Andreas von Gundelfingen

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Andreas von Gundelfingen(*?, † 14. Dezember 1313 in Würzburg) war Bischof vonWürzburg von 1303 bis 1313.

Herkunft[Bearbeiten]

Andreas von Gundelfingen stammte nach Alfred Wendehorst aus dem edelfreien Geschlecht der von Gundelfingen aus der heutigen Stadt Gundelfingen an der Donau. [1]

Geistliche Laufbahn[Bearbeiten]

Seine Laufbahn als Geistlicher führte ihn 1292 als Propst nach Öhringen und ab 1296 als Propst nach Ansbach.

Andreas als Würzburger Bischof[Bearbeiten]

1303 wurde er zum Bischof erwählt und von König Albrecht I. von Österreich und dem Erzbischof Gerhard II. von Eppstein bestätigt. König Albrecht I. sicherte Andreas in der Reichspolitik am Hoftag in Nürnberg am 1. Mai 1304 zu, dass er keinen Frieden mit Böhmen schließen würde, sofern Kriegsschäden unberücksichtigt blieben, und schlichtete außerdem einen Streit zwischen dem Bischof und der Bürgerschaft der Stadt Würzburg. Der König verpfändete Andreas von Gundelfingen weiterhin Stadt und Burg Schweinfurt, obwohl er diese vorher schon an den Markgrafen Hermann I. von Brandenburg verpfändet hatte. Wenig später erhielt er auch noch die Stadt Heidingsfeld als Pfand. Im Jahre 1307 hob Bischof Andreas den Templerorden auf. Zusammen mit anderen Reichsfürsten begleitete Andreas den König von Nürnberg aus nach Regensburg. Von dort bricht das Heer nach Böhmen auf. Nachdem der Feldzug beendet war, kehrte Andreas nach Würzburg zurück. Wegen versäumten Zahlungen des Kreuzzugzehnten kommt es zu einem gespannten Verhältnis gegenüber der römischen Kurie. Der päpstliche Beauftragte drohte dem Bischof und dem Domkapitel am 10. Dezember 1308 die Exkommunikation an, die er am 8. Februar 1309 verhängte.

Andreas von Gundelfingens Erbe[Bearbeiten]

Aus der Zeit des Andreas von Gundelfingen stammt das älteste, in einer Abschrift von 1358 erhaltene Lehensbuch für das Bistum Würzburg. Konflikte ergaben sich mit den benachbarten Grafen von Henneberg wegen der Eigentumsverhältnisse von Burg und Stadt Schweinfurt. In der Amtszeit von Andreas von Gundelfingen wurden diverse Pfarreien neu errichtet: 1306 Laudenbach und Hettingbeuren, 1311 Kembach und Giebelstadt sowie 1312 Dingolshausen. Er hielt eine Diözesansynode ab.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Es sind verschiedene abweichende Sterbetage im Dezember 1313 überliefert. Sein Grab ist bereits seit 1775 nicht mehr erhalten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Geschlecht ist vermutlich nicht identisch mit den Herren von Gundelfingen mit Bezugsort Gundelfingen, heute Teil von Münsingen.


Vorgänger Amt Nachfolger
Manegold von Neuenburg Bischof
1303 - 1313
Gottfried III. von Hohenlohe


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