Berthold Lutz

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Prälat Berthold Lutz

Prälat Berthold Lutz ( * 3. Dezember 1922 in Würzburg; † 2. Juni 2013 ebenda) war katholischer Prälat und als Ordinariatsrat 45 Jahre lang Medienreferent der Diözese Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Lutz war von 1938 bis 1941 Präfekt der Studentenkongregation „Stella maris“ und schrieb 1941 sein Abitur am Alten Gymnasium. Von 1942 bis 1945 war er als Pilot im Zweiten Weltkrieg eingesetzt. 1945 geriet er in Kriegsgefangenschaft, wurde aber im gleichen Jahr entlassen und nahm das Studium an der Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg auf. Bischof Dr. Julius Döpfner spendete Lutz am 4. Dezember 1949 in Würzburg die Priesterweihe. Als Kaplan wirkte Lutz im Anschluss in der Pfarrei Heiligkreuz (Zellerau) und in Mömlingen.

Schriftsteller[Bearbeiten]

1953 wurde er als Kaplan für literarische Arbeiten freigestellt. Er verfasste eine Reihe von Jugendbüchern und redigierte zwei Jugendzeitschriften, die in dem von ihm mitbegründeten Arena Verlag erschienen sind. Insgesamt erreichten seine 22 Bücher eine Auflage von über einer Million Exemplaren.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit[Bearbeiten]

1956 beauftragte ihn Bischof Döpfner mit dem Aufbau einer Diözesanstelle für kirchliche Bücherei- und Öffentlichkeitsarbeit. Binnen zwei Jahren waren 260 Pfarrbüchereien gegründet. 1958 kamen der „Bücherzoo“ für Kinder- und Jugendliche und die „Buch-Etage“ für Erwachsene dazu. Heute verleihen die rund 240 Büchereien im Bistum sowie die 1975 eingerichtete Liborius-Wagner-Bücherei in Würzburg jährlich über eine Million Medien. Betreut werden sie durch die Katholische Büchereifachstelle. Von 1983 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahr 1998 hatte Lutz als Ordinariatsrat Sitz und Stimme im Allgemeinen Geistlichen Rat, als Geistlicher Direktor der Katholischen Bücherei-Arbeit (KBA) war er darüber hinaus noch bis 2002 aktiv.

Am Engagement der Katholischen Kirche in den Neuen Medien wirkte er von 1985 bis 1987 als Beauftragter für Neue Medien der bayerischen Bischöfe maßgeblich mit. Ab 1977 gehörte die Gestaltung des „Kirchenzelts“ auf der Mainfranken-Messe zu seinen Aufgaben. Als Medienreferent des Bistums war Lutz verantwortlich für die Einrichtungen, die in der Medienarbeit tätig sind: von der AV-Medienzentrale über die KBA, die Pressestelle des Ordinariats (POW) und das Referat „Öffentlichkeitsarbeit in der Pfarrgemeinde“ bis zum Würzburger Katholisches Sonntagsblatt und der Redaktion Kirche im Lokalfunk. Mehr als vierzig Jahren wirkte er als Hausgeistlicher bei den Maria-Ward-Schwestern in Würzburg.

Würzburger Synode[Bearbeiten]

Während der Würzburger Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland von 1971 bis 1975 in Würzburg leitete er das Pressezentrum.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Direktorium der Diözese Würzburg, Gesamtausgabe 2014/2015, S. 122

Weblinks[Bearbeiten]