Steinhaugshof

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Steinhaugshof
Ortstyp Einöde
Gemeinde Leinach
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Blick auf den Leinacher Ortsteil Steinhaugshof

Der Steinhaugshof ist ein landwirtschaftliches Anwesen in der Gemarkung Oberleinach der Gemeinde Leinach.

Geografische Lage

Die Einöde liegt südöstlich von Leinach im Quellgebiet des Leinacher Baches am Fuße des Leinacher Himmelberges an der Gemarkungsgrenze zu Margetshöchheim auf 302 m über Meereshöhe.

Geschichte

Am 18. März 1869 erwarb der Bauer Lorenz Burkard aus Oberleinach vom Margetshöchheimer Bauern Michael Fackelmann um den Kaufpreis von 30 Gulden ein Grundstück von 518 Dezimalen „im Ortloch“ und baute dort ein Haus. Schon ein Jahr später, 1870, befand sich der Hof im Besitz von Jonas Rosenbaum, einen Handelsmann aus Zell a. Main.

Der Hof war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein beliebtes Ausflugsziel der Margetshöchheimer Bevölkerung. 1927 und 1954 brannte das Anwesen nieder und wurde wieder aufgebaut, 1931 wurde das Anwesen zwangsversteigert. Der ansässige landwirtschaftliche Betrieb wird seit der Vererbung durch den verstorbenen Würzburger Rechtsanwald Ernst Döhling von der Familie Dietrich betrieben. 1990 verfügte der Hof über eine Ackerfläche von rund 250 Hektar, auf der während des Zweiten Weltkrieges Flachs angebaut wurde.

1955/56 errichtete das Überlandwerk Unterfranken mit Kostenbeteiligung der Familie Dietrich eine Freileitung, um endlich elektrischen Strom für den Hof einsetzen zu können. Vorher, etwa ab 1950, sorgte eine Windmühle für Strom.

Die Wasserversorgung des Hofs war lange Zeit ein Problem. Da der 27 Meter tiefe Brunnen nicht genügend Wasser lieferte, wurde mit einem Tankwagen Wasser vom Gemeindebrunnen in Oberleinach geholt. Beim Wasserleitungsbau in Oberleinach beteiligte sich die Familie Dietrich mit den Grabarbeiten zu Rohrverlegung in Eigenleistung.

Namensgeber

Der Name erinnert an einen im 6. Jahrhundert v. Chr. aufgeschichteten Grabhügel aus Steinen.

ÖPNV

Nächste Bushaltestelle: Leinach/Volkenbergweg


Siehe auch

Quellen

  • Christine Demel: Leinach. Geschichte - Sagen - Gegenwart. Selbstverlag Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 248 ff.

Kartenausschnitt

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