahme des Stadtheimatpflegers zur geplanten Abrissgenehmigung Roter Bau vom 6. Januar 2012
  • Beschreibung des Aquarells: Ehemalige Ignatiuskapelle - Ansicht von Nordwesten in Ansichten aus dem alten Würzburg. Teil II Festung-Residenz-Kirchen. Kataloge des Mainfränkischen Museums. Band 11, S. 334 f.

Weblinks

Einzelnachweise