Adam Joseph Hueber

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Denkmal an der Hueberspflege: Hueber in Ratsherrntracht mit dem Stifterbrief
Inschrift zu Ehren Huebers an der Hueberspflege

Adam Joseph Hueber (* 15. März 1708 in Würzburg; † 31. Dezember 1794 in Würzburg) war im 18. Jahrhundert Ratsherr und von 1786 bis 1790 Oberbürgermeister der Stadt Würzburg.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Adam Joseph Hueber wurde 1708 als Sohn des Würzburger Kaufmanns Ludwig Hueber und seiner Ehefrau Rosine geboren. Er hatte vier Geschwister. Die zwei älteren Brüder Dr. Georg Adam Hueber (apostolischer Protonotar und Dechant von Stift Haug) und Georg Ludwig Hueber (fürstlicher Leibarzt und Professor der Anatomie) sind nachgewiesen.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Adam Joseph Hueber studierte an der Universität Würzburg und übernahm nach dem Tod seines Vaters im Alter von 25 Jahren dessen Kaufhaus in der Domstraße 5. Durch den Handel mit Kolonialwaren, Tuch und Wein brachte er es zu beträchtlichem Vermögen. Er war unverheiratet und wandte sich der Kommunalpolitik zu.

Bürgermeister von Würzburg[Bearbeiten]

Am 12. Februar 1752 wurde er in den Würzburger Stadtrat aufgenommen. 1758 war er ein Jahr lang im Amt des „Unterbürgermeisters“ unter Eugen Colonat Geigel tätig. Hier sammelte er einschlägige Verwaltungserfahrungen. 1786 wurde er zum Oberbürgermeiser gewählt. Über drei Amtszeiten hinweg lenkte die Geschicke der Stadt. Während seiner Amtszeit wurde am Burkarder Tor das Zuchthaus gebaut und 1787 eine Würzburger Zunft der Uhr- und Büchsenmacher begründet. Danach blieb er bis zu seinem Tod Senior des Stadtrates.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Im November 1794 erkrankte Adam Joseph Hueber und starb am 31. Dezember 1794. Er wurde in der Würzburger Marienkapelle bestattet.

Stiftung[Bearbeiten]

Sein 286.772 Gulden betragendes Vermögen zuzüglich des „Kopppischen Hofes“ (auch „Hof zum Daniel“ in der Dominikanergasse 2 genannt) und des Gartens vor dem Rennweger Tor hatte er zur Errichtung eines Spitals zur Pflege lediger und unverheirateter Dienstmädchen, welche bei Würzburger Bürgersleuten wenigstens 20 Jahre gedient hatten, alt, nicht vermögend und bedürftig waren, hinterlassen. Vom Stiftungsvermögen erwarb man in der „Karthäuser-Gasse“ (heute Kapuzinerstraße) den ehemaligen Zobel'schen Hof, in dem heute noch unter der Regie des Bürgerspitals die Huebers-Pflege, ein Alten- und Pflegeheim, untergebracht ist.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Ihm zu Ehren ist eine Straße in der Altstadt, die Huebergasse, benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Johann Balthasar Nikolaus Höfling Älterer Bürgermeister
1786 - 1790
Johann Lorenz Vogel