Weiße Mühle (Estenfeld)

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Begriffsklärung.png Informationen über die gleichnamige Gaststätte Weiße Mühle finden sich unter Gaststätte Weiße Mühle (Estenfeld).

Weiße Mühle (2013)
Rückansicht der Weißen Mühle
Weiße Mühle (historische Aufnahme)

Die Einöde Weiße Mühle ist ein Ortsteil der Gemeinde Estenfeld im Landkreis Würzburg.

Lage[Bearbeiten]

Die Weiße Mühle liegt am südlichen Ufer der Kürnach zwischen Estenfeld und Lengfeld.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung findet die Weiße Mühle 1144, als die Sehemullin zur Hälfte auf Grund und Boden des Gotteshauses liegt, wofür sie jährlich zwei Pfund Wachs als Zins zahlen musste. 1507 übernahm die Kartause Engelgarten in Würzburg die volle Dorfherrschaft. Das Bürgerspital Würzburg erbaute 1562 den Mühlentrakt, woran der Türbogen zum Keller erinnert.

Am 4. April 1604 tauschen die Kartause Engelgarten und das Bürgerspital zu Würzburg die Obere Mühle in Versbach und die Weiße Mühle zu Estenfeld. 1666 wurde die Kartause Engelgarten Besitzer des ganzen Areals, einschließlich Wiesen, Äcker und Weinberge. 1803 wurden im Zuge der Säkularisation die Propstei und das Kloster geschlossen und dessen Hab und Gut versteigert. So fiel auch die Weiße Mühle mit 22,6 Hektar Ackerland und 20 Morgen Weinberge unter den Versteigerungshammer.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber ist das dort gemahlene Weißmehl. Der Weißmehlmüller verkaufte im Auftrage der Kartause das Weißmehl an die Würzburger Klöster und Pfarreien zur Herstellung der Hostien.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Am 5. August 1966 kaufte die Gemeinde Estenfeld die Weiße Mühle mit nur noch 7,7 Hektar restlicher Ackerfläche. 1985 wurde mit dem Bau von Mühle und Mehrzweckhalle begonnen, 1987 erfolgte die feierliche Einweihung von Mühle mit Gaststätte und Mehrzweckhalle.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Das Mühlengebäude ist eine zweiteiliger, zweigeschossiger Satteldachbau mit Treppengiebeln und profilierten Fensterrahmungen. Das Wirtschaftsgebäude ist ein zweigeschossiger Satteldachbau, um 1800, die Scheune mit Halbwalmdach stammt aus dem 18. Jahrhundert.

In einer schlichten Nische auf einem ornamentenreichen Sockel stehend eine Sandsteinstatue des Hl. Josef mit dem Jesusknaben, die in ihrer Darstellung aus dem Haus heraus dem Beschauer entgegeneilen. Unmittelbar darunter das Wappen des Müllers mit der Jahreszahl 1676.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Gastronomie[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ortsteil Weiße Mühle wird durch Ortsverbindungsstraßen der nördlich gelegenen Gemeinde Estenfeld verkehrstechnisch angeschlossen.

Fahrradwege[Bearbeiten]

Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Mehrzweckhalle

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Estenfeld/Konrad-Adenauer-Straße


Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Faltblatt: Rundwege: Estenfelder Mühlen. Gemeinde Estenfeld

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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