Fischmarkt

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Der Fischerbrunnen
Fischmarkt 1916

Als Fischmarkt wird der Platz um den Fischerbrunnen in der Karmelitenstraße, vor dem Rückermainhof, bezeichnet. Der Name ist von der ehemaligen Funktion als Fischmarkt hergeleitet. Als Adressbezeichnung wird „Fischmarkt“ nicht verwendet, der Bereich zählt offiziell zur Karmelitenstraße.

Altwürzburger Fischmarkt[Bearbeiten]

Seit 1598 bauten auf diesem Platz die Angehörigen der Würzburger Fischerzunft ihre Verkaufsstände auf. [1] Bis zum Jahr 1969 konnte man hier regelmäßig ebenso Main- wie Seefische erwerben.

Eine historische Beschreibung des Fischmarkts findet sich bei Hermann Hesse, der 1928 Würzburg besuchte:

„Auf einem kühlen, feuchten, nach Stein und Wasser riechenden Plätzchen fand ich in Brunnentrögen und Bottichen die Main-Fische zu Markt gebracht, fette Karpfen und hagere Hechte, geheimnisvolle Aale und träumerische, schlüpfrige Schleien standen glotzend mit den schönen goldenen Augen, Gefangene, im allzu seichten, allzu überfüllten Wasser.“ [2]

Traditioneller Würzburger Fischmarkt[Bearbeiten]

Seit 1975 führt die Würzburger Fischerzunft ein Mal im Jahr den „Traditionellen Würzburger Fischmarkt“ durch, der entweder am Fischmarkt selbst oder am Vierröhrenbrunnen stattfindet. Hier werden unter anderem frisch zubereitete Meefischli angeboten.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Der Brunnen auf dem Fischmarkt (oder Fischerbrunnen) wurde in der Zeit des Spätrokoko zwischen 1760 und 1770 durch Daniel Köhler geschaffen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Ausstellung „Fischerzunft Würzburg - 1000 Jahre Tradition am Main“, September 2010 im Spitäle
  2. Hermann Hesse: Einst in Würzburg. 1928; zitiert auch in: Die Kunst des Müßiggangs. Kurze Prosa aus dem Nachlaß. Hrsg. von Volker Michels, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1973, S. 418-423; S. 420

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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