Leopold von Bayern

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Prinz Leopold von Bayern

Prinz Leopold Maximilian Joseph Maria Arnulf Prinz von Bayern (* 9. Februar 1846 in München; † 28. September 1930 ebenda) war deutscher Generalfeldmarschall.

Familiäre Hintergründe

Leopold wurde als Sohn der Verbindung von Prinzregent Luitpold und Auguste Ferdinande von Österreich geboren und war damit der jüngere Bruder von König Ludwig III. von Bayern.

Militärische Laufbahn

Leopold trat 1861 als Kadett beim 6. Jäger-Bataillon der Bayerischen Armee bei. Am 20. Dezember 1862 wechselte er zum 2. Infanterie-Regiment und am 18. Oktober 1864 zum 3. Reitenden Artillerie-Regiment. Im Juli 1866 erhielt als Führer des 3. und 4. Geschützes seiner Batterie bei Bad Kissingen die Feuertaufe, nahm an den Gefechten bei Uettingen am Ende des Deutschen Krieges teil und wurde 1867 zum Hauptmann befördert.

Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 war er als Batteriechef bei Sedan Am 11. Dezember 1870 übernahm er die Führung des 3. Artillerie-Regimentes. Zusammen mit seinem Vater Luitpold nahm er an der Kaiserproklamation in Versailles am 18. Januar 1871 teil. Am 27. März 1871 wurde Leopold zum Oberstleutnant befördert.

Am 1. November 1875 erfolgte Leopolds Beförderung zum Generalmajor und die Ernennung zum Kommandeur der 1. Kavallerie-Brigade. Am 16. Juni 1881 wurde er zum Generalleutnant befördert, gleichzeitig erhielt er das Kommando über die 1. Division in München. Am 2. März 1887 erreichte er den Rang eines Generals der Kavallerie und übernahm am folgenden Tag die Führung des I. Armee-Korps. Am 27. Juni 1892 wurde er Inspekteur der IV. Armee-Inspektion, am 28. Oktober 1893 wechselte er diese Position und wurde zum General-Inspekteur der Bayerischen Armee bestellt. Am 1. Januar 1905 erhielt er aus den Händen seines Vaters den bayerischen Marschallstab und wurde bayerischer Generalfeldmarschall. Am 27. März 1913, zwei Jahre nach seinem 50. Militärdienstjubiläum, zog sich der Prinz ins Privatleben zurück.

Am 16. April 1915 für den Heeresdienst im Ersten Weltkrieg reaktiviert und unterstand Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg in Polen. Im Sommer 1916 übernahm er Hindenburgs Stelle als Oberbefehlshaber Ost. Am 1. August 1916 erhielt er den Rang eines preußischen Generalfeldmarschalls. Nach Ausbruch der Revolution in Russland begannen am 26. November 1917 die Friedensverhandlungen mit den Sowjets, die nach dem erneuten deutschen Vormarsch bis zum 3. März 1918 zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk gezwungen werden konnten. 1919 kehrte er nach München heim und quittierte den Militärdienst.

Ehrungen und Auszeichnungen

Siehe auch

Weblinks

  • Hans-Michael Körner, Leopold in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 271 f. (Online-Version)

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