Anton Dörfler

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Anton Dörfler

Anton Dörfler (* 2. August 1890 in München; † 12. März 1981 in Seeshaupt/Landkreis Weilheim-Schongau) war Volksschullehrer, Schriftsteller, Lyriker und Heimatdichter.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Im Alter von neun Jahren zog er mit seinen Eltern nach Würzburg in die Alte Kaserngasse 26/27 in eine Dienstwohnung, die sein Vater dort als Obermälzer der Mälzerei der Hofbräu erhalten hatte. Dort verbrachte Anton eine sorgenfreie Kindheit und Jugend. Bereits mit sechzehn Jahren begann er erste schriftstellerische Versuche mit Märchen, Romanen und Theaterstücken.

Anton Dörfler war mit 18 Jahren als Lehrer in Oberleinach, Gerbrunn, Rudolstadt, am Institut Adam in Würzburg, Heustreu, Schweinfurt, Nürnberg und Seeshaupt tätig. Später arbeitete er als Schauspieler, Theaterkritiker, Werbezeichner und Zeitschriftenredakteur. Zwischen festen Engagements war er als freier Schriftsteller in verschiedenen Orten in Deutschland tätig.

Am Ersten Weltkrieg nahm er ab 1914 im Würzburger 9. königlich-bayerischen Infanterie-Regiment teil. Danach arbeitete er wieder als Lehrer, ab 1925 in Schweinfurt, wo er bis 1936 lebte. Ab 1941 widmete er sich dann gänzlich der Tätigkeit als freier Schriftsteller.

Literarisches Werk[Bearbeiten]

1918 veröffentlichte er in Leipzig die Deutschen Geschichten aus drei Welten. Einem größeren Publikum wurde er 1935 mit dem Handwerkerroman Der tausendjährige Krug bekannt, für den er den Volkspreis für deutsche Dichtung und den Wilhelm Raabe-Preis erhielt. Dichterlesungen führten ihn durch ganz Deutschland und ins benachbarte Ausland.

In der Zeit des Nationalsozialismus veröffentlichte er eine Reihe von Büchern, die den Wert der Heimat betonten und die Darstellung vornehmlich konservativer Tugenden wie Demut, Geduld und Frömmigkeit zum Inhalt hatten. Darunter waren unpolitische Werke, aber auch solche, deren Vertrieb in der Nachkriegszeit aufgrund des Gehalts von nationalsozialistischem Gedankengut in Österreich eingeschränkt war. Nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlichte Dörfler noch zahlreiche Erzählungen und Romane, konnte aber nicht mehr an seine Erfolge anschließen, geriet zunehmend in Vergessenheit und starb 1981 in Seeshaupt am Starnberger See.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Deutsche Geschichten aus drei Welten, Leipzig 1918
  • Wunder und Fest der Schule zu Wunnentor. Pädagogische Idyllen, Leipzig 1920
  • Der tausendjährige Krug, Roman, Jena 1935
  • Der Ruf aus dem Garten, Erzählung, Jena 1936
  • Die ewige Brücke, Roman, Jena 1937
  • Sieben Spiegel der Liebe, Erzählungen, Jena 1938
  • Wendelin, Roman, Jena 1939
  • Würzburg die sonntägliche Stadt, Bildband, Bayreuth 1940
  • Die schöne Würzburgerin, Roman, Braunschweig 1941
  • Das Rosenwunder, Leipzig/Karlsbad 1943
  • Das Christusbild (Erzählung), 1948
  • Niemandsland der Ehe, Roman, Düsseldorf 1949
  • Stunde der frühen Sterne, Erzählungen, Düsseldorf 1949
  • Geheimnis der Myrte, Roman, Freiburg i.Br. 1949
  • Geliebtes Würzburg. Blätter der Erinnerung, Feldafing 1961
  • Geduld im Leben, Würzburg 1963
  • Meister Til (Erzählung), 1965
  • Jugend nach der Sonnenuhr. Heitere Erinnerungen, Volkach 1969

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]