Klärwerk Winterhausen

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Das Klärwerk Winterhausen ist der größte Entwässerungsbetrieb im südlichen Landkreis Würzburg.

Geschichte der Abwasserentsorgung im Raum Ochsenfurt

Noch vor 1986 wurde ein Großteil des anfallenden Abwassers ungeklärt in den Main und seine Vorfluter geleitet. Entsprechend schlecht war die Gewässergüte im Verbandsgebiet. Heute werden vier Milliarden Liter Wasser jedes Jahr über das insgesamt 60 km lange Kanalsystem zur Verbandskläranlage transportiert.

Einzugsgebiet

Angeschlossen an die Kläranlage sind die 10 Mitgliedsgemeinden mit 29 Ortsteilen und die Marktgemeinde Winterhausen. Dazu gehören die Städte Ochsenfurt und Marktbreit/Lkr. Kitzingen, die Marktgemeinden Sommerhausen, Frickenhausen am Main, Gelchsheim, Giebelstadt und Obernbreit/Lkr. Kitzingen, sowie die Gemeinden Segnitz, Sonderhofen und Gaukönigshofen.

Klärwerktechnik

Das Klärwerk reinigt das Abwasser mechanisch und biologisch. Das Klärwerk versorgt sich dabei selbst mit Strom und Wärme. Vom Pumpwerk Winterhausen wird das aus dem gesamten Verbandsgebiet gesammelte Abwasser über zwei Druckleitungen dem 500 m entfernten Klärwerk zugeführt. Fünf Pumpen könnten maximal 1.180 Liter pro Sekunde in die Verbandskläranlage pumpen.

Mechanische Reinigung

In der Kläranlage wird das Abwasser zunächst mit Rechen gereinigt, die alle großen Feststoffe aus dem Wasser herausholen: Klopapier, Haare und was sonst noch absichtlich oder versehentlich das Klo hinuntergespült wurde. Hier entsteht ein erster Teil des am Ende übrig bleibenden Klärschlamms.

Sandfang

Im Sandfang setzen sich Schmutzpartikel ab, die schwerer als das Wasser sind, beispielsweise mineralische Feststoffe wie Sand, Erde oder Kies.

Vorklärbecken

Durch das Vorklärbecken fließt das Abwasser so langsam, dass sich auch leichtere Partikel absetzen können.

Belebungsbecken

In der biologischen Reinigung werden Mikroorganismen gegen den organischen Schmutz im Wasser eingesetzt. Bakterien fressen sich an Ölen, Fäkalien, Düngemitteln und Ähnlichem satt. Damit die Bakterien im Wasser in der Schwebe bleiben und genügend Sauerstoff haben, wird das Becken ständig belüftet.

Nachklärbecken

Im Nachklärbecken setzen sich die gesättigten Mikroorganismen als Schlamm am Boden ab. Was vom Klärschlamm nicht im Belebungbecken wiederverwendet wird, landet im Faulturm, wo der Schlamm gärt und Faulgase produziert. Dabei können Strom und Wärme gewonnen werden, die das Wasserwerk für den eigenen Betrieb nutzt. Die Qualität des Wassers nach diesem Reinigungsprozess ist so hoch, dass es direkt in Flüsse oder Seen eingeleitet wird. Keimfrei ist das gereinigte Wasser allerdings nicht.

Kontakt

Verbandskläranlage Winterhausen
Heidingsfelder Straße
97286 Winterhausen
Telefon: 09333-1422

Siehe auch

Weblinks