Reihenhäuser Burkarderstraße

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Burkarderstraße 28-32 heute

Die Reihenhäuser Burkarderstraße, bestehend aus den Häusern Nr. 28, 30 und 32, wurden von Balthasar Neumann im Jahre 1719 erbaut.

Lage

Die alte Bezeichnung war Distrikt V, Nr. 234, 235 und 236 [1], die heutige Bezeichnung ist Burkarderstraße 28, 30 und 32.

Baugeschichte

Burkarderstraße 28-32 1945

Am 10. Mai 1719, drei Monate vor dem Tode des Fürstbischofs Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths, stellte die Hofkammer Balthasar Neumann und zwei weiteren Beamten des Hochstifts Würzburg einen ihr gehörigen Bauplatz zur Verfügung mit der gleichzeitigen Bauerlaubnis. Bereits im Oktober des Jahres wurden die Bauten vollendet. Die Planung und Ausführung hierzu hatte Balthasar Neumann, der in einer weniger bevorzugten Gegend, direkt zwischen Schönfärberei und dem Auslauf des Umlaufkanals im Mainviertel gemeinsam mit anderen einfachen Beamten sein Wohnhaus baute. Dies entsprach seiner Stellung am Hof, bevor Neumann 1724 zum fürstlichen Artilleriemajor und 1729, nachdem Friedrich Karl von Schönborn das Amt des Fürstbischofs inne hatte, der Neumanns Baukunst sehr zu schätzen wusste, mehrfach befördert und 1741 schließlich Obrigster der fränkischen Kreisartillerie wurde. Bereits 1726 verkaufte Neumann sein erstes Wohnhaus wieder, da er bereits 1725 den Huttenschen Hof in der Franziskanergasse bezogen hatte.

1867 entstand im Anwesen Nr. 28 das Haus Loretto als erste Niederlassung der Oberzeller Franziskanerinnen außerhalb von Kloster Oberzell.

Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde es bis auf die Grundmauern zerstört.

Baubeschreibung

Neumann fasste die drei Häuser zu einem Bau zusammen, der nach Außen nicht erkennen ließ, dass hier drei Besitzer ihre Anwesen hatten. Dem nördlichen Teil fielen sieben Achsen zu, den beiden anderen jeweils sechs Achsen. Die Fenster saßen frei, d.h. ohne eine horizontale oder vertikale Bindung auf der Mauerfläche. Lediglich durch ihre schnelle Abfolge erreichte Neumann eine optische Bindung in der Waagerechten.

Die einheitliche Zusammenfassung der dreigeschossigen Mansarddachbauten hinter einer gemeinsamen Fassade und unter einem Dach war nicht nur zweckmäßig, sondern entsprach auch den Anforderungen der Zeit nach einheitlich gestalteten Straßenfluchten. Durch die geschlossene Front war erster Blickpunkt und Akzent der Straße die Burkarder Kirche, ein städtebaulicher Aspekt, den Neumann bereits in der Heinestraße beobachtet haben mag mit den einfachen Reihenbauten und der Kuppel von St. Johannes in Stift Haug als wirksamen Abschluss.

Die Seite des nördlichen Hauses ist dem Verlauf des Umlaufkanals entsprechend abgeschrägt. Durch teilweises Abwalmen versuchte Neumann das Gefühl des zu starken Abschneidens zu vermeiden.

Heutige Nutzung

Seit der Rekonstruktion 1949 wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt.

Siehe auch

Quellen und Literatur

Einzelnachweise

Kartenausschnitt

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