Georg Michael Hanftmann
Georg Michael Hanftmann (* 8. Juni 1834 in Giebelstadt; † 8. Juni 1867 in Würzburg) war ein unterfränkischer Kirchenmaler.
Familiäre Zusammenhänge
Sein Sohn Barthel Hanftmann war Architekt und Autor. Als Autor führte er den Namen Georg Bünau, was wohl von seiner Frau kam.
Leben und Wirken
Nach der Schulzeit erlernte er das Maler- und Tünchnerhandwerk. Nach der Gesellenprüfung ging er auf Wanderschaft und war in Wien, Ungarn und schließlich 1855 in München tätig war. Hier entdeckte er seine künstlerische Begabung und wurde an der Akademie der Bildenden Künste aufgenommen.
Werke in Würzburg und Umgebung
Zurück in Giebelstadt malte Hanftmann in kurzer Zeit eine große Anzahl von Altarbildern unter anderem für Kirchen im Ochsenfurter Gau. Auch die Kuppel in der Würzburger Michaelskirche, die beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 ausbrannte, und die Pfarrkiche St. Laurentius in Heidingsfeld malte er aus. 1863 malte er einen großen Kreuzweg für die Kirche in Stalldorf bei Riedenheim, der heute in Neuendorf bei Lohr am Main zu sehen ist.
- Weitere Werke
- Altarbild der Nikolauskapelle in Eßfeld
- Altarbild Maria Immaculata auf der Rückwand des Hochaltars, in der kath. Filialkirche Unbefleckte Empfängnis Mariens in Ingolstadt in Unterfranken. Es schmückte einst den linken Seitenaltar.
- 1857: Ölgemälde des Kirchenpatrons, des Erzengels Michael in der kath. Pfarrkirche St. Michael in Gaurettersheim
Siehe auch
Quellen und Literatur
- Peter Wamsler: Giebelstadt und Ortsteile - Ein kulturhistorischer Streifzug. Giebelstadt 2005, S. 36
- Main-Post: „Die Pracht der kleinen Landkirche“ (15. Oktober 2003)
