Geyerschloss (Ingolstadt)

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Eingangstor zum ehemaligen Gutshaus
Einfahrt zum ehemaligen Gutshaus und Südseite
Ehemaliges Gutshaus am Schloss, Nordseite

Das Geyerschloss (auch: Ingolstädter Schloss) war der Herrschaftssitz der Adelsfamilie Geyer von Ingolstadt, einer Seitenlinie der Geyer von Giebelstadt in Ingolstadt in Unterfranken.

Lage[Bearbeiten]

Das Schloss befand sich am Ende der Schloßstraße in Ingolstadt am nordwestlichen Ortsrand.

Geyer von Ingolstadt[Bearbeiten]

Mitte des 14. Jahrhunderts wurde von dem in Ingolstadt sitzenden Rittergeschlecht der Geyer das ehemalige Hofgut von Kloster Oberzell erworben. Walter Geyer von Ingolstadt und Hans Geyer von Ingolstadt sind die ersten Angehörigen jenes Geschlechtes, das über einen Zeitraum von mehr als 400 Jahren die Geschicke Ingolstadts mitprägte. Die Geyer besaßen die Vogteirechte des Dorfes, hatten zwei Fünftel des Dorfes in Besitz und nahmen als Mitbesitzer des Zehnts großen Einfluss auf die Maßnahmen des Patronatsherrn von Ingolstadt, des Fürstbischofs von Würzburg. Im Bauernkrieg wurde das Schloss am 7. Mai 1525 von einem Bauernfähnlein zerstört. Mit dem Tod von Konrad Geyer von Giebelstadt zu Ingolstadt am 1. November 1601 starb die Geyer’sche Seitenlinie „von Ingolstadt“ aus.

Heutiges Gebäude[Bearbeiten]

Autor Heinrich Wilhelm Bensen nahm 1840 das Ingolstadter Schloß in Augenschein: „Noch sind Reste vom Schloß Ingolstatt sichtbar. Einen mäßig großen Hofraum umgibt ein breiter, versumpfter Graben, und nur an einer Seite scheidet den Hof halb eingestürztes Mauerwerk und ein zerfallener Thorweg von dem Dorfe. Von dem stattlichen alten Thurm ist nichts mehr übrig, wenn nicht vielleicht noch der Fuß unter Ginster und Weißdornen verborgen liegt. Auf dem beschränkten Hofraum des alten Schlosses ist jetzt ein kleines, recht wohnliches Landhaus erbaut.“

Vom ehemaligen Geyerschloss sind heute noch einige Grundmauern, ein Rondell und eine Kanonenkugel vorhanden. Später wurde an gleicher Stelle ein Landhaus errichtet. Das ehemaliges Gutshaus mit Einfahrt aus dem Jahr 1803 und Pfeilerbrunnen im Park, stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. und ist ein zweigeschossiger Bruchsteinbau mit Kniestock und Satteldach in klassizistischer Bauweise. Im Zweiten Weltkrieg wurde es von den Feuerland Werkstätten aus Geroldshausen erworben. Das Anwesen befindet sich heute in Privatbesitz.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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