Blumenhaus Nagengast

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Blumenhaus Nagengast
Neumünster mit dem Blumenkiosk (1894 - 1927)

Das Blumenhaus Nagengast in der Plattnerstraße im Würzburger Stadtbezirk Altstadt bietet seit 1868 traditionelle und moderne Floristik.

Geschichte[Bearbeiten]

Als Gärtnergehilfe kam der Gründer Johann Nagengast 1853 nach Würzburg, wo er 1868 einen eigenen Betrieb als Blumen- und Topfpflanzengärtnerei mit Blumenbinderei eröffnete. Nach seinem Tod übernahm der älteste Sohn Ernst Nagengast das Geschäft, der auch 2 Jahre später einen Blumenladen im Kürschnerhof aufmachte. Die Gärtnerei zog zu der Zeit vom Maingäßchen (früher die Fortsetzung der Wölffelstraße in der Sanderau in südwestlicher Richtung bis zum Main) in die jetzige Friedrich-Spee-Straße.

Mit dem Abbruch des alten Landgerichtes 1894 hatte man nicht nur den Kürschnerhof zur Domstraße geöffnet, sondern auch die Hofstraße, die bisher auf dem Leichhof (heute Kiliansplatz) zwischen Dom und Neumünster geendet hatte. Die große unregelmäßige Lücke irritierte aber die Stadtväter. Als Folge wurde nach der Überführung des „Ölberges“ auf den Hauptfriedhof ein barocker Kiosk errichtet, in den die Firma Nagengast einzog und Blumen feilhielt, „so dass Kavaliere die Nelke fürs Knopfloch und Besucher den obligaten Strauss für die Frau des Hauses auch am Sonntagmorgen erwerben konnten. Besuchszeiten waren von 11-12 Uhr und von 15-17 Uhr.“

1927 musste dann die „Blumeninsel“ dem Neubau des Sparkassengebäudes weichen, in dem das Blumengeschäft noch lange Jahre betrieben wurde.

1910 wurde Ernst Nagengast zum königlich-bayerischen Hoflieferanten ernannt. 1927 erhielt er schlussendlich den Titel eines Ökonomierates.

1940 verstarb Ernst Nagengast und seine Frau Margarete führte den Betrieb weiter. Die Gärtnerei, die bereits 1927 auf den Sohn Kilian Nagengast übergegangen war, wurde zur Dekorations- und Friedhofsgärtnerei ausgebaut. Der Verkaufsladen befand sich im Erdgeschoss des Hauses Kiliansplatz 1. [1] Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde das Blumengeschäft vollkommen zerstört. Mit ungebrochener Tatenkraft ging Margarete Nagengast an den Aufbau ihres Blumengeschäftes in der Plattnerstraße. 1964 starb Frau Nagengast und konnte somit das 100jährige Jubiläum des Betriebes Nagengast nicht mehr miterleben.

Nach ihrem Tod übernahmen Sohn Ernst und dessen Frau Lucie die Firma und führten sie bis 1981. Am 1. April 1981 übernahm Erika Fröhlich, gelernte Floristin und seit 1958 in diesem Beruf, das Blumengeschäft mit Hilfe ihres Mannes. 2 Floristinnen, sowie 2 Auszubildende und 1 - 2 Hilfskräfte unterstützten sie tatkräftig. Ihr Mann kümmerte sich hauptsächlich um die kaufmännischen Belange. Wichtig für Frau Fröhlich war vor allem der Service, so dass Lieferungen innerhalb des Stadtgebietes und in die nähere Umgebung möglich waren.

2009 übernahm Karin Neyderek, seit 2006 selbständig und freie Mitarbeiterin des Blumenhauses Nagengast, die Firma von Frau Fröhlich. Das Blumenhaus Nagengast ist an Fleurop angeschlossen und vermittelt seine Aufträge innerhalb Deutschlands und weltweit.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Kontakt[Bearbeiten]

Blumenhaus Nagengast
Inh.: Karin Neyderek
Plattnerstraße 1
97070 Würzburg
Telefon: 0931 - 52933
Telefax: 0931 - 17109
E-Mail: blumen@blumenhaus-nagengast.de

ÖPNV[Bearbeiten]

Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestelle: Dom


Öffnungszeiten[Bearbeiten]

Montag - Freitag: 8.00 Uhr - 18.00 Uhr
Samstag: 9.00 Uhr - 16.00 Uhr

Quellen[Bearbeiten]

  • Privatarchiv Blumenhaus Nagengast

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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