Gut Gieshügel

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Gut Gieshügel
Ortstyp Ortsteil
Gemeinde Gerbrunn
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Gut Gieshügel - Fischerhaus

Gut Gieshügel ist ein Ortsteil der Gemeinde Gerbrunn im Landkreis Würzburg im Regierungsbezirk Unterfranken im Freistaat Bayern.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Gut Gieshügel liegt etwa zwei Kilometer südöstlich der Gemeinde Gerbrunn, nördlich der Gieshügler Höhe und ist umgeben von Feldern.

Geschichte[Bearbeiten]

Laut topographischem Handbuch für den Untermainkreis gehörte das Gut 1830 je zur Hälfte dem Augustinerkloster und der Universität Würzburg. Seit April 1887 wurde hinter den Mauern des Guts in einer Brennerei aus Getreide (Weizen, Roggen oder wie zuletzt Triticale) hochprozentiger Industriealkohol (86-prozentiger Ethylalkohol) hergestellt. Pro Saison wurden aus rund 300 Tonnen Getreide 700 Hektoliter Alkohol gewonnen, weißer Rauch stieg aus dem hohen Schornstein. Im Herbst 2013 lief jedoch das staatliche Monopol für Industriealkohol aus und die Destille musste schließen. Gegenwärtig wird das Gut landwirtschaftlich genutzt.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber ist der Gieshügel, bzw. Gieshügeler Höhe, eine Erhebung südlich des Gutes.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Zum Gut Gieshügel gehört unter anderem das Fischerhaus im Südwesten. Es handelt sich dabei um einen lang gestreckten Satteldachbau aus dem 18. Jahrhundert. Weiterer Bestandteil ist das daran anschließende Bauernhaus, ein eingeschossiger Satteldachbau über einem Kellergeschoss im Kern aus dem 17. Jahrhundert datierend und inzwischen erneuert. Zwei Hoftore mit Fußgängerpforten (ebenfalls 17. Jahrhundert) gewähren Zugang in den Bauernhof. Ferner gibt es eine Nische mit Sebastiansfigur aus dem 18. Jahrhundert, einen kleinen Löschteich und zahlreiche Wirtschaftsgebäude.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Seit 1965 ist das Gut von der Südzucker AG gepachtet. Über 200 Hektar Ackerfläche zählen zum Gut Gieshügel. Angebaut werden vor allem Getreide, Zuckerrüben und Raps. Einst befand sich auch eine Viehhaltung am Standort - diese wurde jedoch 1991 aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben.

Verkehr[Bearbeiten]

Am Ortsende von Gerbrunn an der Ortsverbindungsstraße nach Randersacker zweigt die Gieshügeler Straße zum Gut Gieshügel ab.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Anton Rottmayer: Statistisch-topographisches Handbuch für den Untermainkreis des Königreiches Bayern. Würzburg 1830, S. 368
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Gerbrunn, Nr. D-6-79-136-18

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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