Herzogtum Ostfranken

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Herzogtümer Ostfranken und Westfranken waren kurzlebige Teilstaaten des Ostfränkischen Reiches bzw. späteren Heiligen Römischen Reiches deutscher Nationen.

Entstehung[Bearbeiten]

Die beiden Herzogtümer sind aus der Teilung des 939 aufgehobenen Herzogtums Franken hervorgegangen, das 1039 endgültig aufgesplittert wurde.

Ausdehnung des Herzogtums Ostfranken[Bearbeiten]

Grosses Landeswappen des Bundeslandes Baden-Württemberg

Das Herzogtum Ostfranken (Francia Orientalis), auch Mainfranken genannt, aber nicht zu verwechseln mit der kleineren Region Unterfranken, umfasste die östliche Hälfte des früheren Herzogtums mit der Hauptstadt Würzburg. Die Fürsten bzw. Herzöge der Babenberger stammten ursprünglich aus dieser Region, die später an Bayern fiel und noch heute den Namen Franken trägt.

Zu Ostfranken gehörte zudem die baden-württembergischen Region Franken (Heilbronn-Hohenlohe), die auch als Südfranken oder Südrheinfranken bezeichnet wird. Das baden-württembergische Landeswappen enthält Symbole des Stauferherzogtums Ostfranken in der Krone. Ebenso gehörte das kulturhistorische Henneberger Land, das im Wesentlichen dem heutigen Südthüringen entspricht.

Weltliche und geistliche Herrscher[Bearbeiten]

In Ostfranken gelang es den Bischöfen von Würzburg Anfang des 12. Jahrhunderts herzogliche Rechte geltend zu machen. Als Kaiser Heinrich V., um den Abfall des Bischofs Erlung zu strafen, diesem die herzogliche Gewalt entzog, ernannte er seinen Neffen Konrad von Staufen zum Herzog von Ostfranken, und dieser behielt den Titel auch bei, als 1120 Würzburg in seine Rechte wieder eingesetzt wurde. Das staufersche Herzogtum wurde später nach einem Hauptort der Besitzungen des Hauses als Herzogtum Rothenburg bezeichnet. Durch das Privileg „Güldene Freiheit" Kaiser Friedrich Barbarossas kam der Titel Herzog von Franken ab 1168 auf die amtierenden Bischöfe von Würzburg. Auf Grund gefälschter Urkunden Heinrichs II., Konrads II. und Heinrichs III., welche sie vorlegten, erschlichen sie die Anerkennung und Bestätigung ihrer Rechte und nahmen (zuerst Bischof Johann II. von Brunn (1411 bis 1440) den Titel Herzog von Ostfranken an. Aus diesen Gebieten wurde dann 1500, bei der Einteilung des Reichs in Kreise, der Fränkische Reichskreis gebildet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]