Stiftung Hör-Sprachförderung

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Die Stiftung Hör-Sprachförderung ist eine allgemeine, nicht-kommunale Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Würzburg.

Geschichte der Hör- und Sprachförderung in Unterfranken

Taubstummeninstitut in der Bahnhofstraße (1842)
Königliches Kreis-Taubstummen-Institut Würzburg 1912 (heutiges Landratsamt)

1817 wurden durch eine Verordnung von König Maximilian I. Joseph von Bayern die Kreisregierungen angewiesen, junge Lehrer für die Ausbildung Taubstummer in jedem Kreise einzustellen. So kam 1820 als erster Taubstummenlehrer Thomas Schmitt an die Hauger Schule nach Würzburg. 1835 wurde auf erneute königliche Anweisung in Würzburg am Lehrerbildungsseminar eine Taubstummenklasse als Externatsschule eingerichtet. Der Verein erwarb 1841 den Ebersberger Hof am Pfaffentor. Die Taubstummenstiftung finanzierte mit Unterstützung der Regierung den Umbau und die Ausstattung der neuen Schule mit Heim.

Am 8. Dezember wurde das erste Taubstummeninstitut in Würzburg feierlich seiner Bestimmung übergeben. Die Stiftung nennt sich fortan „Taubstummeninstitutsstiftung”. 1872 fanden erste ohrenheilkundliche Reihenuntersuchungen aller Zöglinge des Taubstummeninstituts durch Prof. Dr. Anton Friedrich Freiherr von Tröltsch statt. 1886 erfolgte der Umzug in die neuerrichtete Taubstummenanstalt in der Franz-Ludwig-Straße und 1908 wurde die neugebaute „Königlich-Bayerische Kreistaubstummenanstalt” in der Zeppelinstraße im heutigen Landratsamt Würzburg bezogen.

1943 wurde der Lehrbetrieb der provisorisch untergebrachten Kreistaubstummenanstalt Würzburg im Kloster St. Ludwig bei Schweinfurt wieder aufgenommen. Am 30. Oktober 1951 übertrug das Bayerische Staatsministerium der Finanzen Grundstück und Gebäude in der Zeppelinstraße wieder in das Eigentum der Taubstummeninstitutsstiftung. 1976 begann der Neubau im Stadtbezirk Heuchelhof.

Stiftungsgeschichte

1836 wurde die „Taubstummenstiftung” zur finanziellen Unterstützung der Pflegefamilien gegründet und 1837 durch als Verein zur Förderung des Taubstummenunterrichts in Unterfranken offiziell eingetragen und durch den Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes bzw. dessen Stellvertreter vertreten. Die Stiftung Hör-Sprachförderung ist seit 1841 eine freie und unabhängige Stiftung. 1985 ändert die „Taubstummeninstitutsstiftung” ihren Namen in „Stiftung zur Förderung hör-sprachgeschädigter Kinder und Jugendlicher”.

Stiftungszweck

Zweck der Stiftung ist die Förderung von Menschen mit Beeinträchtigungen im Hören und/oder in der Kommunikation, insbesondere durch:

  • Errichtung und Betreiben von Beratungs- und Bildungseinrichtungen vor allem für junge Menschen, wie das Ganztageszentrum für Hören und Kommunikation
  • Schaffung von Fördereinrichtungen und Gewährung von Zuschüssen und Berufsausbildungsbeihilfen.

Trägerschaft

Das Hörgeschädigtenzentrum in der Berner Straße in auf dem Heuchelhof wird von zwei wirtschaftlich voneinander unabhängigen Institutionen getragen, der Stiftung Hör-Sprachförderung und der Bezirk Unterfranken. In der Stiftung ist die Heilpädagogische Tagesstätte, das Heilpädagogische Internat, die Therapieabteilung und das Cochlea Implantat Centrum Süd (CICSüd) untergebracht. Beim Bezirk Unterfranken ist Träger der Dr.-Karl-Kroiß-Schule.

Kontakt

Stiftung Hör-Sprachförderung
Berner Straße 14-16
97084 Würzburg
Telefon: 0931-60060-600

Siehe auch

Weblinks