Alhambra

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Das Café-Restaurant Alhambra befand sich bis 1945 an der Nordseite des Franziskanerplatzes (Haus-Nr. 3).

Namensgeber[Bearbeiten]

Der Name entsprach der Architektur, welche bei der maurischen Kalifenburg von Granada in Andalusien Anleihen nahm.

Ambiente[Bearbeiten]

Der Bereich des Speiserestaurants war dagegen in romanischem Stil gehalten. Zudem bot ein geräumiger Billard- und Lesesaal hunderte Tageszeitungen und Zeitschriften zur Auswahl. Insbesondere in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg war das Alhambra ein beliebter gesellschaftlicher Treffpunkt. Friedrich Wencker-Wildberg beschreibt es so: „Als Sehenswürdigkeit ersten Ranges galt um 1900 das Café Alhambra, das die Zauberkraft des Orients heraufbeschwor.“ [1]

Gästeklientel[Bearbeiten]

Im Alhambra trafen sich verschiedener Bevölkerungskreise. Am frühen Nachmittag kamen oft jüdische Kaufleute zu Kaffee und Zigarre, in den späteren Stunden trafen sich Gruppen der Studentenverbindungen Gothia und Cheruskia. Am Abend fanden sich Stammtische verschiedener Vereine ein. Sie kamen z.B. vom Ruderverein von 1875, von der Studentenverbindung Unitas oder vom 1. FC Kickers. Die zwei Säle im ersten Stock dienten als Veranstaltungsraum ebenso für Weihnachtsfeiern der zehlreichen Vereine wie auch für das jüdische Neujahrsfest. Auch politische Veranstaltungen wurden hier abgehalten, wie z.B. im Oktober 1912 die Versammlung des Frauenstimmrechtsvereins, bei der Dr. Anita Augspurg eine vielbeachtete Ansprache hielt. [2] Unter der Woche hielt hier Tanzlehrer Müller seine Kurse ab und die Chorvereinigung traf sich zu ihren Übungsstunden.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Friedrich Wencker-Wildberg: Würzburg um die Jahrhundertwende. Mainpresse-Verlag, Würzburg ca. 1953, S. 24
  2. Frauen in Würzburg. Hrsg.: Gleichstellungsstelle für Frauen der Stadt Würzburg. Echter Verlag, Würzburg 1996, S. 88

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Ehemaliger Standort:

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