Gollachbrücke (Aub)

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Gollachbrücke
Skulptur des hl. Nepomuk auf der Gollachbrücke

Die Gollachbrücke ist ein historischer Flussübergang vor der Stadt Aub.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits seit dem Mittelalter bildet die Brücke den einzigen Zugang zur Stadt aus nördlicher Richtung. Seit dieser Zeit wurde auch der Brückenzoll am Brückenzollhaus Aub von Reisenden und Kaufleuten erhoben, damit diese die Straßen und die Brücke in die Stadt passieren durften. Bedingt durch das Gnadenbild in der Spitalkirche kamen auch zahlreiche Pilger nach Aub, weshalb am südlichen Brückenkopf eine zusätzliche Kirchentür als Zugang eingebaut wurde.

Bereits auf der ältesten Stadtansicht von Aub aus dem Jahr 1523 ist die Konstruktion einer Schlagbrücke unmittelbar am bzw. vor dem unteren Torturm erkennbar. Dies bedeutete, dass zur zusätzlichen Sicherung des Stadteingangs der Zugang durch das Hochziehen einer hölzernen Brücke wesentlich erschwert werden konnte. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ist an der Gollachbrücke das Bestehen einer Zugbrücke nachweisbar.

Im April 1945 wurde die Gollachbrücke gesprengt und nach dem Krieg als Betonkonstruktion mit einem Pfeiler wieder errichtet.

Skulptur „Heiliger Nepomuk“[Bearbeiten]

Mit der Sprengung der Gollachbrücke im Zweiten Weltkrieg nahm auch die Skulptur des hl. Nepomuk großen Schaden. Erst 1954 besann man sich des Brückenheiligen wieder und stellte ihn zurück auf die Brüstung der wiederaufgebauten Gollachbrücke. „Das war damals nur noch ein Torso, den man aus der Gollach gefischt und wieder zusammengeflickt hat“, sagt Claus Menth, Auber Kirchenpfleger. Der originale Kopf des Nepomuk blieb verschwunden. Stattdessen wurde ein Haupt aus Beton über dem Hals der Statue befestigt. Auch das Postament, von dem der Nepomuk früher auf die Passanten hinunter schaute, ließ man weg. 2010 wurde die Skulptur vom Riedenheimer Bildhauer Fernando Gabel restauriert und wieder auf ein Podest gestellt. [1]

Verkehrsbedeutung[Bearbeiten]

Die Brücke überspannt die Gollach an der Spitalkirche zum Heiligen Geist (Aub) und verbindet das Stadtzentrum und die Staatsstraße 1003 mit der Staatsstraße 2269.

Sanierung[Bearbeiten]

Das Straßenbauamt plant seit 2014, die baufällig gewordene Brücke abzubrechen und durch einen Neubau zu ersetzen. Die Finanzierung durch den Freistaat Bayern ist zwischenzeitlich gesichert.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Aub/Gollachbrücke


Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Georg Pfeuffer: Der untere Torturm in Aub. in: Dr. Georg Menth: Auber Geschichtsblätter - Beiträge zur Auber Stadtgeschichte. Stadt Aub 1988

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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