Congregatio Jesu

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Brustkreuz der Maria-Ward-Schwestern

Die Congregatio Jesu ist ein katholischer Ordensgemeinschaft von Frauen, die nach den Vorbild der Jesuiten und den Ordensregeln von Ignatius von Loyola leben.

Ordensgeschichte[Bearbeiten]

Seit der Gründung 1609/1610 breitete sich die Gemeinschaft über viele Länder und Kontinente aus. Heute sind rund 2000 Schwestern in über 20 Ländern im Einsatz. Als Ordensregel wurden die Konstitutionen der Jesuiten übernommen und in den Ergänzenden Normen an die heutige Zeit und das geltende Kirchenrecht angepasst. Der Name „Congregatio Jesu“, wurde durch den Vatikan erst 2004 offiziell erlaubt.

Ordensgründerin[Bearbeiten]

Maria Ward (englisch Mary Ward, * 23. Januar 1585 in Mulwith; † 30. Januar 1645 in York) war eine englische Ordensschwester und Ordensgründerin in der römisch-katholischen Kirche. Sie gründete die „Congregatio Jesu“ und wurde zur Wegbereiterin einer besseren Bildung für Mädchen. Zahlreiche Schulen tragen ihren Namen. Am 19. Dezember 2009 wurde ihr von Papst Benedikt XVI. der Ehrentitel Ehrwürdige Dienerin Gottes zuerkannt, der eine wichtige Etappe im Heiligsprechungsprozess darstellt.

Institut der Englischen Fräulein in Würzburg[Bearbeiten]

Die Geschichte des Instituts der Englischen Fräulein in Würzburg reicht zurück ins Jahr 1866. Damals erfolgte die Gründung durch das damalige Mutterhaus Aschaffenburg und die Eröffnung einer höheren Schule für Mädchen in der Domerschulstraße 15 gegenüber dem Portal der Alten Universität mit drei Klassen und 120 Schülerinnen in zehn Pflichtschuljahren. 1882 wurde der Domherrnhof Maßbach in der Herrnstraße käuflich erworben, denn die Schülerzahl nahm immer mehr zu und die Mädchenbildung eine günstige Entwicklung. Es entstand hier ein Mädchenlyzeum (höhere Mädchenschule, Mittelschule). 1889 befanden sich in der Herrngasse Kloster, Internat, Schülerinnenheim, und bis 1939 der Kindergarten. Bald reichte auch dieser Platz nicht mehr aus und der Bau eines eigenen Schulgebäudes wurde dringend notwendig. In der Annastraße wurde ein Grundstück erworben und das Schulgebäude unter dem Architekten Albert Boßlet errichtet. 1930 wurde der Schulneubau eingeweiht.

Am 12. April 1938 verbot das Nazi-Regime die schulische Tätigkeit der Maria-Ward-Schwestern. In das Gebäude in der Annastraße zog die Städtische Höhere Mädchenschule ein, seit 1941 Mozart-Gymnasium genannt.

Am 1. September 1949 begann wieder die schulische Tätigkeit der Schwestern in Würzburg. In der Nikolausstraße erwarben die Schwestern Ruinen und bauten dort ein kleines Schulhaus mit Schülerinnenheim. Zunächst war es eine dreiklassige Mittelschule mit 32 Schülerinnen, davon 14 Heimschülerinnen. 1950 schloss sich eine dreiklassige Frauenfachschule an, in der Fachlehrerinnen für Handarbeit und Hauswirtschaft ausgebildet wurden. In die „alte Schule“ in der Annastraße konnten die Schwestern 1953 wieder einziehen.

Nach der Fertigstellung des neuen Schulgebäudes für die Mozartschule in der Maxstraße konnten die Englischen Fräulein ihr Haus in der Annastraße 6 als private Mädchenrealschule wieder ganz in Besitz nehmen. Bischof Josef Stangl weihte am 18. Oktober 1957 die Hauskapelle. Ein Jahr später entstand das Tagesheim. 1965 wurde aus der dreiklassigen Mittelschule die vierstufige Realschule mit kaufmännischem Schwerpunkt. 1989 benannte sich die Einrichtung zu „Maria-Ward-Schule Realschule der Englischen Fräulein Würzburg“ um. Drei Jahre später startete der Modellversuch der sechsstufigen Realschule.

Maria-Ward-Stiftung[Bearbeiten]

Seit 2009 gibt es einen neuen Schulträger: die Maria-Ward-Stiftung. Damit soll die Zukunft der „Maria-Ward-Schule Würzburg Mädchenrealschule der Maria-Ward-Stiftung“ für die Zeit nach der Auflösung der Ordensniederlassung gesichert werden.

Nach 145 Jahren der Mädchen- und Frauenbildung verliessen die Schwestern der Congregatio Jesu Würzburg. Die Verabschiedung der vier zuletzt in Würzburg lebenden Schwestern erfolgte am 19. Juli 2011 in der Pfarrkirche Stift Haug bei einem Dankgottesdienst mit Bischof Friedhelm Hofmann.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]