Fränkisches Reich

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Das Fränkische Reich unter der Herrschaft thüringisch-fränkischer Herzöge bestand zwischen 639 und 719.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Nach dem Tode Chlodwigs im Jahre 511 wurde das Reich unter dessen vier Söhnen aufgeteilt. Es konnte die Reichseinheit zwar durch Chlodwigs Nachfolger immer wieder hergestellt werden, doch brachte es die germanische Tradition mit sich, dass es immer wieder zu Reichsteilungen unter den Söhnen beim Tode des Vaters kam.

Das Gebiet um Würzburg lässt sich erst ab etwa Ende des 8. Jahrhunderts als fränkisch bezeichnen. Zunächst von den Quellen als Teil der thüringischen Region gesehen, setzt sich ab der Karolingerzeit die Eigenbezeichnung „Mainfranken“ – in klarer Abgrenzung zur nord-östlich gelegenen „Thoringia“ – durch. Es ist unklar, ob erste fränkische Expansionsbestrebungen in Richtung des Maingebietes erfolgreich schon unter Chlodwig in den Jahren 496/497 beziehungsweise 506/507, also im Zuge der Unterwerfung der Alamannen oder aber erst mit der vollständigen Eroberung des Königreiches Thüringen im Jahre 531 unter Theuderich I. umgesetzt wurden.

Die Hedenen in Mainfranken[Bearbeiten]

Dennoch erfolgt in den nächsten zwei Jahrhunderten allmählich ein Prozess, der als „Frankisierung“ bezeichnet werden kann. Auffällig ist ab diesem Zeitpunkt, dass das mainfränkische Gebiet, im Gegensatz zu Thüringen und vor allem den Sachsen im Norden, die sich in den 550er und 620er Jahren gleich zweimal gegen die fränkische Herrschaft auflehnten und niedergeschlagen wurden, relativ passiv auf die fränkische Herrschaft reagiert. Im Zuge der Unfähigkeit der fränkischen Zentralmacht unter Dagobert I., ihre Gebiete östlich des Rheins effektiv zu verteidigen, wird ab den 620er bis 630er Jahren ein eigenständiges thüringisches Herzogtum errichtet worden sein, wobei nicht gesichert ist, ob es das mainfränkische Gebiet zu diesem Zeitpunkt mit umfasste. Übertragen wurde das neu gegründete Dukat einem Franken namens Radulph, mit dem Auftrag, es vor sächsischen und slawischen Einfällen zu verteidigen.

Herrscherabfolge thüringisch-fränkischer Herzöge[Bearbeiten]

Ende des fränkischen Reiches[Bearbeiten]

Hetan II. und sein Sohn Thuring fielen in der Schlacht von Vincy 717. Nach dem Tod der beiden wurde das frühmittelalterliche Herzogtum um 719 durch die Karolinger aufgelöst. 843 wird das fränkische Reich der Hedenen im Vertrag von Verdun geteilt, die Region um Würzburg wird Teil des Ostfrankenreiches unter Ludwig II. der Deutsche.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]