Handwerkskammer für Unterfranken

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Handwerkskammer für Unterfranken

Die Handwerkskammer für Unterfranken ist eine Gebietskörperschaft des öffentlichen Rechts und dient der Organisation und Förderung des Handwerks in ihrem Kammergebiet. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in Politik und Öffentlichkeit und bietet eine Vielzahl an Beratungs- und Fortbildungsleistungen an.

Geschichte[Bearbeiten]

1899 ordnete das bayerische Innenministerium die Gründung einer Handwerkskammer in Würzburg an. Die konstituierende Sitzung der Handwerkskammer Unterfranken fand am 5. Juni 1900 statt. Im Jahr 1926 zog die Handwerkskammer für Unterfranken aus bislang angemieteten Räumen in das heutige Gebäude am Rennweger Ring. 1952 legte die Handwerkskammer den Grundstein für das heutige Berufsbildungszentrum in der Zellerau. 2004 eröffnete die Handwerkskammer das Kompetenzzentrum für Energietechnik in Würzburg.

Partnerschaft[Bearbeiten]

Die Handwerkskammer für Unterfranken unterhält seit 1966 eine enge Partnerschaft mit der Handwerkskammer Caen im französischen Département Calvados. 1992 nahm die Handwerkskammer partnerschaftliche Beziehungen zur Handwerkskammer Istanbul auf und seit 2000 besteht eine Partnerschaft mit der Handwerkskammer Pommern in Danzig/Polen.

Gebäude der Handwerkskammer[Bearbeiten]

Das Gebäude wurde nach einem Entwurf des Architekten Otto Leitolf im Stil des Expressionismus errichtet und ist ein dreigeschossiger Walmdachbau mit umlaufender Gaube und Putzmauerwerk mit Kalksteingliederungen. Das Erdgeschoss hat rundbogige Fensterarkadenreihe und eingearbeitete Büsten verschiedener Handwerksberufe des Künstlers Ludwig Sonnleitner. Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde der Bau nahezu zerstört und bis 1949 wieder aufgebaut.

Kammerbezirk[Bearbeiten]

Die Handwerkskammer (meist kurz nur HWK Unterfranken) umfasst den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken.

Mitgliedschaft und Mitarbeiter[Bearbeiten]

Die Handwerkskammer für Unterfranken hat rund 18.500 Mitgliedbetriebe mit zirka 89.000 Beschäftigten. Die Mitgliedschaft in IHK oder Handwerkskammer ist, je nach geschäftlicher Ausrichtung, bindend.

Finanzierung[Bearbeiten]

Die Kammer, als Non-Profit-Unternehmen finanziert sich ausschließlich aus den erhobenen Mitgliedsbeiträgen und Schlüsselzuweisungen des Bundes oder des Landes.

Lage[Bearbeiten]

Das Verwaltungsgebäude befindet sich am Rennweger Ring 3 in der Altstadt, das Berufsbildungszentrum der HWK in der Dieselstraße 10-12, das Kompetenzzentrum für Energietechnik in der Daimlerstraße 7 im Stadtteil Zellerau. Bildungszentren und -stätten unterhält die Handwerkskammer in Aschaffenburg, Schweinfurt und Bad Neustadt.

Aufgaben[Bearbeiten]

  • Beratung bei Existenzgründungen, Finanzierung, Rechtsfragen, Marketing, Internetauftritt,etc.
  • Praktikums- und Lehrstellenbörse
  • Erstellen und Durchführung der Ausbildungsprüfungen in handwerklichen Berufen.
  • Weiterbildungsangebot in handwerklichen Berufen (Technologie, Materialien, Erfindungen etc.)
  • Organisation und Durchführung lokaler und regionaler Messen, Fachvorträgen, Symposien.
  • Ausloben von Ehrungen und Preisen für förderungswürdige Projekte oder verdiente Personen
  • Information der Mitglieder über Veranstaltungen und Angebote
  • Schlichtungs-, Sachverständigen- und Gutachterstelle für handwerkliche Mängel

Präsidenten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]