Sebald Appelmann

Aus WürzburgWiki
Zur Navigation springenZur Suche springen

P. Dr. Sebald Appelmann O.Praem. (Taufname: Johann Sebastian Appelmann) (* 11. August 1684 in Neustadt an der Saale; † vor 23. August 1748 in Kloster Oberzell) war Prämonstratenser und Architekt.

Leben und Wirken

Nachdem er die Lateinschule in seiner Heimatstadt besucht hatte, immatrikulierte er sich am 5. Juli 1700 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. In jenen Jahren gehörte Joseph Greissing (1664-1721) zu den führenden Architekten der Stadt und des Hochstiftes. Sebald Appelmann konnte also als junger Student wie auch als junger Chorherr die Entstehung zahlreicher Bauten in Würzburg aus nächster Nähe miterleben.

Am 21. September 1715 wurde er als Mitglied der Prämonstratenserabtei Oberzell zum Subdiakon geweiht, am 19. Dezember des folgenden Jahres zum Diakon. Am 14. Mai 1720 wurde er bei Prof. Stephan Donung an der Universität Würzburg promoviert, dazwischen lag am 23. September 1719 seine Priesterweihe.

Architekt

Es ist wahrscheinlich, dass Pater Sebald auch an anderen Universitäten studierte oder auf einer Bildungsreise durch das Reich, Italien oder Frankreich architektonische Kenntnisse erwarb. Dafür spricht zumindest sein vermutlich erster Bau, der in das Jahr 1718 datiert. Es handelt sich dabei um den wohl weitgehenden Neubau des späteren Krankenbaus von Oberzell, den heutigen Antonia-Werr-Saal. Das pavillonartige Gebäude trägt im Türsturz die Jahreszahl 1718, die Ecken sind abgerundet. Appelmann benutzte ein Motiv, das erstmals 1704 am Gartenpavillon des Juliusspitals in Würzburg von Joseph Greissing aufgetaucht war. 1732 wurde er Subprior im Kloster Gerlachsheim im Taubertal. 1744 kehrte er in sein Heimatkloster nach Zell a. Main zurück und plante auf Geheiß seines Abtes Georg Fasel den Neubau des Oberzeller Klosters.

Bauten und Planungen

Quellen und Literatur

Weblinks