Philipp Heffner

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Dr. Philipp Ignaz Heffner * 1. Juli 1765 in Hardheim; 12. März 1843 in Würzburg) war Philosoph, Jurist und Regierungsrat im Königreich Bayern.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Heffner studierte in Bamberg und an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zunächst Philosophie bis zur Promotion, anschließend Jura in Würzburg, Mainz und Göttingen. Seine Praktikas absolvierte er am Reichskammergericht in Wezlar und der Würzburger Gesandtschaft in Regensburg. 1789 erhielt er von der Universität Würzburg die Würde eines Lizentiaten, das Recht, an der Hochschule Vorlesungen abhalten zu dürfen. Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal wurde auf Heffner aufmerksam und ernannte ihn am 20. Oktober 1791 zum fürstlichen Hof- und Kaiserlichen Landgerichtsadvokaten und Prokurator. Anschließend war Heffner Verwalter und Zehntgraf in Oberschwarzach/Steigerwald und Leiter des Amtskellers in Bischofsheim. Am 9. Mai 1796 wurde er Kriminalsekretär. Während der Schlacht von Würzburg war Heffner auf dem Kampfplatz und führte mit einem Karren die Verwundeten, gleichgültig ob Freund oder Feind, in das Juliusspital über, um sie der Pflege des berühmten Carl Caspar von Siebold zu übergeben. Drei Jahre später wurde er von Georg Karl von Fechenbach zum Hof- und Regierungsrat in Würzburg ernannt. Nach der Säkularisation trat Heffner in die Dienste von Kurfürst Maximilian von Bayern ein und wurde im neu gegründeten Fürstentum Landkommissar des Kommissariats Würzburg, das sich von Karlstadt bis Röttingen erstreckte. Eine Hauptaufgabe der Kommissäre war die Regelungen der vielen Hoheitsschwierigkeiten, wie sie durch die neuen Herrschaftsverhältnisse entstanden sind. Mit Gründung des Großherzogtums Würzburg trat er in die Dienste von Großherzog Ferdinand von Würzburg ein. Beim Übergang an das Königreich Bayern 1814 war Heffner zuerst Landesdirektionsrat, seit 11. Dezember 1825 Regierungsrat für Unterfranken und Aschaffenburg bis zu seiner Pensionierung.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Zwischen 1825 und 1836 war er Abgeordneter der Städte in der Ständeversammlung und von 1827 bis 1828 Mitglied des bayerischen Landtags.

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten]

Heffner war Mitglied im Historischen Verein für Unterfranken und Aschaffenburg. Er war Mitbegründer des Instituts der Harmonie und beschäftigte sich mit der Regestensammlung Frankens.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach ihm wurde die Dr.-Heffner-Straße in Ochsenfurt benannt.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Sein Sohn war der Historiker Carl Heffner.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]