Schützenhof

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Schützenhof

Der Schützenhof ist ein traditionsreiches Ausflugslokal (Landgasthaus mit Biergarten) am Nikolausberg.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war der Nikolausberg bis auf die Platanenallee, die sich zum Käppele hinzog, kahl. Viele der Weingärten am Ost- und Südhang blieben nach Ertragsrückgängen brachliegen und wurden nach und nach preisgünstig verkauft. Zu den Käufern zählte auch Agathe Hertlein aus Weyersfeld bei Gemünden, die für ihr Gut „Johannishof“, das 1854 gebaut worden war, Ackerland ankaufen wollte. 1862 stellte ihr Bruder Johann Hertlein, der am „Johannishof“ beteiligt war, einen Antrag auf Umbau des Wohnhauses zu einer Gaststätte. Zwei Jahre später eröffnete seine Tochter Eva Hertlein die Gaststätte „Johannisburg“. Da es jedoch an Ausflüglern mangelte, durfte Eva Hertlein die Konzession im März 1874 auf ihr Anwesen Nikolaushof übertragen. Die „Johannisburg“ mit 8,5 Hektar Land verkaufte sie an die Königlich Privilegierte Hauptschützengesellschaft. 1877 hatte der Schützenverein sein Schießhaus in der Schießhausstraße verlassen müssen, da der Magistrat das Schießen auf dem im Laufe der Jahre allmählich mit Häusern umbauten Schießplatz verboten hatte.

Die „Johannisburg“ wurde in „Schützenhof“ umbenannt und verpachtet. Während die Schützen sich im 1887 errichteten Schützenheim oberhalb der Gaststätte trafen, pachtete 1877 Michael Endres aus Theilheim die Gaststätte. 1901 gab er die Pacht an seinen Neffen Michael weiter, bis 1931 dessen Sohn Josef die Gaststätte pachtete. Während das Schützenheim beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 niederbrannte, konnte die Familie Endres die Brandbomben in der Gaststätte mit Sand ersticken. Bereits im Sommer 1946 konnte den Würzburger Dünnbier und der selbstgekelterte Johannisbeerwein angeboten werden.

1961 kaufte die Familie Berndt den „Schützenhof“ von der Hauptschützengesellschaft und erweiterte das Beeren-Sortiment. Als erster Gastwirt riskierte es Friedrich-Karl Berndt, in der Hochsaison Studentinnen und Studenten als Kellner einzustellen. Sie tragen auch heute noch Essen und Trinken zu den Tischen unter schattenspendenden Bäumen.

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Platzangebot[Bearbeiten]

Von der großzügigen Terrasse, die ca. 300 Personen Platz bietet und von alten Kastanien umsäumt ist, besteht ein weiter Ausblick über Würzburg und das Maintal. Im Gasthaus befindet sich ein Schankraum mit 28 Plätzen, das Roßpergzimmer mit 45 Plätzen und die Brunnenstube mit 70 Plätzen. Im Umfeld des Schützenhofs befinden sich das Käppele und die Frankenwarte.

Angebot[Bearbeiten]

Der Schützenhof bietet traditionelle fränkische Küche, teils mit Zutaten aus dem eigenen Garten.

  • Fränkische und Bayerische Küche
  • Brotzeit
  • Gerichte für Kinder
  • Bier: Wernecker, Erdinger
  • Frankenweine
  • Beerenweine

Besonderheiten[Bearbeiten]

  • Angebot von Beerenwein und Zwetschgenwasser
  • Sommerpagode: Unter dem gewölbten Dach finden 22 Personen Platz. Mit direktem Blick auf das Maintal.
  • Baumhaus: Für Kinder gibt es ein Baumhaus und einen Naturspielplatz.
  • Im Sommer gibt es vier Wochen lang Open-Air-Kabarett im Theater am Schützenhof

Anschrift[Bearbeiten]

Schützenhof
Zufahrt über die Frankenwarte für PKW
Mainleitenweg 48
97082 Würzburg
Telefon: 0931 - 7 24 22
Telefax: 0931 - 78 34 40

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

  • Montag bis Freitag von 10.00 Uhr bis 24.00 Uhr
  • Samstag von 9.00 bis 1.00 Uhr
  • Sonntag von 9.00 bis 22.00 Uhr
Warme Küche von 11.00 bis 23.00 Uhr

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Dettelbacher: Zu Gast im alten Würzburg. Heinrich Hugendubel Verlag, München 1993, S. 168 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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