Königlich-bayerisches Oberpostamt

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Ehemaliges Gebäude des königlich-bayerischen Oberpostamtes

Das Königlich-bayerische Oberpostamt in Würzburg war eine Mittelbehörde der Landes-Postverwaltung im Königreich Bayern.

Geschichte[Bearbeiten]

Mit dem Ende des Großherzogtums Würzburg und der Eingliederung in das Königreich Bayern wurden ab 1814 die damals noch vom Fürstenhaus Thurn und Taxis geführten Postanstalten übernommen und in Würzburg ein Oberpostamt eingerichtet. Am 1. April 1831 gingen die Postanstalten des kurzzeitig aufgelösten Oberpostamts Würzburg an Nürnberg. 1834 wurde in Würzburg ein neues Oberpostamt eingerichtet, das 45 Poststellen in ganz Unterfranken vorstand. Mit zunehmender Bedeutung des Bahnverkehrs wurde die Behörde ab 1851 in ein Oberpost- und Bahnamt umgewandelt. Im Oktober 1887 wurde auch der Telegraphendienst aufgenommen, indem Telefondirektor Beuker vom königlichen Oberpostamt Würzburg ein Telegramm an die Direktion übersandte, sowie das erste Telefonbuch mit den Sprechstellen der Würzburger „Telephon-Anlage“ [1] herausgebracht. Der Würzburger Postverwaltung unterstanden schließlich 1894 die Postämter Kissingen, Schweinfurt und Aschaffenburg, sowie die Postverwaltung in Kitzingen. Diese Entwicklung gipfelte in der Errichtung eines zusätzlichen Bahnpostamtes in Würzburg anno 1898.

Deutsche Reichspost ab 1920[Bearbeiten]

Mit Übergang der königlich-bayerischen Post an die Deutsche Reichspost am 1. Januar 1920 gab es nur noch eine bayerische Reichspostverwaltung in München. Das einstige Oberpostamt wurde zu Gunsten einer größeren Einheiten, der Oberpostdirektion Würzburg, aufgelöst.

Amtsgebäude[Bearbeiten]

Ursprünglich hatte das Oberpostamt seinen Sitz bis 1844 in der Sanderstraße 6. 1843 kaufte die Post das Greiffenclau-Palais (Roter Bau) in der Theaterstraße 23 zur Nutzung als Königliches Oberpostamt. Später wurde die Post in den Ludwigsbahnhof verlegt und der Rote Bau als Wohngebäude für Bahn- und Postbeamte genutzt. 1906 erwarb die Postverwaltung die ehemalige Kurie Rödelsee am Paradeplatz.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Telephon-Anlage Würzburg: Verzeichniss der Sprechstellen, Nr. 1 - abgeschlossen am 30. September 1887, Königl. Universitätsdruckerei von H. Stürtz, Würzburg 1887