Heilige Gertrud von Nivelles

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Heilige Gertrud von Nivelles

Die Heilige Gertud von Nivelles (auch Gertrud von Karlburg) (* 626; † 17. März 659 in Nivelles) war Äbtissin in Nivelles und Gründerin des Marienklosters in Karlburg.

Familiärer Hintergrund

Sie war die Tochter des austrischen Hausmeiers Pippin I. der Ältere und seiner Frau Iduberga von Nivelles. Gertruds Schwester Begga heiratete später den Herzog von Ansegisel, aus dessen Geschlecht 100 Jahre später Kaiser Karl der Große hervorging. Ihre Kindheit verbrachte Gertrud auf der Königspfalz der Merowinger. Schon als junges Mädchen sollte sie eine standesgemäße Hochzeit eingehen, was sie jedoch vehement ablehnte. Gertrud musste sich auch weiter heiratswilliger Freier erwehren.

Wirken im Bistum

Der Legende nach floh Gertrud deshalb nach Franken und gründete in Karlburg am Main eine Benediktinerinnenabtei, die der Muttergottes Maria geweiht war. Stimmt dies, dann wäre das Marienkloster in Karlburg eines der ersten Klöster in Mainfranken, das noch vor der Missionierung durch die drei Frankenapostel entstanden ist. 100 Jahre nach der legendären Gründung trat das Karlburger Marienkloster übrigens im Zusammenhang mit der Bistumsgründung und der Sel. Immina von Karlburg nochmals ins Licht der Geschichte.

Gertrudsage

Nach diesem Intermezzo in Franken kehrte Gertrud in ihre Heimat zurück. Eine Episode in der Vita der hl. Gertrud berichtet von Schiffsreisenden, die im Auftrag Gertruds unterwegs waren: Als diese auf der Fahrt von einem Meeresungeheuer bedroht wurden, flehten sie Gertrud um Hilfe an und sofort verschwand das Ungeheuer.

Verehrung

In Franken wird Gertrud von Nivelles als Heilige verehrt. Im Bistum Würzburg stehen einige Kirchen und Pfarreien unter dem Patronat der hl. Gertrud, so St. Gertraud im Würzburger Stadtteil Innere Pleich. Bis 1749 zog alljährlich die Pleicher Schiffswallfahrt von Würzburg-St. Gertraud über Karlburg nach Neustadt.

Siehe auch

Weblinks