Conradisteg

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Conradisteg
Conradisteg

Der Conradisteg ist eine Fußgängerbrücke über die Bahnlinien Würzburg–Steinach–Ansbach–Treuchtlingen und Würzburg–Lauda–Bad Mergentheim–Crailsheim. Er ermöglicht Fußgängern die Verbindung zwischen Conradistraße / Neubergstraße (Stadtbezirk Sanderau) und Ebertsklinge (Stadtbezirk Frauenland). Die zu überquerende B19 / Kantstraße ist an dieser Stelle mit einer Fußgängerampel versehen.

Namensgeber[Bearbeiten]

Die Brücke ist benannt nach dem deutschen Schriftsteller Hermann Conradi (* 12. Juli 1862 in Jeßnitz (Anhalt) † 8. März 1890 in Würzburg).

Geschichte[Bearbeiten]

Anstelle des heutigen Conradistegs befand sich bis Anfang der 1960er Jahre ein beschrankter Bahnübergang zwischen Conradistraße und Ebertsklinge. Der Übergang wurde sowohl von Fußgängern, als auch von Fahrzeugen benutzt und war mit einem Schrankenwärterhäuschen ausgestattet.

Im Zuge der Elektrifizierung und des Ausbaus der Strecke wurde das Gleisbett deutlich tiefergelegt und statt des Bahnübergangs eine Brücke über die Gleise errichtet: Am 3. Januar 1964 wurde die Conradibrücke für den Verkehr freigegeben. Das Überführungsbauwerk kostete 400.000 DM. Es handelte sich um eine Brücke mit einer 7,50 Meter breiten Fahrbahn und jeweils zwei 2,32 Meter breiten Gehsteigen (Gesamtbreite 12,64 Meter). Anfang April 1981 wurde diese Brücke wegen Schäden am Bauwerk total gesperrt und im Mai 1981 abgerissen. Reste der westlichen Brückenrampe und des alten Brückengeländers sind auf der Sanderauer Seite heute noch sichtbar.

Im August 1981 wurde bekanntgegeben, dass die Brücke durch einen Fußgängersteg ersetzt werden soll. Am 26. Oktober 1985 wurde mit den Bauarbeiten des Conradistegs begonnen. Die Fachwerkbrücke wurde nur wenige Wochen später eingeweiht, sie kostete 322.000 DM.

In den Sommerferien 2016 wurde der Bodenbelag des gesamten Stegs erneuert.

Konstruktion[Bearbeiten]

Es handelt sich beim Conradisteg um eine parallelgurtige Fachwerkbrücke [1] aus Stabdreiecken mit einer Spannweite von 31,68 Metern. Das Fachwerk ist gegenwärtig grün lackiert.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Ein Fachwerk ist ein Stabwerk aus zug- und druckbeanspruchten Stäben, deren Enden in den Knotenpunkten miteinander verbunden sind - siehe Wikipedia: Fachwerk

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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