Robert Ritter von Greim

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Robert Ritter von Greim

Robert Ritter von Greim (* 22. Juni 1892 in Bayreuth; † 24. Mai 1945 in Salzburg) war Direktor der Fliegerschule Würzburg und letzter Oberbefehlshaber der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Militärische Laufbahn bis zum Ende des Ersten Weltkriegs[Bearbeiten]

Robert Ritter von Greim trat am 24. Juli 1911 als Fahnenjunker in das königlich-bayrische Eisenbahn-Bataillon in München ein. Nach dem Besuch der Kriegsschule in München wurde er Batterie-Offizier im 8. bayerischen Feldartillerie-Regiment, mit dem er 1914 in den Krieg zog. Im März 1915 meldete er sich freiwillig zur Fliegertruppe. Nach kurzer Ausbildung wurde er Beobachter in der Flieger-Abteilung 3b, dann in der Beobachter-Abteilung A 204. Ab Oktober 1916 wurde er zum Flugzeugführer ausgebildet und wurde Jagdflieger der Flieger-Abteilung 34,, deren Führung er im Juni 1917 übernahm. Im März und April 1918 führte er gleichzeitig die Jagdgruppe 10 und von April bis Juli 1918 die Jagdgruppe Greim.

Direktor der Fliegerschule[Bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg war er zunächst Post- und Kurierflieger. 1920 begann er ein Jurastudium. Da Greim weiterhin ein starkes Interesse an der Fliegerei hatte, beteiligte er sich an der Durchführung von Luftsportveranstaltungen und ging im Jahr 1924 für drei Jahre nach China, um am Aufbau der dortigen Luftwaffe für mitzuhelfen. Nach seiner Rückkehr übernahm er 1927 die Leitung der Fliegerschule in Würzburg als Nachfolger von Heinrich Nopitsch.

Militärische Laufbahn bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs[Bearbeiten]

1934 wurde von Greim als Major wieder in die Wehrmacht übernommen und wurde Kommodore des Jagdgeschwaders 132. Am 1. Juni 1937 wurde er dann Chef des Luftwaffen-Personalamtes und am 1. Februar 1938 zum Generalmajor befördert. Am 1. Januar 1940 zum Generalleutnant befördert, nahm er mit seinem Korps am Westfeldzug teil. Am 1. April 1942 wurde er Befehlshaber des Luftwaffen-Kommandos Ost und am 16. Februar 1943 zum Generaloberst befördert. Am 5. Mai 1943 wurde er Chef der Luftflotte 6, deren Oberbefehlshaber er im Sommer 1944 wurde. Am 25. April 1945 wurde er von Hitler im eingeschlossenen Berlin zum letzten Oberbefehlshaber der Luftwaffe ernannt und zum letzten deutschen Generalfeldmarschall befördert. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft und nahm sich im Lazarett das Leben.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Ritterkreuz des kgl. Hausordens von Hohenzollern mit Schwerter
  • Bayerisches Flugzeugführerabzeichen
  • Bayerisches Beobachterabzeichen
  • Eisernes Kreuz II. und I. Klasse
  • Bayerischer Militärverdienstorden IV.Klasse mit Krone und Schwerter
  • Orden Pour le Mérite
  • Ritterkreuz des Militär-Max-Joseph-Orden, verbunden mit der Erhebung in den Persönlichen Adelsstand
  • Dienstauszeichnung der Wehrmacht IV. und III. Klasse
  • Wiederholungsspange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse
  • Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz am 24. Juni 1940
  • Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes am 2. April 1943 als 216. Verleihung
  • Eichenlaub und Schwerter zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes am 27. August 1944 als 92. Verleihung
  • Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP am 30. Januar 1945
  • Gemeinsames Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen mit Brillanten

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]